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KRIEG UND FRIEDEN
Der Protest geht weiter!
von GSoA | 01.05.03.

Der Krieg gegen den Irak ist nur eine Episode im «Krieg gegen Terrorismus» der USA und ihren Alliierten. Der Widerstand gegen diese Kriegspolitik und ihre verheerenden Folgen muss weitergehen - genau auch wie der Protest gegen die Kriegspolitik von anderen Staaten.

Die Redaktion der Zeitung «KeinKrieg» veröffentlicht darum hier einige Hinweise auf Aktionen und Aktivitäten gegen den permanenten Krieg. Weitere Informationen sind auf www.keinkrieg.ch und in der GSoA-Agenda zu finden.

Nein zum G8 - Nein zu Bush, Blair und Co.

Am G8-Gipfel wird, mit dem Treffen von Bush, Blair, Chirac und Co., der Krieg im Mittelpunkt der Gespräche stehen. Die während dem Krieg entstandenen Differenzen sollen geglättet werden, damit die Welt weiter aufgeteilt werden kann. Friedlicher Protest von der Strasse ist daher dringend notwendig:

  • Am Sonntag, 1. Juni 2003 werden in Nähe zu Evian Grosskundgebungen stattfinden. Vorgesehener Treffpunkt ist Sonntag, 10.00 Uhr beim Bahnhof Genf. 
  • Bereits im Vorfeld des Gipfels werden verschiedene Aktivitäten stattfinden. 
  • Am Freitag, 30. Mai 2003 organisiert attac in Genf eine Konferenz (u.a. mit Susan George und Jean Ziegler) zum Thema der sozialen, ökonomischen und militärischen Kriege. Infos unter suisse.attac.org
  • Die GSoA und andere Organisationen fordern die Soldaten, die ihren WK in Evian leisten müssen, auf, den Dienst zu verweigern. Weitere Infos  auf der GSoA Seite

www.boycottbush.ch - Informationen für KonsumentInnen

Unter www.boycottbush.ch ist seit Anfang Mai eine Homepage zu finden, die aufmerksam macht auf die Verstrickungen von Schweizer Firmen (oder internationalen Firmen mit Produkten, die in der Schweiz verkauft werden) mit der Regierung Bush. Die Seite listet diejenigen Firmen auf, die die Regierung Bush mit massgeblichen Spenden an die politische Macht gebracht haben und/oder vom Krieg gegen Irak direkt profitiert haben. Die Firmen werden aufgefordert, «sich öffentlich oder direkt bei der US-amerikanischen Regierung für eine Aussenpolitik einzusetzen, in der Menschenrechte, die Souveränität von Staaten, das Völkerrecht und die physische Integrität von Zivilpersonen vor wirtschaftlichen Interessen kommen».

Internationale Präsenz in Palästina / Israel

Die Strukturen und Dynamiken im palästinensischen Konflikt bringen ein Ausmass an Gewalt und Gegengewalt mit sich, von welcher die Zivilbevölkerung immer stärker betroffen ist. Friedenskräfte auf beiden Seiten sind marginalisiert und der Gewaltfreiheit als zentrale Möglichkeit, den Konflikt zu deeskalieren, fehlt der Raum.

Das internationale Programm zur Begleitung von MitarbeiterInnen von Kirchen und Menschenrechtsorganisationen wurde vom Ökumenischen Rat der Kirchen initiiert. In der Schweiz beteiligen sich verschiedene, im Konfliktgebiet engagierte Organisationen, wie mission 21, Heks, HorYzon und der cfd am Projekt. Mit der operationellen Durchführung ist Peace Watch Switzerland beauftragt. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Stärkung friedlicher, gewaltfreier Ansätze in beiden Gesellschaften, zur Stärkung von Friedenskräften und zum Schutz der Zivilbevölkerung.

Das nächste Vorbereitungsseminar findet vom 20.-22. Juni und 4./5. Juli in Solothurn statt. Informationen zum Projekt: HorYzon, Tel. 062 296 62 68, palestine@peacewatch.ch, www.peacewatch.ch

Studiencamp gegen Krieg

Der Service Civil International (SCI Schweiz) führt vom 27. August bist 10. September ein Studiencamp in der Gibsgrueb in Oberehrendingen durch. Das Camp richtet sich an Frauen und Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die sich gegen den Irakkrieg engagiert haben. Der SCI möchte damit ein Forum anbieten, um friedenspolitisches Wissen zu vertiefen, sich mit AntikriegsaktivistInnen aus dem In- und Ausland auszutauschen und Perspektiven für ein weiteres politisches Engagement zu entwickeln. Das Camp bietet Platz für sieben AktivistInnen aus der Schweiz und sieben aus dem Ausland. Während des Camps unterstützen die TeilnehmerInnen die Genossenschaft in der Umsetzung zweier Projekte: Die Wasserleitung einer Solaranlage soll verlegt und ein Werkstattraum ausgebaut werden. Der Studienteil und die handwerkliche Arbeit sollen in einem Gleichgewicht zu einander stehen.

Informationen zum no-more-war-camp gibt es beim SCI, Postfach 7855, 3001 Bern, 031 381 46 20. Teilnahmebedingungen sind: Mindestalter 18, Engagement gegen den Irakkrieg und Englischkenntnisse. Teilnahmegebühren: Einschreibegebühr: Fr. 80.-, Mitgliederbeitrag SCI: SFr. 50.-/80.-. Inbegriffen sind Kost und Logis. Infos zum SCI: www.scich.org

Fahnen gegen den Krieg - www.friedensfahnen.ch

Im Vorfeld und während des Krieges gegen Irak wurden in der Schweiz über 50 000 Fahnen aus den Fenstern gehängt. Viele von ihnen hängen noch immer. Jetzt können die Fahnen auch im Internet betrachtet werden. Seit Ende April ist ein Fotoalbum für entsprechende Bilder aus der ganzen Welt online. Die mehrsprachige Website zeigt Bilder von Friedensfahnen und verwandten Transparenten an Häusern, in der Landschaft oder an Kundgebungen. Zur Zeit sind rund 1100 Bilder online. Die meisten stammen aus der Schweiz, es sind jedoch bereits einige Bilder aus anderen Ländern vorhanden. Die Bilder werden von den Besuchern der Website selber hochgeladen und mit Angaben zu Land, Kanton, Ort und Strasse ergänzt. Mit einem einfachen Suchfeld können die Bilder nach diesen Kriterien angezeigt werden. Jedes Bild kann zudem bewertet und kommentiert werden. Die Website wurde von Olivier Oswald (31) aus Bern in Eigeninitiative ins Netz gestellt. Die Website hat keinen kommerziellen Hintergrund und wird durch den Autor in der Freizeit gepflegt.

Peace-Please: Friedensfestival in Winterthur

Am 14./15. Juni 2003 findet in Winterthur das zweite «Peace-Please»-Festival statt, das von der Gruppe «Globale Initiative» organisiert wird. Es werden Workshops, Musik, Theater, Filme, etc. zum Thema Krieg organisiert. Weitere Informationen gibts über Globale Initiative, Postfach 1837, 8401 Winterthur, Tel. 052 226 03 26. gi@globalinitiative.org, www.globalinitiative.org

Appel: Kein Schweigen gegenüber inakzeptablen Völkerrechtsverbrechen!

Der Appel des Centre Europe-Tiers Monde verlangt, dass die Schweiz formell erklärt, dass der Angriff auf Irak ein völkerrechtswidriges Verbrechen darstellt und die internationale Gemeinschaft zum Handeln auffordert. Weiter fordert er, Waffenverkäufe und militärische Kooperation mit den Besatzerstaaten einzustellen. Sie können den Aufruf mit einem Mail an cetim@bluewin.ch unterstützen. Bitte zumindest Vor- und Nachname angeben. Ein Formular kann auch auf www.cetim.ch ausgefüllt werden.

Thema: Krieg und Frieden
Typ: GSoA-Newspaper
Ausgabe: 109

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