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Armee und Zivildienst: Texte aus der GSoA-Zeitung

FRIEDENSINITIATIVE DER GSOA GENF EINGEREICHT
«Man kann nie wissen … »
Armee und Zivildienst | von Tobia Schnebli | 01.09.1996

Über 11000 Unterschriften für die kantonale Volksinitiative «Genève République de paix» haben ein gutes Dutzend GSoA-AktivistInnen zusammen mit vielen SympathisantInnen in den vier Monaten zwischen Mai und August gesammelt. Von den unterstützenden Parteien, Gewerkschaften und sonstigen Gruppierungen kamen nur wenige Unterschriften.

Am 1. Mai sammelten wir 300 Unterschriften unter gleichgesinnten Stimmberechtigten, 1500 weitere kamen an unserem Stand im «Village alternatif» im Salon du Livre zusammen: Für die Besucher und Besucherinnen, die das Village besuchten, brauchte es natürlich keine grosse Überzeugungsarbeit mehr.

Kein Spaziergang

Dennoch war die Sammelkampagne kein Spaziergang. Am Abstimmungswochenende von Anfang Juni ...

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ARMEE IN FEINDBILDNOT
Neue Formen der Bürgernähe
Armee und Zivildienst | von Pierre André Rosselet | 01.09.1996

Am 7. Juni übten Genfer Territorialfüsiliere in Day (VD) das scharfe Vorgehen der Armee gegen als demonstrierende Arbeitslose auftretende Markeure. Die selbst von EMD-Chef Ogi als «verunglückt» bezeichnete Übung offenbart ein gravierendes Problem der Armee: ihre existentielle Feindildnot; weil kein äusserer Feind mehr auszumachen ist, müssen Ersatzfeinde im Inneren gesucht werden.

«Love, Peace, Unity» wurde am vergangenen 10. August an der Street Parade in Zürichvon jung und alt gefeiert. Noch nie tanzten hier so viele Menschen auf den Strassen (350000). Ohne jede Diskriminierung durfte jede und jeder seiner ekstatischen Freude und ihrer weltumspannenden Liebe Ausdruck geben ...

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EMD-ABTEILUNG «OPERATIVE KONZEPTLOSIGKEIT» PRESENTS:
The Fog (2)
Armee und Zivildienst | von Hans Hartmann | 01.09.1996

Seit bald drei Jahren steht unter der Bezeichnung «Partnership for Peace» (PfP) ein Angebot der Nato an alle OSZE-Staaten im Raum, die sich für eine engere militärische Zusammenarbeit interessieren: Auf der Basis bilateraler Abkommen könnten auch Nichtmitglieder mit der Nato im Ausbildungsbereich, bei grenzüberschreitenden Katastropheneinsätzen, bei der Friedenssicherung mit militärischen Verbänden und vielen anderen schönen Dingen kooperieren. Inzwischen haben alle europäischen Länder von diesem Angebot Gebrauch gemacht – mit Ausnahme Irlands, Tadschikistans, der Konfliktparteien im ehemaligen Jugoslawien und der Schweiz.

Schweizer Armee: Vom Feind verlassen, von Freunden umzingelt
Schweizer Armee: Vom Feind verlassen, von Freunden umzingelt
Der Bundesrat darf ...

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DISKUSSIONEN UM DIE GSOA 2
Vierzehn Kurzbeiträge zur Diskussion um die GSoA II
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.06.1996

 

Von weich zu hart

von Claudio Bernasconi

Im Unterschied zu Andreas Gross, den ich einlade, bei uns zu bleiben, bin ich absolut für die Lancierung einer zweiten Armeeabschaffungsinitiative. Seine taktisch abwartende Haltung, sein zu pragmatischer und moderater Standpunkt überzeugen mich überhaupt nicht. Nach einer Denkpause, nachdem wir uns auch zu Einzelthemen geäussert haben (Militärausgaben, F/A-18, Zivildienst, Waffenausfuhr, etc.), müssen wir den radikalen antimilitaristischen Diskurs einer umfassenden Friedenspolitik wieder aufnehmen. Von der weichen Linie wieder auf die harte - das ist nicht kontraproduktiv! Wenden wir jetzt wieder, mehr noch als früher, unsere antimilitaristischen Kräfte (und ...

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SICHERHEITSPOLITIK
Versprechen einer falschen Sicherheit
Armee und Zivildienst | von Kurt Seifert | 01.06.1996

Die Arbeitsgruppe Sicherheitspolitik um Ständerat Otto Schoch möchte den Weg vorspuren für eine militärische Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern. Die Frage, ob Sicherheit in der Schweiz und in Europa anders als mit Armeen zu schaffen ist, wird von der Gruppe Schoch erst gar nicht gestellt. Man mag mich einen Utopisten schimpfen, aber ich bin der Überzeugung, dass die Herausforderungen, vor denen wir stehen, nicht mittels Militär zu bewältigen sind. Im Gegenteil: Die bewaffneten Apparate binden menschliche und finanzielle Ressourcen, die dringend notwendig wären, um die wirklichen Probleme unserer Zeit zu l ...

