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ABSTIMMUNG IST OFFEN
Junge sind laut SSR SRG ideé suisse Umfrage für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten
von GSoA | 23.10.09.

Das Rennen ist offen - die Abstimmung zum Verbot von Kriegsmaterialexporten wird knapp ausfallen, wie die Umfrage der SRG SSR idée suisse zeigt. Und die Umfrage enthüllt einen interessanten Aspekt: Ein grosse Mehrheit der Jungen will in Zukunft in einer Schweiz leben, die sich nicht am Krieg bereichert (47 Prozent der Stimmbürger unter 40 Jahren sagen JA, nur 22 Prozent Nein).
 
Für die GSoA zeigt die Umfrage, dass es sich lohnt, die Bevölkerung über die unhaltbare Ausfuhr von Kriegsmaterial aufzuklären. In der Deutschschweiz, wo die GSoA bisher ihre Kampagne intensiver geführt hat, besteht laut der Umfrage eine Patt-Situation. Dies ist ein besseres Umfrageresultat als in der Westschweiz, obwohl die französischsprachige Schweiz in der Vergangenheit einem Exportverbot für Kriegsmaterial positiver gegenüberstand.

Für die GSoA zeigt sich, dass heute viele Menschen nicht einverstanden sind, dass Schweizer Waffen in diversen Konflikten eingesetzt werden. Auch Waffenlieferungen an Länder wie Pakistan oder Saudi-Arabien, welche zu den Hauptabnehmern von Schweizer Waffen gehören, missbilligen viele Stimmberechtigte. "Kriegsmaterial-Lieferungen an Folterstaaten und Diktaturen gehören nicht zum Selbstbild der Schweiz", kommentiert Tom Cassee. "Das Umfrageresultat spornt uns an, die Kampagnen-Anstrengungen zu intensivieren und die Menschen zu informieren, in welchen Kriegen Schweizer Waffen zum Einsatz kommen", meint Adi Feller.