Themen > Krieg und Frieden

KRIEG UND FRIEDEN
Liebesgrüsse aus Rüti bei Büren
von Andreas Weibel | 23.02.07.

In der letzten GSoA-Zeitung haben wir bei Samuel Schmid medizinische Probleme diagnostiziert. Die Symptome mehren sich und geben Anlass zu neuen Spekulationen.

 

 

Eigentlich würden wir ja gerne harte Debatten über die Zukunft der Schweizer Sicherheitspolitik lostreten. Aber unser Hauptkontrahent - Militärminister Samuel Schmid - entzieht sich aller Kritik. Wie soll man mit jemandem ernsthafte Auseinandersetzungen über die Perspektivenlosigkeit der Schweizer Armee führen, der sich selbst als James Bond sieht? So geschehen Ende des letzten Jahres im Nachrichtenmagazin FACTS. Ebenso wie 007 stehe er im unerbittlichen Kampf gegen die finsteren Mächte des Terrorismus. Bloss, dass Schmid lieber Weisswein statt geschüttelten Wodka-Martini trinke.

Sämi Schmid im Traumland...

Für sich allein betrachtet mag der bundesrätliche Vergleich ja belustigend sein, die Aussage steht jedoch in einer ganzen Reihe von öffentlichen Statements der absonderlichen Art. In der letzten Ausgabe der GSoA-Zeitung haben wir bei unserem obersten Militär deswegen schon ein akutes Nervenproblem vermutet.

Es gibt jedoch ein zweites Erklärungsmodell. Seit Jahren schon steckt das VBS tief in der Krise. Die traditionelle Verankerung der Armee im Volk ist schon längst Vergangenheit, das Parlament schmettert sämtliche Reformvorschläge ab, die Milizler proben den Aufstand und selbst die Berufsmilitärs mögen nicht mehr. Eigentlich müsste man ob dieser katastrophalen Situation meinen, Bundesrat Schmid stünde unter medialem Dauerfeuer und sein Rücktritt als Departementsvorsteher sei eine blosse Frage der Zeit. Aber nichts dergleichen ist zu beobachten. Weshalb ist das so? Weil alle mit Sämi Mitleid haben. Der gewiefte Kommunikator hat es - wie schon sein Vorgänger Adolf Ogi - verstanden, sich ein Image des behäbig-gemütlichen, sympathischen Berners aufzubauen, der zwar von der Sache wenig Ahnung hat, aber mit markigen Worten für Stimmung sorgt. Wer wollte ihm denn Böses verwerfen, dem Schützenvereins-Präsidenten, den es schon fast gegen seinen Willen ins Bundeshaus verschlagen hat?

Ha! Aber nun sind Schmids Tricks durchschaut! Helfen Sie uns mit, seine Strategie zu durchbrechen! Lesen Sie ab sofort keine Glossen wie diese mehr, sondern die viel wichtigeren Artikel nebenan!

Thema: Krieg und Frieden
Typ: GSoA-Newspaper
Kategorien: Satire
Ausgabe: 129

Share: