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Armee und Zivildienst: Texte aus der GSoA-Zeitung

DIE ARMEE WACHT, DIE SICHERHEIT BERICHTET UND DIE BESCHEIDENHEIT IST GROSS
Nur keine falsche Bescheidenheit!
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.06.1999

Pünktlich zum Frühjahrsbeginn flatterte der Schweizer Öffentlichkeit die alljährliche Wunschliste der Schweizer Militärs ins Haus. Und man staunt - vorerst


Ungewohnte Töne aus dem VBS: Das Rüstungsprogramm liegt dieses Jahr mit 1019 Millionen Franken rund 650 Millionen unter dem Durchschnitt der Jahre seit 1987. Zudem sollen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden, vorerst nur kleinere Mengen Materials bestellt werden, und die Anschaffungen entsprechen dieses Jahr laut Rüstungschef Toni Wicki wirklich „ausgewiesenen militärischen Bedürfnissen".
Die Bedrohungslage soll dieses Jahr unter anderem die Anschaffung panzersprengender Kanistermunition sowie von 105 Radschützenpanzern rechtfertigen. Auch die Führungscrew ...

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DIE ARMEE WACHT, DIE SICHERHEIT BERICHTET UND DIE BESCHEIDENHEIT IST GROSS
Die Army in Genf
Armee und Zivildienst | von Tobia Schnebli | 01.06.1999

Endlich ist ein Ernstfall eingetreten. Seit dem 4. März bewachen 600 WK Soldaten insgesamt vierzehn „diplomatische Objekte" in Genf. Das Gelände der Uno, der Sitz des UNHCR, das „Haus der Menschenrechte" sind mit Stacheldrahtrollen und Eisengitter umzingelt. Grüne Kunststofftarnnetze kommen ebenfalls zum Einsatz. Vor den Eingängen von besonders zu schützenden Gebäuden - die Residenz des türkischen Botschafters oder die Jugoslawische Mission - sind gar Sandsäcke angehäuft. Dahinter stehen rund um die Uhr vollausgerüstete Infanteristen, beladen mit 15 Kilogramm schweren Panzerwesten, Sturmgewehr mit 25 Kugeln im Magazin, Radio und Was-sonst-noch-in-die-Taschen-des-Kampfanzuges-gehört.


Der Vorwand ...

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KRIEGSDIENSTVERWEIGERER WERDEN AUSGEWIESEN
Kein Asyl für Kriegsdienstverweigerer
Armee und Zivildienst | von Marcel Hänggi | 01.06.1999

Die Bundesrepublik Jugoslawien kennt laut Verfassung das Recht auf Kriegsdienstverweigerung. Die Praxis sieht anders aus: Verweigerer werden von der Armee gesucht; nach Berichten der montenegrinischen Zeitung Vijesti hat das Militärgericht Nis im Mai drei Männer, die dem Einrückungsbefehl nicht folgten (in der juristischen Fachsprache nennt man sie Refraktäre), zu Haftstrafen von fast fünf Jahren verurteilt. Sogar Flüchtlinge aus dem Bosnienkrieg werden zum Kriegsdienst gezwungen. Das Versenden von Einrückungsbefehlen gehörte übrigens während Jahren zu einer der Methoden der Vertreibung junger albanischer Männer aus dem Kosovo. Gegen Deserteure kann im Kriegszustand die ...

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DER FRIEDE IST NOCH NICHT GEWONNEN
Weichgebombt
Armee und Zivildienst | von Marcel Hänggi | 01.06.1999

Nun haben sie den Despoten also doch besiegt! „Die Doppelstrategie der Nato ,Bombardieren und gleichzeitig Verhandeln, hat zum Erfolg geführt", sagte die Tagesschau von SF DRS, nachdem Milosevic dem G-8-Plan zugestimmt hatte; „Milosevic weichgebombt" hiess das in Blick-Sprache. Das erste Mal in der Geschichte, sagen Strategieexperten, sei ein Krieg ausschliesslich aus der Luft gewonnen worden.


Nur: Wer hat gesiegt? Und was wurde gewonnen? Nach der Katastrophe der „ethnischen Säuberung" des Kosovo, nach der Zerstörung des Landes durch den Krieg, bietet der G-8-Plan wenig, das den Namen „Frieden" verdiente. Dass die U«K wie vorgesehen die Waffen abgibt ...

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SOA
... und eine Schweiz ohne Armee
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.03.1999

Reformierte Bedrohungen
Gegen wen oder was will uns die Armee heute schützen?
Seit 1989 ist in der Armee die „Reformitis" ausgebrochen. Nach der „Armee 95" wurde die Armee „200X" und nun die Armee „XXI" propagiert. Hunderte von BeamtInnen sind dafür bezahlt, das Märchen von der schlanken, flexiblen, professionellen und solidarischen Armee ins Volk zu tragen. Doch bleiben wir bei den Fakten: Trotz permanenter Armeereform „ist die Schweizer Armee inzwischen zur zweitgrössten Streitmacht in Europa aufgestiegen" (NZZ, 23.12.98), und noch immer wird an der allgemeinen Wehrpflicht festgehalten.
Dabei ist klar: Militärisch ist die Schweiz ...

