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Armee und Zivildienst: Texte aus der GSoA-Zeitung

EINE HOMEPAGE GEGEN DIE ARMEE UND DEN ZWANG ZUM WEITERMACHEN
Life aus der RS
Armee und Zivildienst | von Steffen Hung, GSoA | 01.07.1997

Ein originelles Beispiel, wie man sich auch von der RS aus aktiv gegen das Militär einsetzen kann, zeigt Steffen Hung mit seinem Tagebuch, das er über Internet allen zugänglich gemacht und wöchentlich updatet hat. Einen redaktionell bearbeiteten Auszug drucken wir hier ab.

Dies ist eine Homepage gegen die Armee und vorallem gegen den Zwang zum Weitermachen. Ich möchte mich entschuldigen, dass diese Seite nicht gerade toll aussieht. Ich bin jetzt gerade in der ‹San RS 67/97› in Tesserete/Ti und update meine Homepage jeweils via Notebook und Natel D. Die ersten 5 Wochen hatte ich ...

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KOLUMNE
Zivildienst stösst auf Interesse
Armee und Zivildienst | von Ruedi Winet | 01.07.1997

Neun Monate nach Einführung des Zivildienstes sind über 1800 Gesuche eingereicht. Derweilen kommen die Prüfungsausschüsse kaum nach mit ihrer Arbeit: Rund neun Monate muss derzeit ein Gesuchsteller warten, bis er angehört wird. Anfangs Mai präsentierte die Biga-Abteilung Zivildienst eine erste Statistik der Gesuche. Danach finden gegenwärtig pro Monat rund 80 Anhörungen statt, jedes siebte Gesuch wird abgelehnt. Die Ablehnungsgründe sind unterschiedlich, doch die meisten scheitern an schlechter Vorbereitung. Es empfiehlt sich deshalb weiterhin, vor der Einreichung eines Gesuchs eine Beratungsstelle für Militärverweigerung und Zivildienst aufzusuchen. Das Biga lehnt Gesuche besonders ...

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BANANASPLITTERZONE
X-Files
Armee und Zivildienst | von Hans Hartmann | 01.07.1997

«Natürlich soll man bei Übungsanlagen nicht konkret politisieren. Aber wir können unseren Soldaten auch nicht vorflunkern, dass sie gegen eine Invasion von Ausserirdischen antreten sollen», lautete einer der «Kernsätze» von Ulrico Hess am diesjährigen Divisionsrapport (ASMZ, 3-97). Ja, warum denn eigentlich nicht? Das ist doch - für einen frischgebackenen Korpskommandanten, der sich selber als «FDP-Mitglied, aber der SVP zugetan» bezeichnet - ziemlich unflexibel gedacht. Nehme er sich ein Beispiel an der Unteroffiziers-Konkurrenz, die da in ihrem Vereinsblatt ‹Schweizer Soldat› vom Juni dieses Jahres unerhörtes berichtet: «Obschon das berüchtigte Bermuda-Dreieck der Schiffs- und Luftfahrt immer noch ...

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ÖFFENTLICHE FAHNENABGABE DES BERNER ALARMREGIMENTS
Kuhglocken vor dem Münster
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.11.1996

Vor drei Jahren wurde das Postulat ‹Aktive Friedenspolitik in der Stadt Bern› überwiesen. Darin wurde ein Verbot von Defilees und Fahnenübergaben in Bern gefordert. Die Regierung meldete juristische Bedenken an, und heute bereitet der Stadtpräsident dem Berner Alarmregiments bereits wieder einen offiziellen Empfang. Die GSoA Bern war bei der Fahnenabgabe vor dem Empfang und hat dabei das Zeitalter der Armee ausgeläutet.

Selten hat ein parlamentarischer Vorstoss soviel Wirbel ausgelöst wie das Postulat von Ursula Hirt (Grünes Bündnis), das eine aktive Friedenspolitik von der Stadt Bern verlangte.
Die Postulantin forderte eine Entmilitarisierung der Stadt Bern ...

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GSOA-VV AM 24. NOVEMBER IN BERN: AN DEN INITIATIVPROJEKTEN WEITERARBEITEN
Einmischung notwendig!
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.11.1996

Die offizielle Schweiz hat entschieden: Die Schweiz soll der Nato-Partnerschaft für den Frieden beitreten, die Ratifizierung der europäischen Sozialcharta hingegen muss weiter warten. Die soziale Sicherheit wird weiter abgebaut und im Sozialbereich wacker gespart; dafür steckt man das Geld in die Aufrüstung der Armee für den inneren Einsatz. Endlich ist der Zivildienst in der Schweiz eingeführt aber die Zulassungskommission, die über die Zivildienstgesuche entscheidet, führt sich teilweise auf wie die Militärrichter in den 70er und 80er Jahren.
Verkehrte Welt? - Nein, Schweiz 1996.
Wer denkt, die Schweizer Armee sei heute kein Thema mehr ...

