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AUFHEBUNG DER WEHRPFLICHT
Die Sinnkrise der Armee ruft nach Antworten
von GSoA | 10.03.10.

Das heutige Interview mit Armeechef Blattmann zeigt einmal mehr deutlich, dass die Armee in der tiefsten Sinnkrise seit Jahrzehnten steckt. Ein "Auftrag" der Armee ist nicht in Sicht - doch statt den Verzicht auf die allgemeine Wehrpflicht zu thematisieren, werden unausgereifte Dienstmodelle erfunden.

Die von der Armee skizzierten Bedrohungsszenarien zeigen, wie tief ihre Sinnkrise ist. Wenn die Szenarien aus Archivbränden, Katastrophenhilfe in Europa und der Angst vor "Flüchtlingsströmen" aus Griechenland bestehen, wird deutlich: Es ist unnötig und sinnlos, jährlich mehrere Milliarden Franken für eine Armee auszugeben. Diese Mittel müssen stattdessen für zivile Katastrophenprävention und -bewältigung investiert werden.

Weder ein Pikett-WK, noch kürzere Wiederholungskurse lösen das Problem der massiven Überbestände der Armee. Nur die Aufhebung der Wehrpflicht kann dieses Trauerspiel endlich beenden. GSoA-Sekretärin Rahel Ruch meint: "Es ist kein Zufall, dass kurze Zeit nach der Ankündigung einer möglichen GSoA-Initiative zur Aufhebung der Wehrpflicht, die Armee einen Bericht über neue Dienstmodelle ankündigt." Denn die Armeeführung realisiert langsam, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher.

Blattmann sagt in anderem Zusammenhang: "Mit mir kann man über alles diskutieren." GSoA-Sekretär Adi Feller meint dazu: "Diskutieren wir also endlich die Frage der Aufhebung der Wehrpflicht, alles andere ist Symptombekämpfung."


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