Einträge in Gender

Genderfragen
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KRIEG UND FRIEDEN
Friedensförderung und Geschlecht
Krieg und Frieden | von GSoA, Christine Scheidegger | 01.06.2004

(cs) Am Gender Roundtable des KOFF wurde das Thema «Warum ist gender ein Thema in gewaltsamen Konflikten?» diskutiert. Dieser Artikel fasst die Ergebnisse für die GSoA zusammen.

1. Andersartige Konflikte

Gewaltsame Konflikte sind heute oft innerstaatlich und asymmetrisch. Besonders stark betroffen ist die Zivilbevölkerung. Zwei Phänomene sind aus Gendersicht «neu» relevant. Einerseits kommt es oft zu einer «Kultur der Gewalt», d.h. Gewalt wird im Alltag als legitimes Mittel zur Durchsetzung von sozialen und politischen Zielen benutzt (z.B. Zunahme häusliche Gewalt, Kindersoldaten, Verbreitung von Kleinwaffen).

Das zweite Phänomen ist die generelle «Sexualisierung» von Konfliktgebieten ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Frauenrechte in Gefahr
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.09.2003

Die Lage in Bagdad und anderen irakischen Städten wirkt sich verheerend auf irakische Frauen und Mädchen aus und verhindert zu einem wichtigen Zeitpunkt, dass diese an dem öffentlichen Leben ihres Landes teilnehmen, sagte Human Rights Watch.

Von Nina Schneider und Barbara Müller für Frauenstimmen gegen den Krieg

Human Rights Watch (HRW) veröffentlichte am 16.7. 2003 den Report: "Climate of Fear: Sexual Violence and Abduction of Women und Girls in Baghdad." www.hrw.org)

Der 17-seitige Bericht zeigt, dass das Versagen von US-Besatzungstruppen und irakischen Behörden für öffentliche Sicherheit zu sorgen, zu einer ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Konkreter Handlungsbedarf
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.09.2003

In den Kriegen dieser Welt gehören die Frauen zu den Hauptbetroffenen - das hat, einmal mehr, auch der Krieg gegen den Irak gezeigt. Mit der Frage, wie Frauen von "Betroffenen" zu "Handelnden" werden, beschäftigte sich die Konferenz «womanouevres», die Ende Mai in Zürich stattfand.

Die Artikel auf dieser Doppelseite basieren auf intensiven Auseinandersetzungen und Diskussionen der Gruppe Frauenstimmen gegen den Krieg im Anschluss an diese Konferenz.

Die über 300 Teilnehmerinnen und ein paar Teilnehmer haben während drei Tagen in Referaten, Plenumsdiskussionen und Workshops Strategien und Analysen feministischer Friedenspolitik ausgetauscht und diskutiert.

Was aber ist feministische Friedenspolitik, worin ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Irak: Frauen im Off
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.09.2003

Erhöhte Gewaltbereitschaft und das Aufleben extremistischer islamistischer Rechtsvorstellungen verdrängen Frauen und Mädchen im heutigen Irak aus der Öffentlichkeit und zwingen sie zu Hausarrest. Verzweifelt und wütend denken viele: "Wenn die Situation so bleibt, packen wir unsere Sachen und hauen ab!"

Von Nina Schneider, Frauenstimmen gegen den Krieg

Bis Anfang der 1990er Jahre - war das Leben für irakische Frauen nicht so. Anders als in vielen Nachbarstaaten hatten Frauen im Irak viele Rechte, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, freie Berufswahl und auch eine hohe Alphabetisierungsrate. Schon in den 20er Jahren begannen die Frauen, in öffentlichen Positionen ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Vernetzt denken - vernetzt handeln
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.09.2003

«Was wir uns nicht vorstellen können, können wir auch nicht erreichen», stellte Margo Okazawa an der internationalen FrauenFriedensKonferenz «womanoeuvres - Feministische Debatten zu Frieden und Sicherheit» im Mai dieses Jahres fest. Einige Schlaglichter auf ihre Arbeit.

Bei ihrem zweiten Besuch im August legte sie dar, dass Visionen einer entmilitarisierten Sicherheit für Frauen, Kinder und Männer der Motor ihres feministischen Widerstandes gegen Militarisierung sind.
Von Laura Zimmermann, Frauenstimmen gegen den Krieg

Margo Okawaza ist Professorin für Women's Studies am Mills College in Oakland, Kalifornien und nennt sich selbst ein Produkt der US-amerikanischen Besatzung Japans im Zweiten ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Wo sind die Frauen?
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.05.2003

Nun ist also auch der Irak «befreit». Nicht so explizit wie in Afghanistan, aber auch diesmal wurde der Feldzug nicht zuletzt im Namen der Frauen geführt, wie auch Paula J. Dobriansky vom US-Aussenministerium sagte.

