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AUSBILDUNG ZUM FRIEDEN
ZFD konkret
von Renate Schoch | 01.02.00.

Friedensausbildung ist ein zentraler Punkt unserer Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst. Das Schweizerische Ökumenische Friedensprogramm (SÖF) macht vor, wie es gehen könnte.

Oft ist die Rede von zunehmender Gewalt – und von der Suche nach gewaltfreier Konfliktregelung. Das SÖF, ein Netzwerk von christlichen Gemeinschaften, Hilfswerken und unabhängigen Friedensorganisationen, bietet dazu einen Bildungslehrgang an. Die Ausbildung will praxisorientiert zum aktiven Eingreifen in Konflikt- und Gewaltsituationen ermutigen und befähigen.

Vor kurzem konnten die ersten AbsolventInnen des Pilotkurses der Ausbildung für Friedensarbeit und Konfliktlösung ihr Zertifikat entgegennehmen. Die Themenbereiche der vier Blockwochen und drei Begleitwochenenden des Kurses waren: eigenes Verhältnis zur Gewalt, Gewaltfreiheit und Konfliktverhalten, Dynamik von sozial-politischen Konflikten und deren Lösungen, die Rolle von Dritt-Parteien, Eingreifen und Vermitteln, interkulturelle Konflikte, Gender-Aspekte. Die praktische Umsetzung des Erlernten in einem Projekt war wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Die Palette reichte von der Durchführung von Friedensveranstaltungen im Quartierzentrum über das Engagement als Menschenrechtsbeobachterin bis zur Auswertung einer Gemeindepartnerschaft zwischen der Schweiz und Ex-Jugoslawien.

Der zweite Ausbildungsgang für Friedensarbeit und Konfliktlösung beginnt im Juli 2000 und dauert bis Juni 2001. Ein Informationstreffen findet am 10. März in Zürich statt.

Das Kursprogramm und nähere Informationen sind erhältlich beim

Sekretariat SÖF,
Postfach 11,
5015 Niedererlinsbach,
Tel./Fax 062/844 39 07

 

Thema: Krieg und Frieden
Typ: GSoA-Newspaper
Kategorien: Ziviler Friedensdienst
Ausgabe: 84

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