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Armee und Zivildienst: Texte aus der GSoA-Zeitung

DATEN/ORTE
Sommerzeit – Festivalzeit – Sammelzeit!
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.06.1998

Wie lässt sich das Angenehme mit dem Angenehmen verbinden? Wo finden sich am meisten Unterschreibewillige auf engem Raum? Wo sammelt sich's mit Musikbegleitung am leichtesten? An Open-Airs!
Aus dem Plänchen könnt Ihr entnehmen, wann und wo in Eurer Umgebung ein Open-Air-Konzert stattfindet, an welchem die GSoA präsent sein wird. Meldet Euch zum Sammelnhelfen bei der zuständigen GSoA-Regionalgruppe!
Spontane Sammelaktionen an weiteren Veranstaltungen sind natürlich immer willkommen. Meldet Euch bei der GSoA Zürich, Basel, Bern oder Genf, um Standmaterial zu erhalten!


Kontaktadressen:
Appenzell: Johanes 071 364 14 45
Baden: Oliver 056 222 19 ...

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RANDNOTIZ
Metamorphose eines Schweizsoldat
Armee und Zivildienst | von Katharina Tanner | 01.06.1998

1940

Wer nicht schweigen kann, schadet der Heimat, und wer nicht lauthals heraus dem Verbrecherwahnsinnhitlerdeutschland die Stirn bietet, schadet auch. Schuhputz, Gamellenputz, Tornisterputz, Blechlöffelputz für die Schweizunabhängigkeit. Auch wenn bei mir zu Haus das Geschäft verlumpt, der Schweizsoldat putzt in der Früh, am Abend, alleine, gemeinsam, freiwillig oder zur Strafe, und wenn meine Frau zu Haus meine Arbeit noch mitverrichten muss, so ist es für die Schweizselbstständigkeit. D‘Schnorre halte - au im Hinterland. Im Ernstfall würde der Schweizsoldat zuerst das Kader erschiessen - für die Schweizfreiheit.

1943

Wer nicht schweigen kann, schadet ...

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SKH UND VBS
Unfriendly Takeover?
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.06.1998

Unfriendly Takeover?

Das Schweizerische Katastrophenhilfekorps SKH feiert dieses Jahr seinen 25. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! In der Schweiz und international geniesst das SKH einen ausgezeichneten Ruf. Das freut uns alle. Alle? Offensichtlich ist es der Armee ein Dorn im Auge, dass sich das im Eidgenössischen Departement des Äusseren (EDA) angesiedelte zivile SKH auf dem internationalen Parkett Lorbeeren holt und die Armee leer ausgeht. Bereits vor sechs Jahren versuchte das EMD, sich das SKH einzuverleiben. Eine Arbeitsgruppe unter dem früheren Rüstungschef Felix Wittlin forderte die Bildung eines Sicherheitsdepartementes unter Einbezug des Katastrophenhilfekorps. Das EDA vermochte den unfriendly takeover ...

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DIE ARMEE AN ALLEN FRONTEN
Das prangern wir an (IV): Katastrophe statt Hilfe
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz, Claudio Mignot | 01.06.1998

Beim Zugunglück abgehängt

Als teuerster und unförmigster Katastrophenhilfe - Verein hat die Armee wahrlich einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde verdient. Doch die Frage ist berechtigt: Wer, wenn nicht die Armee, soll retten in der Not?

«Man versuche doch nicht, mit einigen Kompanien und Bataillonen, die sich bei Schadensminderung bewährten, die Notwendigkeit einer zahlenmässig dreihundertmal stärkeren Armee zu belegen», meinte Divisionär Alfred Stutz nach den verheerenden Überschwemmungskatastrophen in der Innerschweiz im Jahre 1987. Lieber Herr Divisonär Stutz, Sie haben sich leider geirrt. Seit die Armee 1989 ihren Feind verloren hat, klammert sie sich ...

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GSOA-POSTFACH
Hobby-Polizisten
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.06.1998

Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad von Emmenbrücke nach Buchrain zur Arbeit. Dabei befahre ich vor allem Wege abseits der Kantonsstrassen, welche auch von Schulkindern bevorzugt werden. Einer dieser Feldwege führt über die Piste des Flugplatzes Emmen. Als ich letzten Dienstag (12 Mai) am späteren Nachmittag mit einem Kollegen nach Hause fuhr, konnte ich schon von weitem zwei Personen mit umgehängtem Sturmgewehr auf diesem Feldweg erkennen. Dies war kein ungewohntes Bild für mich, denn wir können des öfteren Rekruten aus der Kaserne Emmen bei ihren Übungen beobachten. Diese Soldaten trugen nun aber weder ...

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DIE ARMEE AN ALLEN FRONTEN
Das prangern wir an (III): Strategische Studienberichte, diverse
Armee und Zivildienst | von Hans Hartmann | 01.06.1998

Reformhaus VBS?

