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AFGHANISTAN BRAUCH KEINE NEUE BESATZUNG
Breites Bündtnis ruft auf zu Kundgebung gegen den Krieg auf
von GSoA | 11.10.01.

Gesamtschweizerische Kundgebung
«Stoppt den Krieg: für globale Gerechtigkeit!»
Samstag, 13. Oktober, Besammlung: 15 Uhr, Schützenmatte


Sehr geehrte Medienschaffende

An einer Medienkonferenz im Käfigturm in Bern, rief das «Bündnis gegen Krieg und Terror» heute zu einer von der Polizei bewilligten nationalen Kundgebung auf dem Berner Bundesplatz unter dem Titel «Stoppt den Krieg: für globale Gerechtigkeit!» auf.

Im Aufruf für die Kundgebung, der trotz der kurzen Mobilisierungszeit von nur zweieinhalb Tagen von bisher 44 Organisationen (Stand, 11. Oktober, 16 Uhr) unterstützt wird, verurteilt das Bündnis die terroristischen Anschläge vom 11. September ebenso wie den Krieg der US-Regierung gegen Afghanistan und die neusten, von der US-Regierung bzw. von der Terrororganisation Al Qaida ausgesprochenen Drohungen gegen weitere Länder und Ziele. Den gesamten Aufruf erhalten Sie im Anhang, ebenso verschiedene Wortbeiträge der heutigen Medienkonferenz. Franco Cavalli konnte nicht persönlich an der Medienkonferenz teilnehmen, hat aber seine Intervention schriftlich eingereicht.

Mit der Kundgebung fordert das Bündnis:

  1. Von der US-Regierung und ihren Verbündeten die sofortige Einstellung des Angriffs auf Afghanistan, und den Abzug der Truppen aus der Konfliktregion.
  2. Von der internationalen Gemeinschaft ein humanitäres Notprogramm für die Kriegsflüchtlinge und für die sechs Millionen von Hunger bedrohten ZivilistInnen in Afghanistan.
  3. Vom Bundesrat eine eindeutige Distanzierung von den Kriegsaktionen der USA und ihren Verbündeten. Die Schweiz darf diesen Krieg in keiner Art und Weise unterstützen und insbesondere ihren Luftraum nicht für entsprechende militärische Flüge öffnen.
  4. Bundesrat und Parlament sollen davon Abstand nehmen, unter dem Vorwand der «Terrorbekämpfung» demokratische Rechte in Frage zu stellen, den Staatsschutz auszubauen, die Asylpolitik zu verschärfen oder die Armee zum Schutz angeblich gefährdeter Einrichtungen einzusetzen.
  5. Die Schweiz muss sich mit aller Energie für eine politische Lösung von Konflikten einsetzen und langfristig eine gerechtere Verteilung des Wohlstands und der Lebenschancen weltweit anstreben. Als ersten Schritt fordern das Bündnis einen unilateralen Schuldenerlass der Schweiz für die Länder der 3. Welt.

Wortbeiträge

Paolo Gilard, Annemarie Sancar, Franco Cavalli, Hubert Zurkinden, Peter Streckeisen

Als Bündnis gegen Krieg und Terror rufen zur Kundgebung auf (Stand 11.10.01, 15 Uhr):
Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA), Christlicher Friedensdienst cfd, Solidarités Genf, Waadt und Neuenburg, Frauen für den Frieden Schweiz, SGA Zug, Grünes Bündnis Bern, Junge Alternative, Schweizerische Friedensbewegung, Centrale Sanitaire Suisse (CSS Zürich), Schweizerischer Friedensrat, Direkte Solidarität mit Chiapas, Globale Initiative, Centre Europe Tiers-Monde (Cetim), Europäische Kooperative Longo maï, C.E.D.R.I., Europäisches BürgerInnenforum, Anti-WTO Koordination Bern, attac Schweiz, Partei der Arbeit der Schweiz, POP/Gauche en mouvement, Grüne Partei Schweiz, Centre Martin Luther King (CMLK), Parti Socialiste du Valais-Romand, Solidarietà Ticino, JUSO Schweiz, International Peace Bureau (IPB), Humanistische Partei, phase 1, Alternative Liste, Vereinigung Schweiz-Kuba, SoAL/Solidarität Basel, Schweizerisches ArbeiterInnenhilfswerk (SAH), Gewerkschaft comedia, Kutüsch, augenauf Bern, Zentralamerika-Sekretariat, Friedenjetzt, Association Suisse des Amis du Monde Diplomatique, Marche mondiale des femmes, Theologische Bewegung für Solidarität und Befreiung, Service Civil International