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ZEIT ALS POLITISCHES ELEMENT IN DER DISKUSSION UM EINE NEUE ABSCHAFFUNGSINITIATIVE, ODER FREI NACH UDO LINDENBERG:
Das ist der Rhythmus bei dem jedeR mit muss
Armee und Zivildienst | von Martin Brunner | 01.06.1996

Bremsen die BaslerInnen? Seit Beginn der Diskussion um eine neue Abschaffungsinitiative lassen sich Mitglieder der Regionalgruppe Basel verlauten mit Titeln wie <Eile mit Weile> (Echo 1/96,) <Mit Siebenmeilenstiefeln .> (GSoA-Zitig Nr.63) und der Aussage <So geht es nicht!> (GSoA- Zitig Extra Nr.64). Wo liegen die Probleme der Nordwestschweiz? Wird hier eine alte Kiste zwischen Zürich und Basel aufgewärmt? Wäre dem so, könnte getrost zur Tagesordnung übergegangen werden, aber die Sache ist nicht so einfach. Das heutige Stadium der Diskussion wird offiziell als 'Vernehmlassung' bezeichnet. Diese hat zum Ziel, einerseits mögliche Inhalte eines neuen ...

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GSOA - WOHIN DES WEGS?
Eindrücke eines Aussenstehenden
Armee und Zivildienst | von GSoA, Heinz Bögle | 01.06.1996

 

Die in diversen Medien an prominenter Stelle lancierte Diskussion über eine neue Armee- Abschaffungs-Initiative hat bei mir das in den letzten Jahren stark abgekühlte Interesse an der GSoA wieder geweckt. Deswegen erachtete ich es auch als notwendig, mich persönlich an der VV in Solothurn am Stand der Dinge zu informieren und mir meine Meinung zu bilden. Mein Nichtinteresse an der GSoA in den letzten Jahren hat konkret nichts mit dem Glauben an die Notwendigkeit zu tun, die Armee abzuschaffen, sondern mit dem Setzen von anderen Prioritäten. Nach der grossen Euphorie beim ersten Versuch, die heilige Kuh Armee ...

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DISKUSSIONEN UM DIE GSOA 2
GSoA II: Klug, originell und rasch zum Ziel
Armee und Zivildienst | von GSoA, Pierre André Rosselet | 01.06.1996

Wir sind uns und unseren hoffnungsvollen Gleichgesinnten schuldig, bald eine neue Abschaffungsinitiative zu lancieren. Weder kontraproduktiv noch verantwortungslos ist dies dann, wenn wir die Weitsicht der 'Profis' mit dem Elan der Basis, die Erfahrung der Gründer mit dem Drang der Jugend verbinden. Klugheit hat an der Vollversammlung vom 31. März die GSoA vor dem Eklat bewahrt. Das ungespaltene Potential bleibt der GSoA erhalten. Klug wurde beschlossen, für die GSoAII die Ängste der Menschen ernst zu nehmen. Dazu möchte ich konkrete Vorschläge machen:

Angst Nr. 1: Soziale Unsicherheit Soziale Unsicherheit durch globale Wirtschaftsstrukturen sieht Andi Gross ...

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JETZT ENTSCHEIDEN
Die zivile Intervention
Armee und Zivildienst | von Michel Monod | 01.06.1996

Bewaffnete Verteidigung ...

Bezüglich Verteidigungs- und Sicherheitspolitik stehen sich in Europa zwei Modelle gegenüber. Deutlicher wahrnehmbar ist wohl jenes der bewaffneten Verteidigung. Die Staaten vertrauen auf ihre militärischen Kräfte, sind daran, Berufsarmeen aufzustellen, um den technischen Anforderungen einer modernen Bewaffnung gerecht zu werden. Belgien hat die allgemeine Wehrpflicht bereits abgeschafft. Auch die Niederlande und Frankreich verfolgen dieses Ziel und wollen es England gleichtun, das schon seit langem eine Berufsarmee unterhält. Die NATO ist weiterhin tonangebend, und wer noch nicht NATO-Mitglied ist, strebt eine Partnerschaft an. Die Oststaaten haben diese Partnerschaft im Bewusstsein dessen beantragt, dass es ...

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DIE ARMEE ABSCHAFFEN UND DIE SICHERHEITSBEDÜRFNISSE DER BEVÖLKERUNG ERNST NEHMEN
Zivile Sicherheit als drittes Standbein der GSoA II
Armee und Zivildienst | von Marco Tackenberg und Nico Lutz | 01.06.1996

Militärs wie bürgerliche Politiker haben längstens gemerkt, wovor sich die Menschen in diesem Land fürchten: Es sind - nebst der bedrohlichen sozialen Situation! - immer weniger kriegerische Auseinandersetzungen als zivile und Naturkatastrophen, welche die Frage aufkommen lassen: Wer schweisst mich im entscheidenden Moment aus den Trümmern?

Der Bundesrat hat aus dieser Erkenntnis heraus mit dem Bericht zur Sicherheitspolitik 1990 die Katastrophenhilfe als wesentliche Armeeaufgabe vereinnahmt und massiv ausgebaut. Die Militärführung rechnet zurecht damit, dass politische Angriffe auf die Armee mit diesen an sich notwendigen, aber eigentlich zivilen Aufgaben besser abgewehrt werden können. Indem die ...

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