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ABRÜSTUNG
Blockade der Atomwaffenfabrik AWE
von Nora Komposch, Jannik Böhm | 09.06.15.

Am 2. März 2015 fand in Burghfield (UK) eine grosse Blockadeaktion der Atomwaffenfabrik AWE (Atomic Weapons Establishment) statt. Mehrere hundert AktivistInnen aus ganz Europa beteiligten sich an der gewaltfreien direkten Aktion. Als Mitglied des European Antimilitarist Network war auch die GSoA vor Ort.

Grossbritannien entscheidet zurzeit über die Erneuerung der nuklearen Erstschlagswaffen Trident für 100 Milliarden Pfund. Im englischen Burghfield werden atomare Sprengköpfe hergestellt, deren Sprengkraft achtmal stärker ist als jene, die Hiroshima und Nagasaki praktisch auslöschten. Würden diese Sprengköpfe detonieren, ob willentlich oder durch einen Unfall, könnten sie einen atomaren Winter auslösen. Dass sich dagegen Widerstand regt, ist richtig und wichtig.
Die AktivistInnen ketteten sich mit Röhren aneinander und blockierten so die Zufahrtsstrassen zur Fabrik. Obwohl eine vollständige Blockade aufgrund der hohen Polizeipräsenz nicht gänzlich gelang, war die Aktion doch ein grosser Erfolg: Es gab keine Verhaftungen, keine Verletzte und ein grosses internationales Medienecho.

Die Blockadeaktion war der Auftakt zu einem ganzen Aktionsmonat gegen die nukleare Aufrüstung. Organisiert wurde dieser von Action AWE, einem Kampagnenbündnis, welches sich seit 2012 gegen die Erneuerung von Trident einsetzt. Das diesen Monat neu gewählte britische Parlament wird über die Erneuerung von Trident entscheiden. Ob der Druck für eine Ablehnung ausreicht, wird sich zeigen.

Thema: Krieg und Frieden
Typ: GSoA-Newspaper
Kategorien: Atomwaffen
Ausgabe: 162

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