Angesichts der Tatsache, dass jeder 7. US-amerikanische Soldat im Irak eine Frau war, also fast schon ein Akt von Frauensolidarität? Oder doch eher ein kluger Schachzug von Militärstrategen, welche die Interessen von Frauen hüben wie drüben ausnutzen, um einen weiteren Krieg zu legitimieren?
Von Barbara Müller für FrauenStimmen gegen den Krieg

Das Versprechen Dobrianskys, die irakischen Frauen dahingehend zu ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Saubere Sprache - Saubere Bomben
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.05.2003

1990 reflektierte Carol Cohn in einem Sammelband zum Thema «Frauen und Militarismus» ihre Erfahrungen als Teilnehmerin des Sommerkurses «Nukleare Waffen und Abrüstung» in Harvard und MIT/Boston. Sie beschreibt, wie sie damit gerechnet hatte, herum zu schleichen wie eine Spionin, um eine unbedachte sexualisierte Militärsprache zu protokollieren. Sie war nicht auf das vorbereitet, was sie dann erlebte: Sexualisierte Sprache war kein Faux-Pas, sondern die Regel.

Regula Grünenfelder, feministische Theologin und Forscherin

«Penetration» war der Begriff für einen Militärangriff, wobei die Vorteile eines spasmischen Ereignisses gegenüber langgezogenen Attacken erörtert wurde. «Jungfräulich» war ein ...

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FRAUEN UND MILITÄR
Divided we stand, together we fall
Armee und Zivildienst | von Susanne Kappeler | 01.02.2000

Das Thema «Frauen und Militär» fristet in westeuropäischen Demokratien ein Aschenbrödeldasein. Weder die Militärführung, noch die zivile Politik, noch die Frauenöffentlichkeit interessieren sich sonderlich dafür

Aus militärischer Sicht ist die Präsenz von Frauen in den Streitkräften weder notwendig noch wünschenswert. In der zivilen Nationalstaatspolitik, die auf der Einheit von Bürgerrecht und Wehrpflicht gründet und diesen Grundsatz, als es ums Frauenstimmrecht ging, noch lauthals als schlagendes Argument dagegen anführte, ist es seit dessen Einführung merklich still geworden. Denn Frauen im Militär sind für westeurop ...

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GENDER
Frauen-Empowerment
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.03.1999

Seit der englische Begriff Gender für die Bezeichnung des sozialen Geschlechts und der Gender-Ansatz für die Analyse sozial konstruierter Geschlechtsunterschiede landläufig geworden sind, wächst die Zahl von gendersensiblen Politikerinnen, Bürokraten, Beamtinnen und Projektmanagern. Wer hantiert mit Gender, von welchem Standort aus, mit welchem Ziel? Wie operieren Weltbank, EU oder Schweizer Gemeindeverwaltungen, wenn sie auf die Gleichstellungsforderungen von Frauen mit „Gender mainstreaming“ antworten?

Diesen Fragen gehen die Autorinnen des neuen cfd-Dossiers nach. Sie analysieren die Begriffs- und Gebrauchsgeschichte von Gender, zeigen wie die Genderdebatte die Entwicklungszusammenarbeit und die Friedenspolitik beeinflusst oder wie Genderaspekte zusammen mit Zuschreibungen ...

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FRAUENRECHTE
Blanker Fleck
Krieg und Frieden | von Marco Tackenberg, Sandra Küttel | 01.09.1998

400 Millionen Franken betragen die ökonomischen Kosten der Gewalt gegen Frauen. Menschenrechts- oder präziser Frauenrechtsverletzungen sind auch in der Schweiz alltäglich

«Männerrechte gelten weltweit» schreibt Susanne Kappeler provozierend im neuesten Widerspruch zum Thema Menschenrechte*. Sie kritisiert, dass Menschenrechtsverletzungen immer nur in «anderen» Staaten wahrgenommen würden. Dabei werde verdrängt, dass gerade auch Frauen im Westen Opfer von «Frauenrechtsverletzungen» sind: «Westliche Frauen dürften sich also die Frage stellen, warum westlichen Männern die Freiheit und Menschenwürde von Frauen im Fall von Musliminnen und/oder Afrikanerinnen ein so grosses Anliegen sind - wenn ihnen die Würde ...

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