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PRESSEKONFERENZ DER WEHRPFLICHT-BEFÜRWORTERINNEN
Wehrpflicht – Eine national-konservative Illusion
von GSoA | 09.08.13.

Die Gegner der Initiative „Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht!“ haben heute an einer Medienkonferenz ihre Kampagne vorgestellt.

Die Gegner der Initiative behaupten, dass die Initiative das  „Erfolgsmodell“ der Schweiz zerstöre. Dieses Erfolgsmodell ist jedoch die freiwillige Miliz. Auf allen Ebenen unserer Gesellschaft 

engagieren sich freiwillige Männer und Frauen, sei dies im Turnverein, in der Politik oder Zuhause in der Familie. Die Wehrpflicht hingegen zementiert veraltete Rollenbilder und verursacht immense Kosten. Ausserdem ist die Allgemeine Wehrpflicht eine Illusion, die es nur noch auf dem Papier gibt.  Von den rund 40 000 wehrpflichtigen jungen Männern beginnen etwa 60  Prozent eine Rekrutenschule. Weniger als die Hälfte der Soldaten, etwa  27 Prozent aller Wehrpflichtigen, leisten alle Militärdiensttage. Zudem  gibt es beträchtliche Unterschiede unter den Kantonen.

Die Behauptung, dass der Katastrophenschutz gefährdet sei und damit  Land und Bevölkerung, stimmt schlicht nicht. Die Armee leistete in den letzten zehn Jahren durchschnittlich pro Jahr gerade mal 0.06 Prozent der  6 Millionen Diensttage für den  Katastrophenschutz. Der Katastrophenschutz könnte viel effizienter organisiert werden als in der momentanen chaotischen Arbeitsteilung zwischen Zivilschutz und Armee. Als Beispiel sei auf das Technische Hilfswerk in  Deutschland verwiesen, dass neben einem kleinen professionellem Kern auf  Freiwillige aufbaut und seit über 60 Jahren erfolgreich bei Katastrophen hilft.

Besonders fragwürdig ist die Feststellung von Corina Eichenberger, dass mit der  Aufhebung der Wehrpflicht der Zivildienst gefährdet wäre. Im Parlament ist ein Vorstoss von Corina Eichenberger hängig, welcher die Zulassung des Zivildienstes weiter verschärfen will. Die GSoA will den Zivildienst nicht länger solchen Angriffen aussetzen und ihn darum als eigenständigen Dienst in der Verfassung festschreiben.

Fakt ist, ohne die Aufhebung der Wehrpflicht ist keine Diskussion über  echte Reformen möglich. Eine Annahme der Volksinitiative «Ja zur  Aufhebung der Wehrpflicht!» wäre der Startschuss für jene tiefgreifende  Reform, die durch die Wehrpflicht und wegen der mit ihr verbundenen  Vorstellungen bis anhin verhindert worden ist. Dies versucht das Gegnerkomitee mit ihrer puren Angstmacherei zu verhindern. Für Mediensprecher Nikolai Prawdzic ist klar: „Der Erfolg der Schweiz baut nicht auf Zwang und der „Männerschule Armee“ auf, sondern auf selbstständig denkenden und handelnden Menschen, die sich über ihre Eigeninteressen hinaus für die Gesellschaft engagieren.“


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