Themen > Armee und Zivildienst > GSoA-Zeitung

Armee und Zivildienst: Texte aus der GSoA-Zeitung

ZIVILER FRIEDENSDIENST
Friedfertig statt friedhöflich...
Armee und Zivildienst | von Renate Metzger-Breitenfellner | 01.09.2001

«Der zivile Friedensdienst bietet (...) eine Grundausbildung an, die Wissen und Praktiken gewaltfreier Konfliktbearbeitung vermittelt. Sie (...) steht allen in der Schweiz wohnhaften Personen offen.» So steht es in der Initiative für einen zivilen Friedensdienst. Wie könnte das funktionieren?


«Ich habe in den letzten Wochen eine neue Streitkultur entwickelt - und erkannt, dass sie die Voraussetzung ist dafür, dass sich echter Frieden einstellen kann», sagt Antonia Kofmel aus Deitingen (Solothurn). Sie ist allein erziehende Mutter und Primarlehrerin und hat kürzlich in Luzern das Zertifikat der Ausbildung für Friedensarbeit und Konfliktlösung erhalten. Ein Jahr lang hat sich Kofmel ...

weiterlesen

ABSTIMMUNG
Feindlos unglücklich
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.09.2001

Der Entwurf des Armeeleitbildes XXI liegt auf dem Tisch. Die Russen taugen endgültig nicht mehr als böser Feind. Neue Bedrohungen wie Migrationsbewegungen oder die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen müssen her. Und weil diese für eine Armee von 200'000 Mann zu wenig Arbeit liefern, kommt der Einsatz im Innern und die Schnüffelarmee wieder in Mode

In einem Punkt geht die GSoA mit dem Bundesrat einig: Die Sicherheitspolitik der Schweiz ist reformbedürftig und der militärpolitische Status Quo unhaltbar. Die Ausrichtung der vorgeschlagenen Armeereform lehnt die GSoA in ihrer Vernehmlassungsantwort hingegen ebenso entschieden ab. Mit dieser ...

weiterlesen

ABSTIMMUNG
Armeefrei im dritten Jahrtausend
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.09.2001

12 Jahre sind es seit der ersten Initiative zur Armeeabschaffung. Die GSoA ist eine andere, die Schweiz ist eine andere, sogar die Schweizer Armee, die damals einen gehörigen Schock erlitt, ist eine andere geworden. Aber erst recht im Wege. Darum: Besser armeefrei im dritten Jahrtausend!

Nerven sind blankgelegen, Fakten in letzter Minute vershreddert worden, Pressesprecher wurden angewiesen, Unmögliches zu schaffen. Skandale wurden vertuscht, Vorkommnisse verschwiegen; es musste dementiert, rich-tig gestellt, korrigiert werden. Regli, Bellasi, Truppenbesuche in Striplokalen, Verkauf von Clustermunition - was ist nur aus der einst ach so stolzen Schweizer Armee geworden? Eine Überlebenskünstlerin, die seit zw ...

weiterlesen

PARLAMENTSDEBATTE ZU GSOA 2 UND ZFD
Nostalgie verhindert Denkprozesse
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.06.2001

«Die Initiative der GSoA (...) ist kein takti scher Fehler, sondern eine demokratische Selbstverständlichkeit», denn Rüstungswahnnicht- sinn, fehlende Instrumente für Früherkenbeitung nung und Bekämpfung von Konfliktursachen und zivile Friedenssicherung seien die zentralen Fragen, welche mit der Initiative aufge worfen werden, erklärte SP-Vizepräsidentin Christine Goll. Franziska Teuscher und Pia Hollenstein (Grüne) kritisierten die Einengung des Sicherheitsbegriffes auf militärische Handlungsmöglichkeiten. Susanne Leutenegger Oberholzer (SP) zeigte sich überzeugt, dass die Schweizer Armee eine weitere Schocktherapie braucht.Valérie Garbani (SP), die den Minderheitsantrag zur Unterstützung der Initiative gestellt hatte, sah die Initiative «F ...

weiterlesen

UBS-SPENDEN
Vom Verlust der Glaubwürdigkeit
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.06.2001

Die moralischen Inserate des linken Komitees «Ja zum Schutz der Zivilbevölkerung» wurden zu über zwei Drittel von der UBS finanziert. Ein durch das «gemeinsame politische Projekt» gerechtfertigtes Vorgehen?

