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FINANZIERUNG VON KRIEGSMATERIAL
Volksinitiative “Für ein Verbot von Luzerner Kriegsgeschäften“ gesammelt!
von GSoA | 21.09.16.

Heute Nachmittag reichten Aktivistinnen und Aktivisten von JUSO und GSoA über 800 Unterschriften für die Initiative „Für ein Verbot von Luzerner Kriegsgeschäften“ bei der Stadtkanzlei Luzern ein. Mit der Initiative dürfte die Pensionskasse Luzern in Zukunft nicht mehr in Atomwaffen und Streumunition investieren.

Innerhalb der Sammelfrist gelang es dem Komitee gegen Luzerner Kriegsgeschäfte, die benötigten 800 Unterschriften für ihre Initiative zu sammeln. Im Initiativkomitee sind auch die Grünen und die SP vertreten. Während der Sammelphase wurde klar, dass viele Luzernerinnen und Luzerner nicht verstehen, dass ihre Pensionskasse auch Geld bei Konzernen anlegt, welche verbotenes Kriegsmaterial wie z.B. Atomwaffen herstellen. Magdalena Küng, GSoA-Sekretärin, meint: „Diese Initiative soll der Pensionskasse Luzern helfen, um funktionierende Ausschlusskriterien zu definieren und Ethik-Richtlinien zu erstellen. Es kann und darf nicht sein, dass mit städtischen Rentengeldern Atomwaffen finanziert werden“.
 
Bei einem Gesamtvermögen von mehr als 1,3 Milliarden Franken investiert die Pensionskasse Luzern gemäss Berechnungen und Vergleichswerten mit anderen Pensionskassen mehrere Millionen Franken in die Rüstungsindustrie. Genaue Zahlen liegen nicht vor, da auch eine entsprechende Interpellation im Grossen Stadtrat entscheidende Fragen offen liess. Linus Petermann, Präsident der JUSO Stadt Luzern, fordert Transparenz: „Verschiedene Pensionskassen wie z.B. die Berner oder Zürcher Pensionskasse haben ihren Anteil an der Rüstungsindustrie offengelegt. Die Pensionskasse der Stadt Luzern muss dies spätestens jetzt auch tun. Atomwaffeninvestitionen sind ökonomisch und sicherheitspolitisch definitiv keine nachhaltigen Anlagen.“ 

Hier finden Sie ein Bild der Einreichung:
http://gsoa.ch/media/medialibrary/2016/09/DSCF1720.JPG