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KRIEGSMATERIAL-EXPORTE
Ruag: Knapp am "Public Eye Award" vorbei
von GSoA | 23.02.07.

(ac) Die bundeseigene Rüstungsfirma Ruag hat es unter die letzten drei Anwärter auf den "Public Eye Swiss Award" geschafft.

Dieser «Anti-Oskar» für besonders verantwortungslose Unternehmen wird jährlich von der Erklärung von Bern und Pro Natura anlässlich einer Gegenveranstaltung zum World Economic Forum (WEF) in Davos verliehen.

Die GSoA hatte die Ruag nominiert, da sie die europaweit grösste Herstellerin von Kleinkaliber-Munition ist. Jeden Tag sterben rund 1'000 Menschen durch solche Geschosse. Zudem produziert die Ruag Cluster-Munition, die ähnliche Folgen hat wie die mittlerweile geächteten Anti-Personenminen: Nicht explodierte Bombensplitter bleiben als Blindgänger liegen und stellen noch Jahre später eine Gefahr für die Zivilbevölkerung dar.

Gewonnen hat den wohl am wenigsten begehrten Preis der Schweizer Wirtschaftswelt schliesslich nicht die Ruag, sondern Novartis. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, sich mit allen Mitteln gegen die Produktion von erschwinglichen Generika des Krebs-Medikaments «Imatinib Mesylate» zu stemmen.

Thema: Kriegsmaterial-Exporte
Typ: GSoA-Newspaper
Kategorien: WEF
Ausgabe: 129

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