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KEIN VERSTÄNDNIS
UNICEF-Schweiz soll sich von Elsbeth Müllers Aussagen distanzieren!
von GSoA | 28.04.03.

Sehr geehrte Medienschaffende
Wir bitten Sie folgenden Sachverhalt in Ihre Berichterstattung aufzunehmen: Im Zischtigsclub vom 15.4. trat die Geschäftsführerin von UNICEF-Schweiz, Elsbeth Müller, auf der Seite derjenigen "die für den Krieg zumindest Verständnis haben" auf. Ihr Auftritt hat verschiedene friedenspolitische Organisationen verwirrt. Wieso tritt eine Vertreterin von UNICEF-Schweiz für einen Krieg auf, der von der UNO abgelehnt wird? Wir fordern deshalb UNICEF-Schweiz in einem offenen Brief, der heute verschickt wurde, auf, sich von ihrer Geschäftsführerin zu distanzieren.

Offener Brief an UNICEF-Schweiz:
UNICEF-Schweiz soll sich von Elsbeth Müllers Aussagen distanzieren!

Sehr geehrte UNICEF-Schweiz-Verantwortliche
Als friedenspolitische Organisationen, die gegen den völkerrechtswidrigen Irak-Krieg eng mit Hilfswerken zusammenarbeiten, sind wir höchst befremdet über den Auftritt der UNICEF-Schweiz-Geschäftsführerin im Zistigsclub vom 15. April 2003. Elsbeth Müller war in den Worten des Diskussionsleiters Ueli Heiniger eingebettet "in die Front derjenigen, die mindestens Verständnis hat für den Krieg." Die UNICEF-Schweiz-Vertreterin legte sich ausschliesslich mit Franziska Teuscher, Vertreterin der Friedensbewegung, und dem irakisch-schweizerischen Filmemacher Samir an. In keinem Wort setzte sie sich von den beiden wohl wichtigsten medialen Kriegsverteidigern Roger Köppel (Weltwoche) und Hansrudolf Kamer (NZZ) ab. Sehr befremdlich war es, als Müller Bushs und Blairs Vorgehen mit dem Argument rechtfertigte, das Embargo hätte zu viele Opfer gekostet. Besonders fragwürdig war Müllers Aussage, die Glaubwürdigkeit der Friedensbewegung lasse sich am "Spendenfluss für die UNICEF" messen. Wir können nicht verstehen, warum UNICEF-Schweiz öffentlich für einen von der UNO abgelehnten Krieg auftritt. Wir fordern von der UNICEF Schweiz eine öffentliche Erklärung zum Auftritt ihrer Geschäftsführerin im Zistigsclub.

Dieser offene Brief wird unterstützt von: Besinnung statt Krieg; Comedia Schweiz; Gesellschaft Schweiz Palästina; Gewerkschaft Bau und Industrie GBI; Gewerkschaft SMUV; Grüne Partei der Schweiz; Grünes Bündnis Bern GB; Grüne Stadt Zürich; Gruppe Schweiz ohne Armee GSoA; INWO Schweiz; Junge Alternative JA!; JUSO Schweiz; Menschenrechte Schweiz; Partei der Arbeit PdA; Partito della Rifondizione Comunista; Vereinigung Schweiz-Vietnam;

Thema: Krieg und Frieden
Typ: Press releases
Kategorien: Irak

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