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DIE ARMEE BEGIBT SICH «UNTER DIE KRIEGSSCHWELLE»
Experimentelle Phase
Armee und Zivildienst | von Hans Hartmann | 01.11.1996

Seit einigen Jahren überschwemmt der Bundesrat die sicherheitspolitische Diskussion mit neuen Sicherheitsberichten, Armeeleitbildern, Reformprojekten, Verordnungsentwürfen und Gesetzesinitiativen. Das reine Chaos? Nein, es geht um mehr, und es lohnt sich, die Übersicht zu behalten.

Quizfrage: Was haben der Flüchtlingexodus aus Albanien im Sommer 1991, die Riots in Los Angeles vom April 1992, eine fiktive Grosskatastrophe in einem tschechischen Atomkraftwerk vom November 1993, das Treffen von Clinton und Assad vom Januar 1994 in Genf, die Caribinieri-Operation gegen die kalabrische Mafia im darauffolgenden Monat, die vom Blick ausgerufene «Dealerherrschaft» in Zürich im Herbst 1994, ein neu eingerichtetes «Notgefängnis» sowie ...

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MILITÄRISCHE SICHERHEITSPOLITIK AUF KONSENSSUCHE
«Relativ unversöhnliche Gruppen...»
Armee und Zivildienst | von Hans Hartmann | 01.11.1996

Die sicherheitspolitische Debatte der offiziellen Schweiz hat sich in den 90er Jahren radikal verändert. Gleichzeitig haben sich im Lager der Armeebefürworter gegensätzliche Zukunftsperspektiven herausgebildet. Der vorliegende Artikel beleuchtet die Gründe dieser Entwicklung und die möglichen Konsequenzen für ein zukünftiges Armeeabschaffungsprojekt.

Jede Politik basiert auf einem kognitiven Modell - auf einem System von Selbst- und Fremdwahrnehmungen also. Das gilt auch für die schweizerische Sicherheitspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg. Beinahe ein halbes Jahrhundert lang orientierte sich die Selbstwahrnehmung am ‹Sonderfall Schweiz›, die Fremdwahrnehmung an den Bildern des ‹Kalten Krieges›. Bis weit in die 80er Jahre ...

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18 FRAGEN - 18 ANTWORTEN
Ziviler Friedensdienst in Deutschland
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.11.1996

Anfang 1992 regte die Kirchenleitung Berlin-Brandenburg an, einen Zivilen Friedensdienst (ZFD) als Mittel einer neuen Politik friedlicher Streitbeilegung zu schaffen. Im November 1994 bildete sich an einer Tagung der Evangelischen Akademie Mülheim/Ruhr das forumZFD, an dem sich neben kirchlichen Kreisen vor allem auch der Bund für Soziale Verteidigung BSV und andere friedenspolitische Kräfte beteiligen. Die folgenden Passagen entnehmen wir der kleinen Broschüre des forumZFD «18 Fragen - 18 Antworten».

Gemeinwesenarbeit, Diplomatie oder was sonst?

Ein Ziviler Friedensdienst betreibt weder klassische Sozialarbeit noch Diplomatie, auch wenn er aus beiden Bereichen bestimmte Aspekte übernimmt. Er kann als eine ...

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EIN SOLIDARISCHER BEITRAG DER SCHWEIZ ZU EINER INTERNATIONALEN SICHERHEITSPOLITIK
Eine Brücke in die Welt
Armee und Zivildienst | von Roland Brunner | 01.11.1996

«Weder Nato noch WEU bedürfen der Verstärkung durch Schweizer Bataillone», hat Generalstabstchef Arthur Liener festgestellt. In Bosnien gebe es genügend Streitkräfte, aber zu wenig Mittel für den Wiederaufbau der Infrastruktur und der zerstörten Wirtschaft, hielt US-Verteidigungsminister Perry bei seinem Besuch in der Schweiz im Februar 96 fest und forderte einen zivilen Beitrag der Schweiz.

Immer noch stehen die zivilen Beiträge der Konfliktverhütung und Konfliktbearbeitung weit hinter den militärischen Mitteln für die Kriegsführung zurück. Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden sind aber nicht Panzer auf allen Seiten, sondern politische ...

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ZIVILE INTERVENTION IN FREMDEN LÄNDERN
Einmischung oder legitime Hilfe
Armee und Zivildienst | von James Derieg, GSoA | 01.11.1996

Das Projekt eines Schweizer Friedensdienstes zielt unter anderem auf die gewaltfreie, zivile Intervention ausserhalb unserer Landesgrenzen. Welches Recht nehmen wir uns aber, uns in die Angelegenheiten anderer, in ‹fremde Händel› einzumischen? James Derieg hat sich als Mitglied des Koordinationsrates des Balkan Peace Teams ausgiebig mit dieser Frage beschäftigt.

In letzter Zeit finden wieder vermehrt Diskussionen darüber statt, wie mit zivilen Teams in Konfliktgebieten ausserhalb des eigenen Landes interveniert werden müsste. Die Auseinandersetzung dreht sich dabei um die Frage, ob dies einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates oder sogar einem modernen Imperialismus gleichkomme ...

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