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Armee und Zivildienst: Texte aus der GSoA-Zeitung

GSOA-INITIATIVEN IN DEN STARTBLÖCKEN
Auf die Plätze...
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.07.1997

Die letzte GSoA-Vollversammlung am 23. März 1997 hat das Initiativprojekt ‹Solidarität schafft Sicherheit - für einen freiwilligen zivilen Friedensdienst› klar unterstützt. Bereits im November 1996 hatten wir die Initiative ‹Sicherheit statt Verteidigung - für eine Schweiz ohne Armee› beschlossen. Nach zwei Jahren intensiver Diskussionen stehen somit unsere zwei Initiativprojekte. Worum es jetzt geht? Nein, noch nicht gerade ums Unterschriften sammeln. Nebst letzten Textkorrekturen muss jetzt vor allem die Lancierung der beiden Initiativen seriös vorbereitet werden. Im Herbst 1997 soll die GSoA-VV den Beschluss fassen, im nächsten Frühling mit der Unterschriftensammlung loszulegen. So sieht der ...

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KOMMENTAR
Bundessicherheitsarmee
Armee und Zivildienst | von Hans Hartmann | 01.07.1997

Die Ablehnung des Verordnungsentwurfes ‹über den Truppeneinsatz für den Ordnungsdienst› durch die Kantone Basel, Jura und Genf und die kritische Medienberichterstattung haben das EMD zu einer Kurskorrektur bewogen. Der Ordnungsdienst soll nun zwei Spezialtruppen vorbehalten bleiben: den Einsatzzügen des Festungswachtkorps und den Milizsoldaten vom Militärpolizei-Bataillon 1. Der Verordnungsentwurf wollte die entsprechenden Kompetenzen und Waffen zusätzlich noch den Kantonen und ihren Territorialtruppen übertragen.

Dies ist zweifellos ein Erfolg für die ArmeekritikerInnen, aber insgesamt ein schwacher Trost dafür, dass die Linke und die Friedensbewegung – inklusive GSoA – es 1995 verpasst haben, das neue Militärgesetz per Referendum ...

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WELTREICHENDE POLIZEIBEFUGNISSE FÜR DIE ARMEE
Bundessicherheitsarmee
Armee und Zivildienst | von Andreas Kyriacou | 01.07.1997

Im Rahmen der Armeereform turnt das Militär auf einer neuen Spielwiese: Die Wahrung der ‹Inneren Sicherheit›. Drei Verordnungen sollen festhalten, wann Armeetruppen Aufgaben der kantonalen Polizeikorps übernehmen dürfen. Jetzt liegen die Vernehmlassungsantworten vor.

Längst finden sie statt, die sogenannten ‹subsidiären› Einsätze der Armee. Jüngstes Beispiel dafür ist die Mobilisierung von Angehörigen des Festungswachtkorps an der Tessiner Grenze. Illegal einreisende Albaner sollen diesen Einsatz rechtfertigen, noch bevor die ‹Verordnung zum Grenzpolizeidienst (VGD)› verabschiedet ist. In Bern, Zürich und Genf übernimmt das Festungswachtkorps bei der Bewachung von Botschaften und Fluggesellschaften schon seit letztem ...

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DER WAFFENPLATZ NEUCHLEN-ANSCHWILEN WIRD ERÖFFNET
Unterbelegte Bio-Kaserne
Armee und Zivildienst | von Michael Walther | 01.07.1997

Am 29. August 1997 werden in Neuchlen-Anschwilen die Kaserne und Übungsanlagen offiziell eingeweiht. Das EMD profiliert sich in Neuchlen-Anschwilen als Umweltschützer und Kunstmäzen. Über die tatsächlich entstandenen Umweltschäden wird dies nicht hinwegtäuschen.

In Neuchlen-Anschwilen ziert jetzt eine baubiologisch errichtete Kaserne samt Nahkampfdorf mit fast einem ...

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LESERBRIEF
Zwangsdienst rentiert nicht
Armee und Zivildienst | von H. Frei | 01.07.1997

Die Schweiz hat fast hundert Jahre gebraucht, um einen Zivildienst einzuführen. Besser wäre es jedoch gewesen, niemanden zum Militär- oder Zivildienst zu zwingen. Wie Untersuchungen in Deutschland gezeigt haben, ist aus volkswirtschaftlicher Sicht, unter Berücksichtigung aller anfallenden Kosten, der Zivildienst so unwirtschaftlich wie jeder andere Zwangsdienst, hauptsächlich weil die Fähigkeiten der Zivildienstler meistens übergangen werden. Gerade in Pflegeberufen wäre es sinnvoller und auch wirtschaftlicher, regulär bezahlte, motivierte, ausgebildete Arbeitskräfte einzusetzen - gerade in dieser Zeit der hohen Arbeitslosigkeit. Die Löcher im sozialen Netz, verursacht durch Sparmassnahmen, lassen sich nicht mit vermeintlich ...

