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NAHRUNGS-SOUVERÄNITÄT
Erfolgreicher Ostermarsch 2010
von Nina Regli | 20.05.10.

Seit über fünfzig Jahren setzen die Ostermärsche europaweit ein Zeichen gegen Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Zum achten Mal in Folge fand der Ostermarsch auch in Bern statt.

Zusammen mit Kirchen, weiteren Friedensorganisationen und Hilfswerken organisierte die GSoA auch den diesjährigen Ostermarsch, der unter dem Motto «Frieden auf den Feldern – Frieden auf dem Teller» stand.

Inmitten flatternder Friedensfahnen trafen sich mehr als 800 Menschen im Berner Eichholz. Nach einem berührenden musikalischen und thematischen Auftakt spazierte Gross und Klein bei frühlingshaftem Wetter der Aare entlang auf den Münsterplatz, wo die Schlusskundgebung mit der Simbabwerin Angelina Munzar und mit Irene Anex von der Bauerngewerkschaft Uniterre stattfand. Im Mittelpunkt der Reden standen das Recht auf Nahrung und die weltweit von kleinbäuerlichen Organisationen erhobene Forderung nach Ernährungssouveränität. Die Rednerinnen betonten, dass Hunger auch Gewalt bedeute und die Landwirtschaftspolitik demnach auch ein Teil der Friedenspolitik sei. Sie schilderten eindrücklich, wie Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit tagtäglich Opfer von Verdrängungskämpfen durch das Agrobusiness werden. «Wälder abzuholzen, um mit Agrotreibstoffen Autos zu ernähren, entzieht Menschen in Afrika die Möglichkeit, sich selber zu ernähren. Das Recht auf Nahrung wird auf dem globalen Marktplatz verschleudert», so Munzara in ihrer eindringlichen Rede.

Den Abschluss des Ostermarsches machte die elfköpfige Berner Band mit dem sinnigen Namen Traktorkestar und ihrer mitreissenden musikalischen Mischung aus Balkan-Folklore und Schweizer Heimatmusik. Dazu gab es Feines von den Emmentaler Bauernfrauen zu schmausen, ganz nach dem Motto «Eat local – think global. Essen wir lokal – denken wir global!»