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Zeitung 105 vom 01.11.2012:
1. Keinkrieg Zeitung

ÜBER ANTIAMERIKANISMUS ALS IDEOLOGIE
Wie man einen Krieg verkauft
Krieg und Frieden | von Arundhati Roy | 01.02.2002

Von Arundhati Roy, indische Politaktivistin und Schriftstellerin

Jene, die in den letzten Wochen Kritik an der amerikanischen Regierung geübt haben, wurden des Antiamerikanismus bezichtigt. Dieser Begriff erhält gegenwärtig die Weihen einer Ideologie. Gewöhnlich verwendet das amerikanische Establishment diese Bezeichnung, um seine Kritiker zu diskreditieren und ihnen ein (nicht völlig falsches, eher: ungenaues) Etikett zu verpassen. Sobald jemand als Antiamerikaner abgestempelt ist, kann der Betreffende damit rechnen, umstandslos verurteilt zu werden, und sein Argument wird im Aufschrei eines verletzten Nationalstolzes untergehen.

Was bedeutet Antiamerikanismus? Dass man nicht gern Jazz hört? Dass man gegen Meinungsfreiheit ist ...

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GSOA VORWORT ZUM IRAKKRIEG
Nein zum Krieg – für zivile Lösungen! - Editorial
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.02.2002

Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, dieses Editorial lesen, fallen im Irak vielleicht bereits Bomben. Denn es scheint klar, dass auch nach der Verabschiedung einer Resolution durch die UNO und der Entsendung von UNO-Waffeninspektoren in das bedrohte Land der geplante Krieg der USA nicht vom Tisch ist. Im Gegenteil: Die weiter verstärkten Truppenverschiebungen in Richtung Mittleren Osten bilden ein Damoklesschwert, das beim geringsten Anlass fallen soll.

Denn die Interessen der USA zielen nicht auf eine Verbesserung der politischen und humanitären Lage im Irak hin, sondern auf die Durchsetzung von wirtschaftlichen und strategischen Interessen. Der drohende Krieg gegen Irak ...

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