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EINE HOMEPAGE GEGEN DIE ARMEE UND DEN ZWANG ZUM WEITERMACHEN
Life aus der RS
Armee und Zivildienst | von Steffen Hung, GSoA | 01.07.1997

Ein originelles Beispiel, wie man sich auch von der RS aus aktiv gegen das Militär einsetzen kann, zeigt Steffen Hung mit seinem Tagebuch, das er über Internet allen zugänglich gemacht und wöchentlich updatet hat. Einen redaktionell bearbeiteten Auszug drucken wir hier ab.

Dies ist eine Homepage gegen die Armee und vorallem gegen den Zwang zum Weitermachen. Ich möchte mich entschuldigen, dass diese Seite nicht gerade toll aussieht. Ich bin jetzt gerade in der ‹San RS 67/97› in Tesserete/Ti und update meine Homepage jeweils via Notebook und Natel D. Die ersten 5 Wochen hatte ich ...

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KOLUMNE
Zivildienst stösst auf Interesse
Armee und Zivildienst | von Ruedi Winet | 01.07.1997

Neun Monate nach Einführung des Zivildienstes sind über 1800 Gesuche eingereicht. Derweilen kommen die Prüfungsausschüsse kaum nach mit ihrer Arbeit: Rund neun Monate muss derzeit ein Gesuchsteller warten, bis er angehört wird. Anfangs Mai präsentierte die Biga-Abteilung Zivildienst eine erste Statistik der Gesuche. Danach finden gegenwärtig pro Monat rund 80 Anhörungen statt, jedes siebte Gesuch wird abgelehnt. Die Ablehnungsgründe sind unterschiedlich, doch die meisten scheitern an schlechter Vorbereitung. Es empfiehlt sich deshalb weiterhin, vor der Einreichung eines Gesuchs eine Beratungsstelle für Militärverweigerung und Zivildienst aufzusuchen. Das Biga lehnt Gesuche besonders ...

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BANANASPLITTERZONE
X-Files
Armee und Zivildienst | von Hans Hartmann | 01.07.1997

«Natürlich soll man bei Übungsanlagen nicht konkret politisieren. Aber wir können unseren Soldaten auch nicht vorflunkern, dass sie gegen eine Invasion von Ausserirdischen antreten sollen», lautete einer der «Kernsätze» von Ulrico Hess am diesjährigen Divisionsrapport (ASMZ, 3-97). Ja, warum denn eigentlich nicht? Das ist doch - für einen frischgebackenen Korpskommandanten, der sich selber als «FDP-Mitglied, aber der SVP zugetan» bezeichnet - ziemlich unflexibel gedacht. Nehme er sich ein Beispiel an der Unteroffiziers-Konkurrenz, die da in ihrem Vereinsblatt ‹Schweizer Soldat› vom Juni dieses Jahres unerhörtes berichtet: «Obschon das berüchtigte Bermuda-Dreieck der Schiffs- und Luftfahrt immer noch ...

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ÖFFENTLICHE FAHNENABGABE DES BERNER ALARMREGIMENTS
Kuhglocken vor dem Münster
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.11.1996

Vor drei Jahren wurde das Postulat ‹Aktive Friedenspolitik in der Stadt Bern› überwiesen. Darin wurde ein Verbot von Defilees und Fahnenübergaben in Bern gefordert. Die Regierung meldete juristische Bedenken an, und heute bereitet der Stadtpräsident dem Berner Alarmregiments bereits wieder einen offiziellen Empfang. Die GSoA Bern war bei der Fahnenabgabe vor dem Empfang und hat dabei das Zeitalter der Armee ausgeläutet.

Selten hat ein parlamentarischer Vorstoss soviel Wirbel ausgelöst wie das Postulat von Ursula Hirt (Grünes Bündnis), das eine aktive Friedenspolitik von der Stadt Bern verlangte.
Die Postulantin forderte eine Entmilitarisierung der Stadt Bern ...

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GSOA-VV AM 24. NOVEMBER IN BERN: AN DEN INITIATIVPROJEKTEN WEITERARBEITEN
Einmischung notwendig!
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.11.1996

Die offizielle Schweiz hat entschieden: Die Schweiz soll der Nato-Partnerschaft für den Frieden beitreten, die Ratifizierung der europäischen Sozialcharta hingegen muss weiter warten. Die soziale Sicherheit wird weiter abgebaut und im Sozialbereich wacker gespart; dafür steckt man das Geld in die Aufrüstung der Armee für den inneren Einsatz. Endlich ist der Zivildienst in der Schweiz eingeführt aber die Zulassungskommission, die über die Zivildienstgesuche entscheidet, führt sich teilweise auf wie die Militärrichter in den 70er und 80er Jahren.
Verkehrte Welt? - Nein, Schweiz 1996.
Wer denkt, die Schweizer Armee sei heute kein Thema mehr ...

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