«Mit einer Vielzahl von sorgfältig ausgewählten Projekten wollen wir die breite …ffentlichkeit, bestehende und potenzielle KundInnen sowie MitarbeiterInnen gezielt ansprechen. » So begründet die UBS auf ihrer Homepage die finanziellen Beiträge, welche sie jedes Jahr verschiedenen Akteuren in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales zur Verfügung stellt. Weniger bekannt war bis anhin, dass die Grossbank mit einem Reingewinn von gut 8 Milliarden pro Jahr auch ganz gezielt ...

weiterlesen

ABSTIMMUNGSTAKTIK
Bundesrätliche Flucht nach vorn
Armee und Zivildienst | von Hanspeter Uster, Copräsident SGA Kanton Zug und Regierungsrat, Baar | 01.06.2001

Die bundesrätliche Pfui-Blocher-Kampagne zum Militärgesetz hatte ein Hauptziel: die Linken davon abzubringen, Nein zu stimmen. Dass die Rechnung knapp aufgegangen ist, macht die Sache nicht besser

Wenn jemandem die inhaltlichen Argumente ausgehen, pflegt er auf die formelle Ebene umzusteigen. Hier liegt die Erklärung für die bundesrätliche «Anstands»-Kampagne gegen das Nein zum Militärgesetz. Die Behauptung, es ginge bloss um den Selbstschutz, hatte an Glaubwürdigkeit verloren. Die wirkliche Frage, die Annäherung an die Nato, war immer mehr ins Zentrum gerückt. Angesichts dieser inhaltlichen Probleme entschied sich die Landesregierung für eine Flucht ...

weiterlesen

MILITÄRGESETZREVISION
Kampagne «Zivile Lösungen» geht weiter
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz, Hans Hartmann | 01.06.2001

Wir haben am Schluss knapp verloren. Aber ob Sieg oder Niederlage: Sowohl für die GSoA wie auch für die unabhängige Linke insgesamt war es gleichermassen notwendig wie schwierig, diese Kampagne für «Zivile Lösungen!» zu beginnen

Die 51 Prozent Ja-Stimmen sind ärgerlich. Denn das Resultat wird zur Begründung für zukünftige Rüstungsprojekte herangezogen werden, verstärkt die sicherheitspolitische Orientierung auf die Nato hin und führt zu einer Militarisierung der aussenpolitischen …ffnungsperspektive. Aber wir haben auch einiges erreicht: Bereits der Ständerat musste das Gesetz nachbessern und Einsätze an ein Uno-/Osze-Mandat ...

weiterlesen

ABSTIMMUNGSERGEBNIS
49 zu 51: Unentschide ischs nid
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.06.2001

Aber fast. Und doch ist es uns nicht gelungen, eine Mehrheit der StimmbürgerInnen davon zu überzeugen, dass die Welt von der Schweiz ein verstärktes ziviles statt militärisches Engagement brauche. Es ist der GSoA aber gelungen, mit einer glaubwürdigen, farbigen und aktiven Kampagne aufzutreten

49 Prozent NEIN, 51 Prozent JA zur Revision des Militärgesetzes - Hitchcock hätte das nicht besser gekonnt. Dieses zufällige Resultat setzt den vorläufigen Schlusspunkt unter eine über zweijährige intensive Arbeit der GSoA. Zeit, um zurückzuschauen, Bilanz zu ziehen und uns Gedanken über die vor uns liegenden Aufgaben zu ...

weiterlesen

HAUPTSACHE GEGEN DIE GSOA
Grundsätzlich dafür - konkret dagegen
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.06.2001

Der Nationalrat lehnte die Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst mit 99 zu 64 Stimmen ab. Die Ratslinken und vier CVP-NationalrätInnen stimmten der Initiative zu. Die InitiativgegnerInnen kümmerten sich kaum um den Inhalt des Volksbegehren und argumentierten gegen die GSoA als Mitabsender. Die Tatsache, dass die Initiative von einem breiten Bündnis von Hilfswerken (SAH, christlicher Friedensdienst, terre des hommes schweiz u.a.) und kirchlichen Organisationen (Katholischer Frauenbund, Theologische Bewegung für Solidarität und Befreiung u.a.) unterstützt wird, nahmen sie nicht zur Kenntnis. Der Bundesrat hatte zuvor eine lausige Botschaft abgeliefert, in der er ...

weiterlesen

INITIATIVE
Initiative fuer einen Zivilen Friedensdienst in der Kommission
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.12.2000

Die Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst, welche vor Jahresfrist eingereicht wurde, steckt bereits in der parlamentarischen Beratung. Höchste Zeit, die Abstimmungs- kampagne vorzubereiten

Der Bundesrat hatte bereits im Juli 2000 seine Botschaft zur Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst (ZFD) verabschiedet. Es war zwar nicht zu erwarten, dass er das Volksbegehren unterstützen würde. Ernüchternd ist aber schon, wie unsorgfältig der Bundesrat mit der Initiative umgeht. Er behauptet zum Beispiel, die ZFD-Initiative fordere, " ... dass alle in der Schweiz wohnhaften Personen ein Anrecht auf Ausbildung und Einsatz im ZFD hätten" oder, dass die ...

weiterlesen

<  1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  >
ARMEEPROBLEME?
NEWSLETTER
 
SUCHE