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ARMEEPROPPAGANDA
Clown-Army an der Olma
von GSoA | 21.10.06.

Mit einem Grossaufmarsch an der OLMA verlieh die Clown-Army ihrer Forderung Nachdruck, die Landesverteidigung im Sinne des entwaffnenden Gelächters umzubauen. Präventive Erstschläge auf die Zwerchfellmuskulatur sind die beste Verteidigung!

Eine der verantwortungsvollsten Aufgaben der Schweizer Armee besteht bekanntlich darin Geld zu verschwenden. Durch langjährige Erfahrung ist die Armee darin bereits sehr geübt. So wurde an der OLMA wieder einmal eine günstige Gelegenheit beim Schopf gepackt um 700'000 Franken an Steuergeldern auf den Kopf zu hauen. Nein, das Geld wurde nicht versoffen, wie man meinen könnte. Es wurde in eine Sonderschau investiert, um die Schweizer Armee so zu zeigen, wie sie eben ist: Sinnlos!

Unerwartete Konkurrenz erwuchs dem VBS aber am zweitletzten Tag der Messe, am Samstag dem 21.Oktober. Die Clown-Army besuchte die Ausstellung um sich ein eigenes Bild von der Armee zu machen, deren legendärer Ruf der Lächerlichkeit immer weitere Kreise erreicht. Schliesslich muss die Clown-Army um ihre Existenzberechtigung fürchten, solange die Schweizer Armee ihren Ruf weiter festigt. Den Kinderspielplatz mit den grossen Panzern, das Bistro Militaire, die Propagandastände mit Filmchen; all dies nahmen die Clowns mit Verwunderung zur Kenntnis. Mit ihren Konfettis, Luftschlangen, Seifenblasen, Rauchbomben, Wasserpistolen und jeder Menge Lärm taten sie ihr möglichstes, um die militaristische Atmosphäre etwas aufzulockern.

Die Clowns verteidigten ihr legitimes Anliegen für ihre eigene Armee Propaganda zu machen. Wenn die Olma zum Armeeforum wird, dann sollen sich wenigstens verschiedene Armeemodelle präsentieren dürfen. Die Clown-Army bewaffnet sich mit Seifenblasen statt Gewehren, sie spielt improvisiertes Getröte statt Marschmusik, der Logik der "militärischen Befreiung" hält sie das befreiende Gelächter entgegen. Ideen um Geld zu verschwenden bestehen bereits. Die heute verwendeten Konfettis waren von minderer Qualität. Die besten Konfettis werden halt aus Tausendernoten gemacht. Man stelle sich vor, die Schweizer Armee wird abgeschafft und die Clown-Army übernimmt die freiwerdenden Gelder: Eine unendliche Konfetti-Schlacht könnte stattfinden, bis das ganze Land darin versinkt. Heissaho!

Verblüfft nahmen die Clowns zur Kenntnis wie das VBS mit seiner Propagandamaschinerie versucht Militär und Kriegsmaterial zu verharmlosen und seine Verschleuderung von Steuergeldern schönzureden. Die Forderungen der Clown-Army sind hingegen klar und deutlich: Weg mit der Schweizer Armee! Weg frei für die Clown-Army! Weg mit Kriegsmaterialexporten! Weg frei für Seifenblasenexport!

Mit freundlichen Grüssen
Schämdi Smid, Vorsteher Departement für Volksverarschung, Blödsinn und Spass (VBS)
Unterstützt von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), aktiv-unzufrieden, JUSO und Einzelpersonen


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