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DIESER BERICHT VERSCHWEIGT NICHTS!
219,3 Unterschriften pro Tag und andere nackte Tatsachen:
von GSoA | 01.03.99.

An den aussergewöhnlichen Schneemengen konnte es ja nicht liegen. Auch waren die SammlerInnen nie eingeschneit. Noch wurden hunderte von Unterschriftenbogen von einer Lawine verschüttet. Es muss einfach am nasskalten Wetter gelegen haben, dass nach den intensiven Sommer- und Herbstmonaten Sammelflaute war, dass seit dem Erscheinen der letzten Nummer dieses Blattes nur 10'000 Unterschriften im Computer verbucht wurden. Bis zum 18. Februar konnten 70'624 Unterschriften für die ZFD-Initiative und 68'760 für die SoA-Initiative gezählt werden. Davon sind jetzt immerhin 55'081 (ZFD) und 53'432 (SoA) beglaubigt; eine grosse Beglaubigungsaktion steht unmittelbar bevor. (Die bei dieser Gelegenheit aus den Gemeindestuben entweichenden Amstsschimmel fangen wir für Sie in der nächsten Nummer der GSoA-Zitig ein.)


Geheimnisse der Statistik
Hochrechnungen unseres Bordcomputers sagen voraus, dass von den bis heute (18. Februar) gesammelten Unterschriften 63'834 gültig sein werden. Wir müssen also noch 36'166 gültige Unterschriften haben; bei einer Ungültigkeitsquote von (pessimistischen) 15 Prozent (bisher waren neun Prozent ungültig) macht das 42'549 noch zu sammelnde Unterschriften. Über die verbleibende Sammelzeit (die letzten zwei Wochen vor der Frist nicht mitgerechnet) verteilt ergibt das genau 219,3 Unterschriften pro Tag. Wer jetzt vor Schreck erbleicht, dem/der ist wahrscheinlich nicht bewusst, dass wir bisher täglich 208,9 Unterschriften pro Tag gesammelt haben. Nicht alle diese Unterschriften wurden auf der Strasse gesammelt. Regelmässig liegen in unserem Postfach Bogen, die von unermüdlichen (meist) Unbekannten eingesandt werden. Ab heute braucht es nur zehn Unterschriften pro Tag mehr!


Unanständige Verhältnisse
Wir wollen jetzt nicht schon wieder über die Ostschweiz und die Innerschweiz (Ausnahme Luzern) jammern. Schliesslich hat auch ein so volksreicher Kanton wie Aargau erst 3100 (ZFD) Unterschriften beigesteuert. Hätten alle Gemeinden nach dem Vorbild von Neuchatel ihre Unterschriftenzahl vom November bis Februar um 53 Prozent erhöht, könnten wir bald die Hände in den Schoss legen. Haben sie aber nicht. In Freienbach (SZ) zum Beispiel haben erst 18 Menschen die Armeeabschaffungsinitiative unterzeichnet. Diese Zahl verhält sich wohl umgekehrt proportional zur Höhe der aus dem Kanton Zürich geflüchteten Steuern. Von Goldach (SG) haben wir gar nur acht Unterschriften. Wie es dort mit den Steuern steht, weiss ich nicht.


Noch Fragen?
Eines ist jetzt selbst bei trübem Wetter sonnenklar: Wir müssen die kommenden Monate noch intensiver nutzen, als wir es für möglich halten. Wer bisher auch nur eine Unterschrift für die Initiativen gesammelt hat, der/die hat alles Interesse daran, dass sie zustandekommen. Und diejenigen, die noch keinen Kugelschreiber gerührt haben, denen geben wir noch eine Chance dabeizusein: Unterschriftenbogen können bei GSoA, Postfach, 8031 Zürich bestellt werden. Anruf genügt: 01 273 01 00, und wenn Sie faxen machen: 01 273 02 12, oder statt snail mail e-mail benutzen: gsoa@gsoa.ch;

Thema: Armee und Zivildienst
Typ: GSoA-Newspaper
Kategorien: GSoA
Ausgabe: 79

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