Einträge in Zivildienst

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ZIVILDIENSTEINSÄTZE
Zivis ins Ausland!
Armee und Zivildienst | von Ruedi Winet | 01.06.2000

Zivildiensteinsätze finden heute in der Regel in der Schweiz statt. Nur wer eine entsprechende Ausbildung und spezifische Erfahrungen vorzeigen kann, hat die Chance, auch im Ausland seinen Einsatz zu leisten. 1999 waren von den 4733 Zivildienstleistenden ganze 27 im Ausland tätig. Vier Personen leisteten ihren Zivildienst bei Médecins sans Frontières.

Bei der Ausarbeitung des Zivildienstgesetzes tat das Parlament alles, um Auslandeinsätze zu verhindern. Befürchtet wurden damals <Ferien unter Palmenstränden> auf Kosten des Bundes. Zivildiensteinsätze im Ausland blieben die seltene Ausnahme. Während seitdem aber die Auslandeinsätze der Armee massiv ausgeweitet wurden ...

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EIN KONTRADIKTORISCHES GESPRÄCH
Lieber ein Boxkampf
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.02.2000

Je zwei Offiziere und Zivildienstleistende diskutieren über ihr Gewissen, Frauen am Gewehr und Krieg - ein kontradiktorisches Gespräch.


Die Diskutierenden:

Simon Gaus ist Zivildienstleistender. Derzeit absolviert er einen Einsatz bei der Umweltstiftung Schweiz in einem Projekt, bei dem es um die Pflege und Erhaltung von Trockenmauern geht.

Tobias Kaufmann arbeitet bei der Beratungsstelle für Militärverweigerung und Zivildienst mit. Er wird im kommenden Frühling seinen ersten Zivildiensteinsatz leisten.

Michael Kauflin ist Offiziersanwärter und Wirtschaftsinformatikstudent.

Christian Fokas arbeitet beim Forum Jugend und Armee mit, das sich als Anlaufstelle für Armeefragen versteht. In der Armee ist er Hauptmann ...

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RAUS AUS DER ARMEE
Willkommen beim Zivildienst!
Armee und Zivildienst | von Ruedi Winet | 01.02.2000

Wenn VBS-Chef Ogi seine Drohung wahrmacht und die Rekrutenschule tatsächlich auf sechs Monate ausdehnt (mit Profi-Ausbildnern und «Profi-Drill»), dürften sich viele Armeegegner freuen. Während sich bei rund drei Monaten RS noch viele sagten «diese Zeit werde ich schon überstehen», dürfte nun die Flucht aus dem Militär deutlich zunehmen. Nur noch Militärbegeisterte werden den «Schlauch» mitmachen wollen. Sprüche wie «Leerläufe sind out, Effizienz ist in» ändern nichts daran, dass ein Grossteil der Ausbildung im Militär für das praktische Leben völlig unnütz ist. Als echte Alternative dazu könnte sich ...

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KOLUMNE
Zivildienstkolumne
Armee und Zivildienst | von Ruedi Winet | 01.11.1999

Man sollte doch schon aus der Schule wissen, dass Spicken verboten ist!


An seiner Anhörung vor der Zivildienstbehörde nahm Z. einen Spickzettel zu Hilfe, um etwas nachzusehen. Darauf teilte ihm die Behörde per eingeschriebenem Brief mit, es sei ihm nicht gelungen, einen Gewissenskonflikt zwischen seiner religiösen Überzeugung und der Militärdienstpflicht glaubhaft darzulegen. Vertiefende Fragen zum Thema der vier Wahrheiten im Buddhismus habe Z. nur unter Zuhilfenahme von Notizen beantworten können. Es müsse „erwartet werden können, dass er seine Grundlagen kenne und auch mit eigenen Worten umschreiben könne". „Die ungenügende Umschreibung ...

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KOLUMNE
Zivildienstkolumne
Armee und Zivildienst | von Ruedi Winet | 01.11.1998

Die zivilen Ressourcen würden nicht mehr ausreichen, um die Flüchtlinge zu betreuen, bedauerte Bundesrat Arnold Koller. Deshalb müsse die Armee ran. Wären Zivildienstleistende nicht weit besser geeignet, Flüchtlinge zu betreuen? Viele haben sich in den letzten Wochen diese Frage gestellt. Bisher leisteten rund 60 Zivildienstler ihren Einsatz im Asylbereich. Der Zivildienst in seiner heutigen Form ist aber nur schlecht dafür geeignet, bei der Lösung akuter Probleme mitzuhelfen. Einerseits hat der Zivildienst keine eigenen Strukturen. Zivildienstleistende werden fast ausschliesslich in bestehenden Institutionen eingesetzt. Wer wo eingesetzt wird, hängt weitgehend von den Interessen der ...

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KOLUMNE
Zivildienstkolumne
Armee und Zivildienst | von Ruedi Winet | 01.09.1998

Rund 3500 Zivildienstgesuche sind seit der Einführung des Zivildienstes vor knapp zwei Jahren eingereicht worden, über 2000 Anhörungen wurden durchgeführt – die meisten Gesuchsteller wurden zugelassen. Rund 100’000 Tage Zivildienst sind seither geleistet worden. Für viele Schweizer, die sich mit dem Militärdienst schwer tun, hat die Einführung des Zivildienstes wesentliche Verbesserungen gebracht. Sie können heute zu ihrer Überzeugung stehen und etwas Sinnvolles tun. Zahlreiche Zivildienstinteressierte sind aber in eine neue Zwickmühle geraten. Das Gesetz erlaubt nur einer ganz bestimmten Gruppe von Menschen, Zivildienst zu leisten. Nur jene werden zum Zivildienst zugelassen, die ...

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LESERBRIEF
Zwangsdienst rentiert nicht
Armee und Zivildienst | von H. Frei | 01.07.1997

Die Schweiz hat fast hundert Jahre gebraucht, um einen Zivildienst einzuführen. Besser wäre es jedoch gewesen, niemanden zum Militär- oder Zivildienst zu zwingen. Wie Untersuchungen in Deutschland gezeigt haben, ist aus volkswirtschaftlicher Sicht, unter Berücksichtigung aller anfallenden Kosten, der Zivildienst so unwirtschaftlich wie jeder andere Zwangsdienst, hauptsächlich weil die Fähigkeiten der Zivildienstler meistens übergangen werden. Gerade in Pflegeberufen wäre es sinnvoller und auch wirtschaftlicher, regulär bezahlte, motivierte, ausgebildete Arbeitskräfte einzusetzen - gerade in dieser Zeit der hohen Arbeitslosigkeit. Die Löcher im sozialen Netz, verursacht durch Sparmassnahmen, lassen sich nicht mit vermeintlich ...

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KOLUMNE
Zivildienst stösst auf Interesse
Armee und Zivildienst | von Ruedi Winet | 01.07.1997

Neun Monate nach Einführung des Zivildienstes sind über 1800 Gesuche eingereicht. Derweilen kommen die Prüfungsausschüsse kaum nach mit ihrer Arbeit: Rund neun Monate muss derzeit ein Gesuchsteller warten, bis er angehört wird. Anfangs Mai präsentierte die Biga-Abteilung Zivildienst eine erste Statistik der Gesuche. Danach finden gegenwärtig pro Monat rund 80 Anhörungen statt, jedes siebte Gesuch wird abgelehnt. Die Ablehnungsgründe sind unterschiedlich, doch die meisten scheitern an schlechter Vorbereitung. Es empfiehlt sich deshalb weiterhin, vor der Einreichung eines Gesuchs eine Beratungsstelle für Militärverweigerung und Zivildienst aufzusuchen. Das Biga lehnt Gesuche besonders ...

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ANHÖRUNG VOR DER ZIVILDIENST-ZULASSUNGSKOMMISSION
Ein paar Fragen gefällig?
Armee und Zivildienst | von GSoA, Oli Rey | 01.11.1996

 

Seit dem 1. Oktober 1996 ist es soweit: in der Schweiz gibt es endlich einen Zivildienst. Die Freude darüber ist jedoch nicht uneingeschränkt. Bereits heute zeichnet sich ab, dass die Zivildienst-Willigen einen Spiessrutenlauf vor sich haben.

Um das Gewissen der zukünftigen Zivildienstleistenden zu prüfen, werden weder Aufwand noch Kosten gescheut. Mit einer 60köpfigen Zulassungskommission, präsidiert vom ehemaligen Oberst im Generalstab Anton Keller, haben die Verantwortlichen im Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (Biga) - allen voran der Leiter der Abteilung Zivildienst Samuel Werenfels (ebenfalls Offizier) - ein Gremium geschaffen, dass die sogenannte Gewissensprüfung durchf ...

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