«Öffnung», «Kooperation», «Reform» – aus dem VBS tönt es wie im Managementseminar. Die Frage nach Anlass und Richtung der Armeereform droht dabei hinter der militärischen Forschrittsrhetorik zu verschwinden.

Düstere Sorgenfalten unter steifem Hut: «Verunsicherung, Selbstzweifel, Selbsterniedrigung und politische Unrast prägen das aktuelle Bild», orakelt Werner Hungerbühler, Chefredaktor des Schweizer Soldat (in Nr 3/98). Und: «Bei dieser Verunsicherung wird auch der Wehrwille in Frage gestellt. Das Milizsystem, auf dem unser Staat aufgebaut ist, droht einzustürzen.» Auch der Thurgauer SVP-Nationalrat Otto Hess sieht schwarz. Zur Zeit entwickle «jeder Bürger in diesem Land sein ...

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DIE ARMEE AN ALLEN FRONTEN
Das prangern wir an (II): Die Armee macht sich an der Grenze wichtig
Armee und Zivildienst | von Marcel Hänggi | 01.06.1998

Zurück ins Reduit

Die bürgerlichen PolitikerInnen möchten WK-Soldaten zur Abwehr von Flüchtlingen einsetzen: Eine Anbiederung an die Rechtsaussen-Polterer und eine PR-Aktion für die arbeitslose Armee.

«Offen» sei er, erklärte der Bundesrat Ogi vor den SVP-Delegierten am 2. Mai mit Pathos: offen für einen Einsatz von Armeeangehörigen an der Grenze. «Die Armee ist bereit, ihre Verantwortung wahrznehmen. Meine Leute können innert Tagen bereit sein. Sie sind für einen solchen Einsatz ausgerüstet, ausgebildet und motiviert.» Für einmal applaudierten selbst die Parteifreunde des Zürcher Flügels ihrem Sport- und Armeeminister ...

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DIE ARMEE AN ALLEN FRONTEN
Das prangern wir an (I): Schwarzes Loch in der GSoA-Kasse
Armee und Zivildienst | von Jürg Wiedemann | 01.06.1998

... makes the world go round

  • Die Unterschriftensammlung ist gut angelaufen. Je knapp 30’000 Unterschriften haben wir gesammelt. Und trotzdem gibt es ein kleines – na ja – grosses Problem: Es fängt mit «F» an und hört mit «inanzloch» auf. Von Nico Lutz und Jürg Wiedemann

Herzlichen Dank für die grosse Unterstützung bei der Unterschriftensammlung! Die beide Initiativen für eine Schweiz ohne Armee und einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst sind gut angelaufen. Für jede Initiative haben wir in den vergangenen drei Monaten an unzähligen Ständen, Veranstaltungen und Festen monatlich rund je 10’000 Unterschriften ...

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HINTERGEDANKEN
Manifest und GSoA
Armee und Zivildienst | von Josef Lang | 01.07.1997

Was soll einem Linken und Grünen mehr zu denken geben: die Haiderisierung Blochers, der mit seinem Abrufen antisemitischer Gefühle und mit seiner Kampagne gegen die "Erpressung" das nach der Shoa landesüblich gewordene Mass an Nationalkonservativismus überschritten hat; die FAZisierung der Inland-NZZ, welche in der laufenden Geschichtsdebatte eine ähnliche Haltung vertritt, wie sie die (bisher auffällig reaktionärere) Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in der Revisionismus-Debatte der 80er Jahre eingenommen hat und jetzt in den Wehrmachts-Ausstellungs-Kontroversen einnimmt. (In dieser Frage wie auch in dem thematisch zwar nahen, geographisch aber entfernten japanischen Schulbuch-Streit ist mein Leibblatt der Aufklärung ...

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ZIONISMUS-GEDENKFEIER IN BASEL: DIE ARMEE ALS ERNSTFALL
Latente Gefahr
Armee und Zivildienst | von Lukas Romer | 01.07.1997

Ende August lädt die Basler Regierung zu den Jubiläumsfeierlichkeiten zum hundertsten Jahrestag des Zionistenkongresses von 1897 ein. Die InitiantInnen beabsichtigen, mit der Gedenkveranstaltung «eine vorurteilsfreie Sicht auf den Zionismus und den Staat Israel zur Geltung zu bringen». Nun will sich die Armee als Schutzengel der erwarteten 1500 Gäste profilieren.

Seit die Schweizer Armee ihren Feind verloren hat, ist sie verzweifelt auf der Suche nach neuen Freunden. Jetzt wird sie zum erstenmal aufgeboten, um eine international bedeutsame Gedenkfeier vor rechtsextremen Anschlägen zu schützen. Die Jubiläumsfeiern Ende August in Basel sind für die Armee ein ...

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