Einträge in GSoA
DIE ARMEE AN ALLEN FRONTEN
Das prangern wir an (VI): Das Konzept Mann
Krieg und Frieden | von Marco Tackenberg | 01.06.1998
Stehaufmännchen
Dem Thema «Militär Macht - Macht Männer» hat der Schweizerische Friedensrat seine diesjährige Ratstagung in Basel gewidmet.
Es ist nicht selbstverständlich, wenn an einem sonnigen Samstag nachmittag im Mai mehr als siebzig Männer und Frauen ins kühle und feuchte Interieur der Kulturwerkstatt Kaserne in Basel strömen und sich Referate über «militärische Sozialisation» und das «Konzept Mann» anhören. Und wenn nach über drei Stunden Film und Vorträgen noch eine lebhafte und kontroverse Diskussion unter den Teilnehmenden entbrennt, dann darf mit Recht von einem stimulierenden Anlass die Rede sein.
«Gemachte M ...
SKH UND VBS
Unfriendly Takeover?
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.06.1998
Unfriendly Takeover?
Das Schweizerische Katastrophenhilfekorps SKH feiert dieses Jahr seinen 25. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! In der Schweiz und international geniesst das SKH einen ausgezeichneten Ruf. Das freut uns alle. Alle? Offensichtlich ist es der Armee ein Dorn im Auge, dass sich das im Eidgenössischen Departement des Äusseren (EDA) angesiedelte zivile SKH auf dem internationalen Parkett Lorbeeren holt und die Armee leer ausgeht. Bereits vor sechs Jahren versuchte das EMD, sich das SKH einzuverleiben. Eine Arbeitsgruppe unter dem früheren Rüstungschef Felix Wittlin forderte die Bildung eines Sicherheitsdepartementes unter Einbezug des Katastrophenhilfekorps. Das EDA vermochte den unfriendly takeover ...
DIE ARMEE AN ALLEN FRONTEN
Das prangern wir an (IV): Katastrophe statt Hilfe
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz, Claudio Mignot | 01.06.1998
Beim Zugunglück abgehängt
Als teuerster und unförmigster Katastrophenhilfe - Verein hat die Armee wahrlich einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde verdient. Doch die Frage ist berechtigt: Wer, wenn nicht die Armee, soll retten in der Not?
«Man versuche doch nicht, mit einigen Kompanien und Bataillonen, die sich bei Schadensminderung bewährten, die Notwendigkeit einer zahlenmässig dreihundertmal stärkeren Armee zu belegen», meinte Divisionär Alfred Stutz nach den verheerenden Überschwemmungskatastrophen in der Innerschweiz im Jahre 1987. Lieber Herr Divisonär Stutz, Sie haben sich leider geirrt. Seit die Armee 1989 ihren Feind verloren hat, klammert sie sich ...
GSOA-POSTFACH
Hobby-Polizisten
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.06.1998
Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad von Emmenbrücke nach Buchrain zur Arbeit. Dabei befahre ich vor allem Wege abseits der Kantonsstrassen, welche auch von Schulkindern bevorzugt werden. Einer dieser Feldwege führt über die Piste des Flugplatzes Emmen. Als ich letzten Dienstag (12 Mai) am späteren Nachmittag mit einem Kollegen nach Hause fuhr, konnte ich schon von weitem zwei Personen mit umgehängtem Sturmgewehr auf diesem Feldweg erkennen. Dies war kein ungewohntes Bild für mich, denn wir können des öfteren Rekruten aus der Kaserne Emmen bei ihren Übungen beobachten. Diese Soldaten trugen nun aber weder ...
DIE ARMEE AN ALLEN FRONTEN
Das prangern wir an (III): Strategische Studienberichte, diverse
Armee und Zivildienst | von Hans Hartmann | 01.06.1998
Reformhaus VBS?
«Öffnung», «Kooperation», «Reform» – aus dem VBS tönt es wie im Managementseminar. Die Frage nach Anlass und Richtung der Armeereform droht dabei hinter der militärischen Forschrittsrhetorik zu verschwinden.
Düstere Sorgenfalten unter steifem Hut: «Verunsicherung, Selbstzweifel, Selbsterniedrigung und politische Unrast prägen das aktuelle Bild», orakelt Werner Hungerbühler, Chefredaktor des Schweizer Soldat (in Nr 3/98). Und: «Bei dieser Verunsicherung wird auch der Wehrwille in Frage gestellt. Das Milizsystem, auf dem unser Staat aufgebaut ist, droht einzustürzen.» Auch der Thurgauer SVP-Nationalrat Otto Hess sieht schwarz. Zur Zeit entwickle «jeder Bürger in diesem Land sein ...
