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Armee und Zivildienst: Texte aus der GSoA-Zeitung

KURSANGEBOT
Friedensdienst konkret
Armee und Zivildienst | von Renate Schoch | 01.11.1999

Das Schweizerische Ökumenische Friedensprogramm (SÖF) führt seinen Jahreskurs unter dem Titel „Ausbildung für Friedensarbeit und Konfliktlösung" bereits zum zweiten Mal durch. Er dauert von Juli 2000 bis Juni 2001 und umfasst vier Blockwochen. Der Kurs richtet sich an Frauen und Männer, die in ihrem persönlichen oder beruflichen Umfeld mit Konflikten konfrontiert sind (z.B. im Asyl- und Flüchtlingsbereich, Gewalt in der Schule oder unter Jugendlichen, Gewalt gegen Frauen, Mobbing). Eine Grundlage bietet der Kurs aber auch für jene, die sich auf Einsätze im Bereich von Menschenrechts- und Wahlbeobachtung, Entwicklungszusammenarbeit, Friedensförderung ...

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KOLUMNE
Zivildienstkolumne
Armee und Zivildienst | von Ruedi Winet | 01.11.1999

Man sollte doch schon aus der Schule wissen, dass Spicken verboten ist!


An seiner Anhörung vor der Zivildienstbehörde nahm Z. einen Spickzettel zu Hilfe, um etwas nachzusehen. Darauf teilte ihm die Behörde per eingeschriebenem Brief mit, es sei ihm nicht gelungen, einen Gewissenskonflikt zwischen seiner religiösen Überzeugung und der Militärdienstpflicht glaubhaft darzulegen. Vertiefende Fragen zum Thema der vier Wahrheiten im Buddhismus habe Z. nur unter Zuhilfenahme von Notizen beantworten können. Es müsse „erwartet werden können, dass er seine Grundlagen kenne und auch mit eigenen Worten umschreiben könne". „Die ungenügende Umschreibung ...

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DIE SCHWEIZ UND IHRE RÜSTUNGSINDUSTRIE
Alles futsch
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.11.1999

Der Schweiz kommt ihre Rüstungsindustrie langsam abhanden. An zunehmendem Pazifismus liegt das aber kaum


"Oerlikon-Bührle streckt die Waffen" mit ähnlichen Schlagzeilen meldete die Schweizer Presse in den letzten Wochen den Verkauf der Oerlikon Contraves Defence, des Rüstungssektors des Oerlikon-Bührle Konzerns, an die deutsche Rheinmetall-Gruppe, einen Konzern, der im Rüstungssektor einen Jahresumsatz von rund 3.5 Milliarden Mark aufweist. Die Rheinmetall AG übernimmt 100 Prozent der Aktien sowie sämtliche Entwicklungs- und Produktionsstandorte; zum Preis werden keine Angaben gemacht, doch Oerlikon-Bührle soll nach dem Verkauf nahezu schuldenfrei dastehen. Betroffen von der Übernahme sind weltweit 2100 ...

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KOLUMNE
Bananasplitterzone
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.11.1999

Gehässige Worte in der Krise um die Expo.01, öffentlicher Schlagabtausch im Vorfeld der Nationalratswahlen, versteckte Seitenhiebe wegen der bilateralen Verträge: Es ist Zeit für uns Schweizer, uns wieder auf das zu besinnen, was unsere Eigenart ausmacht unser Beisammensein! Schliesslich ist es "keine Selbstverständlichkeit, dass wir heute als Schweizer und Schweizerinnen beisammen sind, wenn wir (...) abzustimmen haben oder als Politiker zum Beispiel dem Budget des VBS zuzustimmen haben", wie W. Hungerbühler, Chefredaktor des Schweizer Soldat mit zum Beispiel unwiderlegbarer Logik feststellt. Wo wird aber dieses Beisammensein, für das ja eigentlich die eine Hälfte ...

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RÜCKBLICK UND AUSBLICK
Zehn Jahre notwendiger Weiterentwicklung
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.11.1999

Vor 10 Jahren ging es der GSoA um einen innenpolitischen Aufbruch den Abschied von der geistigen Achtungsstellung. Heute verlangen die GSoA-Initiativen eine solidarische aussenpolitische Öffnung: die Geschichte einer notwendigen Weiterentwicklung


Der 26. November 1989 war einzigartig. 35,6 Prozent der SchweizerInnen haben für eine Schweiz ohne Armee gestimmt. Dies, nachdem der Bundesrat in seiner Botschaft an das Parlament siegesgewiss behauptet hatte, die Schweiz habe keine Armee, sie sei eine Armee. Die Armee-Schweiz erlebte im November 1989 dann ihre Katastrophe.
Die GSoA-Initiative war Kristallisationspunkt für zentrale innenpolitische Diskussionen. Es ging um das Selbstverständnis der Schweiz. Das machte einen ...

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RÜCKBLICK IN DIE GESCHICHTE
1989 bis 1999 in Kürze
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.11.1999

1989

26. November: 1'052'218 SchweizerInnen (35,6 Prozent) stimmen für eine Schweiz ohne Armee und eine umfassende Friedenspolitik.

1990

März: Der ´Aufruf zur Tatª fordert eine Amnestie für Militärverweigerung und will den Druck für die Einführung eines Zivildienstes verstärken. Eine Resolution kündigt die Lancierung einer zweiten Initiative zur Armeeabschaffung an. Ab April: Engagement gegen den Bau des Waffenplatzes Neuchlen-Anschwilen und Unterstützung der Volksinitiaitive ´40 Waffenplätze sind genug!ª

1991

April: Kampagne ´Wählt eine Schweiz ohne Armeeª. GSoAt Andreas Gross wird Nationalrat. 2. Juni: Das Militärstrafgesetz, gegen das ...

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UNTERSCHRIFTENEINREICHUNG
Alle an die Einreichung: Freitag, 10. September
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.08.1999

Bald können uns nur noch Ereignisse von höherer Gewalt - falls etwa die Bundeskanzlei vom Erdboden verschluckt wird - daran hindern, unsere Initiativen einzureichen. wenn nichts Derartiges geschieht, werden wir wohl oder übel nicht umhinkommen, die Unterschrifienbogen, die wir während 18 Monaten liebevoll gehütet und gehätschelt haben, einfach in fremde Hände zu geben.


Dafür treffen wir uns am Freitag, 10. September um 14 Uhr 30 vor der Bundeskanzlei. Nach der Einreichung soll nicht vergessen werden, dass wir am Ende einer erfolgreichen Sammelkampagne stehen und dafür ruhig auch ein bisschen stolz sein können - am ...

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FINANZIELLES
Unterschriftenflut und Finanzebbe
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.08.1999

In den letzten Wochen haben dutzende GSoA-AktivistInnen tausende von Unterschriften gesammelt. Noch zwei Wochen müssen wir weitersammeln, dann werden wir die Unterschriften beisammen haben. Weniger erfreulich hingegen sehen unsere Finanzen aus:

In diesem Jahr haben wir bis zum 31. Juli 219'645 Franken ausgegeben und nur 177'372 Franken eingenommen.

Nach Adam Riese macht das ein Defizit von 42'273 Franken. Dies ist für uns sehr viel und erschwert ganz massiv unsere weiteren Aktivitäten. Wir sind daher dringend auf eine kleine Finanzflut angewiesen. Ein Einzahlungsschein ist am Unterschriften-Mailing angeheftet.

Wir freuen uns, wenn Sie ihn benützen ...

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ABSTIMMUNGSKAMPAGNE
GSoA XXI
Armee und Zivildienst | von Renate Schoch | 01.08.1999

Wenn wir am 10. September unsere beiden Initiativen eingereicht haben, werden bis zur Abstimmung zwei bis drei Jahre verstreichen. Diese Zeit müssen wir nutzen, um eine erfolgreiche Abstimmungskampagne vorzubereiten

Während eine Armeereform die andere jagt und der Bundesrat für horrende Beträge bewaffnete Schweizer Soldaten ins Ausland schicken will, hat die GSoA zwei friedenspolitische Instrumente bereitgestellt, die eine radikale friedenspolitische Perspektive eröffnen. Damit wir diese Instrumente in der aktuellen sicherheitspolitischen Diskussion platzieren können, müssen wir in nächster Zeit in zwei Bereichen aktiv werden bzw. bleiben. Zum einen gilt es, schweizerische und internationale milit ...

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SAMMELWUT...
Letzte Sammel-Flashes
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.08.1999

Mit gutem Beispiel ging ein Major seinen Mannen in Chur voraus und unterschrieb vor der staunenden Truppe die beiden GSoA-Initiativen. Herzlichen Dank! Männer in feldgrau gehören allgemein zur unterschriftenfreudigsten Bevölkerungsgruppe. Kein Wunder. Wer in der Armee gedient hat, weiss, dass nur eines hilft: abschaffen.


Über die Frage, ob das Unterschriftensammeln mit einem mobilen Stand bewilligungspflichtig sei, hat sich schon mancher Polizist auf Schweizer Strassen den Kopf zerbrochen. Bis jetzt hat folgendes Sprüchlein immer gewirkt: „Bewilligungspflichtig ist nur der gesteigerte Gemeingebrauch. Für einen festen Stand können die Gemeinden eine Bewilligungspflicht verfügen. Wird mobil auf ...

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