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ERHÖHTE PRÄSENZ DER MILITÄRPOLIZEI AN BAHNHÖFEN UND IN ZÜGEN
Militarisierung des öffentlichen Verkehrs
von GSoA | 08.04.10.

Wie das VBS am Dienstag mitteilte, wird die Präsenz der Militärpolizei in Bahnhöfen und Zügen erhöht. Ziel der vermehrten Kontrollen sei es, das Erscheinungsbild der Armee zu verbessern.

Beruhigenderweise sollen die mit Pistole, Schlagstock und Pfefferspray bewaffneten Militärpolizisten, laut Armeesprecher Christoph Brunner nur dann gegen Zivilpersonen vorgehen wenn „eine unmittelbare Gefährdung offensichtlich oder die Betriebssicherheit des Bahnverkehrs augenfällig gestört ist.“

Was mit dieser total schwammigen Formulierung nun gemeint ist bleibt genauso offen, wie die Frage wessen Sicherheit durch mehr Waffen im öffentlichen Verkehr erhöht wird.

Unzählige zusätzliche Waffen, vor allem Pistolen und Pfefferspray, an solch stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen und Zügen, wo sich auf engstem Raum unzählige Menschen aufhalten, sind ein grosses und unnötiges Sicherheitsrisiko für alle und tragen sicher nichts zu einer höheren Sicherheit der Fahrgäste bei.

Wenn Rekruten und Soldaten in Zügen und Bahnhöfen durch Alkoholkonsum und ihr Verhalten auffallen, ist dies ein weiterer Indikator dafür, dass sich die Armee in einer tiefen Sinnkrise befindet die längst bei jedem einzelnen Dienstpflichtigen angelangt ist. Ein weiterer Beweis, dass es an der Zeit ist die Wehrpflicht aufzuheben.

Die vermehrten Kontrollen führen zu einer Militarisierung des öffentlichen Verkehrs.   Es scheint eine weitere Massnahme von Armeechef Blattmann zu sein, mit der krampfhaft nach neuen Aufgaben für die Armee gesucht wird, diesmal auf Kosten der Sicherheit aller Fahrgäste.

 


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