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GLOSSE
Krieg der Geschlechter
von Daniela Fischer | 01.07.14.

Die Propaganda im Ersten Weltkrieg war derart erfolgreich, dass es nichtverwundert, wenn sich das «starke Geschlecht» massenweise in die Salventreiben liess. Währenddessen unterwarfen sich die Frauen unreflektiert und besinnungslos der von Männern dominierten Politik. Sie reisten zu Hauf als Kriegskrankenschwestern an die Front, um die Verwundeten zu pflegen, richteten sogenannte «Labedienste» für die vorbeiziehenden Soldaten ein und boten Kochkurse für die von Verzicht geprägte Kriegsküche an. Dabei waren vor allem die Suffragetten doch tatsächlich der Überzeugung, aus freien Stücken zu handeln, wenn sie «selbstbestimmt» ihre Arbeit in der Waffenindustrie annahmen und Tätigkeiten erlernten, die den Männern vorbehalten waren. Zwischen 1914 und 1918 gab es zwar einen massiven Anstieg von Frauen in Männerberufen, jedoch bemühte mann sich auch tunlichst, diese unliebsamen Veränderungen nach dem Krieg wieder rückgängig zu machen. Da half es natürlich, dass die vielen Frauenstimmrechtlerinnen ihren Kampf zu Gunstendes Krieges auf Eis gelegt hatten. Es ist herrlich, wenn es eine einfache und unveränderliche


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