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ZIVILER FRIEDENSDIENST
Gute Argumente für einen Zivilen Friedensdienst ...
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.03.1999

Einfache Lösungen

Sind bewaffnete Interventionen und anschliessende materielle Hilfe nicht viel wirkungsvoller?
Der Krieg in Ruanda, in Bosnien, die Spannungen in Aserbeidschan - sie alle sind für uns schwer zu begreifen. Und es wäre so befreiend, mit einem gezielten Schlag die Konfliktparteien endlich zur Vernunft zu bringen. Nur: So einfach geht es leider nicht, schon gar nicht mit militärischen Mitteln. In wenigen Fällen haben Interventions-Truppen mittels massiver Repression einen Konflikt „eingefroren", so etwa in Bosnien. Frieden schaffen müssen hier zivile Strukturen. Häufiger waren solche Truppen jedoch dafür verantwortlich, dass die Situation noch verfahrener ...

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DIESER BERICHT VERSCHWEIGT NICHTS!
219,3 Unterschriften pro Tag und andere nackte Tatsachen:
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.03.1999

An den aussergewöhnlichen Schneemengen konnte es ja nicht liegen. Auch waren die SammlerInnen nie eingeschneit. Noch wurden hunderte von Unterschriftenbogen von einer Lawine verschüttet. Es muss einfach am nasskalten Wetter gelegen haben, dass nach den intensiven Sommer- und Herbstmonaten Sammelflaute war, dass seit dem Erscheinen der letzten Nummer dieses Blattes nur 10'000 Unterschriften im Computer verbucht wurden. Bis zum 18. Februar konnten 70'624 Unterschriften für die ZFD-Initiative und 68'760 für die SoA-Initiative gezählt werden. Davon sind jetzt immerhin 55'081 (ZFD) und 53'432 (SoA) beglaubigt; eine grosse Beglaubigungsaktion steht unmittelbar bevor ...

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FINANZIELLES
Jahresrechnung 1998 mit einem Defizit
Armee und Zivildienst | von Jürg Wiedemann | 01.03.1999

Auch 1998 haben uns wieder sehr viele Menschen finanziell unterstützt. Die budgetierten Einnahmen von Fr. 350'000.-- haben wir deshalb erreicht. Wir möchten uns bei allen Spenderinnen und Spendern herzlich für die grosszügige Unterstützung bedanken. Ohne Ihre Hilfe wäre die Lancierung unserer beiden Initiativen ...

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GSOA-AGENDA
Daten
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.03.1999

Aarau

18. März

Film und Diskussionsveranstaltung: ab 19 Uhr Essen aus der Volksküche im Politcafé, um 20 Uhr wird der Dokumentarfilm «Gemachte Männer» über eine Rekrutenschule gezeigt, anschliessend Diskussion.

Baden

Samstag, 6. und 20. März, 17. April, 15. und 29. Mai,
Sammelaktivitäten, Treffpunkt Cantina Fiori, 12 Uhr
Samstag, 20. März:
Aktion ´Frühling und Friedenª, Infos: Tel. 056 222 19 20
Freitag, 30. April:
GSoA-Walpurgisnacht, Konzert mit Magic Thursday und Disco mit DJ Pet im 1. Mai-Zelt auf dem Bahnhofsplatz.
Samstag, 1. Mai:
Infostand und Unterschriftensammlung auf dem 1. Mai-Platz

Basel

Treffen jeden 1 ...

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ZFD
Wege aus der Gewalt
Armee und Zivildienst | von Berthold Keunecke | 01.03.1999

Die GSoA-Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst ZFD fordert eine breite Ausbildung in Konfliktbearbeitung im Alltag. Eine Kampagne in Deutschland lädt uns zum Nachahmen ein

Viele Menschen klagen über Gewalterfahrungen und Bedrohung, über unterdrückende Beziehungen und verdeckte Konflikte. Ohnmachtsgefühle prägen die Gespräche über dieses Thema. Dem entgegenzuwirken ist ein Ziel der Kampagne „Wege aus der Gewalt“ des Bundes für Soziale Verteidigung BSV.

Seit ein paar Jahren werden mit Workshops zur gewaltfreien Konfliktlösung und zum Verhalten in Bedrohungssituationen Menschen angesprochen, die bisher wenig Kontakt mit den von der Friedensbewegung erarbeiteten Methoden und M ...

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