DIE ARMEE AN ALLEN FRONTEN
Das prangern wir an (II): Die Armee macht sich an der Grenze wichtig
Armee und Zivildienst | von Marcel Hänggi | 01.06.1998
Zurück ins Reduit
Die bürgerlichen PolitikerInnen möchten WK-Soldaten zur Abwehr von Flüchtlingen einsetzen: Eine Anbiederung an die Rechtsaussen-Polterer und eine PR-Aktion für die arbeitslose Armee.
«Offen» sei er, erklärte der Bundesrat Ogi vor den SVP-Delegierten am 2. Mai mit Pathos: offen für einen Einsatz von Armeeangehörigen an der Grenze. «Die Armee ist bereit, ihre Verantwortung wahrznehmen. Meine Leute können innert Tagen bereit sein. Sie sind für einen solchen Einsatz ausgerüstet, ausgebildet und motiviert.» Für einmal applaudierten selbst die Parteifreunde des Zürcher Flügels ihrem Sport- und Armeeminister ...
DIE ARMEE AN ALLEN FRONTEN
Das prangern wir an (I): Schwarzes Loch in der GSoA-Kasse
Armee und Zivildienst | von Jürg Wiedemann | 01.06.1998
... makes the world go round
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Die Unterschriftensammlung ist gut angelaufen. Je knapp 30’000 Unterschriften haben wir gesammelt. Und trotzdem gibt es ein kleines – na ja – grosses Problem: Es fängt mit «F» an und hört mit «inanzloch» auf. Von Nico Lutz und Jürg Wiedemann
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Herzlichen Dank für die grosse Unterstützung bei der Unterschriftensammlung! Die beide Initiativen für eine Schweiz ohne Armee und einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst sind gut angelaufen. Für jede Initiative haben wir in den vergangenen drei Monaten an unzähligen Ständen, Veranstaltungen und Festen monatlich rund je 10’000 Unterschriften ...
NEUE GSOA-INITIATIVEN
Berichterstattung über die GSoA-Vollversammlung 1997
Armee und Zivildienst | von GSoA | 23.11.1997
HINTERGEDANKEN
Manifest und GSoA
Armee und Zivildienst | von Josef Lang | 01.07.1997
Was soll einem Linken und Grünen mehr zu denken geben: die Haiderisierung Blochers, der mit seinem Abrufen antisemitischer Gefühle und mit seiner Kampagne gegen die "Erpressung" das nach der Shoa landesüblich gewordene Mass an Nationalkonservativismus überschritten hat; die FAZisierung der Inland-NZZ, welche in der laufenden Geschichtsdebatte eine ähnliche Haltung vertritt, wie sie die (bisher auffällig reaktionärere) Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in der Revisionismus-Debatte der 80er Jahre eingenommen hat und jetzt in den Wehrmachts-Ausstellungs-Kontroversen einnimmt. (In dieser Frage wie auch in dem thematisch zwar nahen, geographisch aber entfernten japanischen Schulbuch-Streit ist mein Leibblatt der Aufklärung ...
INITIATIVE FÜR EIN VERBOT DER KRIEGSMATERIALAUSFUHR VERSENKT
Angst um Arbeitsplätze macht kurzsichtig
Kriegsmaterial-Exporte | von Bruno Tanner | 01.07.1997
Am 8. Juni hat die von der ARW (Arbeitsgemeinschaft für Rüstungskontrolle und ein Waffenausfuhrverbot) zusammen mit der SPS und dem Christlichen Friedensdienst lancierte Initiative für ein Verbot der Kriegsmaterialausfuhr kläglich Schiffbruch erlitten. Bei einer dürftigen Stimmbeteiligung von 35 Prozent stimmten enttäuschende 23 Prozent der Volksinitiative zu.
Mit einer einzigartigen Verdrehung der Tatsachen ist es den GegnerInnen der Initiative gelungen, bei dieser friedenspolitischen Frage eine grosse Mehrheit der StimmbürgerInnen mit einer gebetsmühlenhaft wiederholten Behauptung zu blenden: Das Verbot der Kriegsmaterialexporte gefährde 120’000 Arbeitsplätze.
Dass die Behauptung falsch bzw. massiv übertrieben ...