Themen > Krieg und Frieden > Afghanistan

Afghanistan

Die afghanische Bevölkerung leidet seit Jahrzehnten darunter, dass die umliegenden Staaten sowie die westlichen und östlichen Industrienationen mit gezielten kriegerischen Eskalationen ihre geopolitischen und ökonomischen Interessen im Mittleren Osten durchzusetzen suchen. Der Einmarsch der Sowjettruppen, die systematische Aufrüstung und Unterstützung der Mujahedin-Milizen und der Taliban durch die USA und schliesslich die Bombardierung Afghanistans sind Ausdruck dieser kurzfristigen Interessenpolitik. Über zwei Millionen Menschen fielen in den vergangenen zwei Jahrzehnten dieser Politik zum Opfer, rund 10 Millionen Minen sind in Afghanistan vergraben, der afghanischen Zivilbevölkerung ­ insbesondere Frauen ­ wurden die elementarsten Menschenrechte entzogen.

Notwendig wäre heute eine internationale Politik, die auf die brutale Durchsetzung von Eigeninteressen verzichtet und einer von der afghanischen Bevölkerung selbstbestimmten Perspektive eine Chance gibt. Dazu gehören die Garantie von elementaren BürgerInnenrechten, der Gleichberechtigung der Frauen sowie die Religionsfreiheit für die afghanische Zivilbevölkerung. Weder das Taliban-Regime noch das Kriegsbündnis Nordallianz verfolgen dieses Ziel.

«WAR ON TERROR»
Wer vom Irak-Krieg nicht reden will, sollte von ISIS schweigen
Krieg und Frieden | von GSoA | 24.11.2015

Die beiden barbarischsten Formen aktueller Terrormethoden sind der Drohnenkrieg und die Selbstmordattentate. Der Drohnenkrieg ist barbarisch, weil nur eine Seite ein Risiko eingeht, auf einen getöteten Terroristen neun unschuldige zivile Opfer und auf jedes Opfer acht Terroristen kommen. Die Selbstmordattentate sind barbarisch, weil die Täter völlig unberechenbar und rücksichtslos sind, da sie mit dem eigenen Leben abgeschlossen haben. Über den Drohnenkrieg habe ich mich in meinem Basler Uni-Vortrag über den „Krieg gegen den Terror - Bilanz einer Katastrophe" (Blog vom 8.4.2015) geäussert. Hier und jetzt gehe ich aus von den schrecklichen Attentaten in Paris ...

weiterlesen

BEWEGUNG AUF DER STRASSE
Rückblick auf Demonstrationen gegen den Krieg
Krieg und Frieden | von GSoA | 10.08.2006

Die GSoA hat mehrmals Demonstrationen gegen die Kriege als Antwort auf die Gewalt des Terroranschlags vom 11. September 2001 mitorganisiert. Hier haben wir einen Rückblick mit Photos zusammengestellt.

Der amerikanische Präsident Bush hat einen permanenten Krieg «gegen Terror» angekündigt. Wir werden Ausdauer brauchen und Hartnäckigkeit. Die USA und die westlichen Regierungen können ihre Kriegspolitik nicht ohne Unterstützung ihrer BürgerInnen weiterführen. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass diese Unterstützung abnimmt und eine andere, intelligentere Konfliktpolitik einfordern. Bitte setzen Sie sich mit der GSoA in Verbindung, wenn sie einem Antikriegskomitee beitreten ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Wut ist der Schlüssel
Krieg und Frieden | von GSoA | 10.03.2006

Ein Kontinent brennt - Warum der Terrorismus nur ein Symptom ist

Von Arundhati Roy

Nach den skrupellosen Selbstmordanschlägen auf das Pentagon und das World Trade Center erklärte ein amerikanischer Nachrichtensprecher: «Selten zeigen sich Gut und Böse so deutlich wie am letzten Dienstag. Leute, die wir nicht kennen, haben Leute, die wir kennen, hingemetzelt. Und sie haben es voller Verachtung und Schadenfreude getan.» Dann brach der Mann in Tränen aus.

Hier haben wir das Problem: Amerika führt einen Krieg gegen Leute, die es nicht kennt (weil sie nicht oft im Fernsehen zu sehen sind). Noch bevor die ...

weiterlesen

DOSSIER
«Krieg gegen Terror»
Krieg und Frieden | von GSoA | 30.03.2005

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf das Finanzzentrum World Trade Center sowie auf das Pentagon änderte sich die Weltlage dramatisch. Obwohl keine klaren Beweise vorlagen, wurde sofort der Terrorist Osama Bin Laden verdächtigt und das Netzwerk der El Kaida. Manche behaupten, die Anschläge seien vom amerikanischen Geheimdienst selber ausgeführt worden. Auch wenn dazu viele Verschwörungstheorien und falsche Gerüchte kursieren muss man doch festhalten, dass einige Ereignisse wirklich sehr fragwürdig sind.
Jedenfalls nutzte die US-Regierung den Schock über die Anschläge sofort aus, um einerseits Afghanistan anzugreifen und zu besetzen und andererseits ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Demonstration 20 März 2004
Krieg und Frieden | von GSoA | 20.03.2004

Ein Jahr nach Kriegsbeginn gegen den Irak fand in Bern eine grössere Demonstration statt. Rund 5'000 Personen zeigten ihren Willen für Freiheit und Selbstbestimmung der Menschen im Irak, in Palästina und in Tschetschenien auf der Strasse.

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Irak, Afghanistan, Madrid: Die militärische Bekämpfung des Terrorismus scheitert
Krieg und Frieden | von GSoA | 15.03.2004

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 haben die USA und ihre Verbündeten unilateral den «Krieg gegen Terrorismus» ausgerufen. Dass Präsident Bush diesen Krieg als «Kreuzzug» angekündigt hatte (eine Formulierung, die er später zurücknahm), nahm die Auffassungen der Kriege gleich vorweg, die die folgenden Militäroperationen gegen Afghanistan und den Irak in der arabischen Welt zur Folge haben würden.

Doch der «Krieg gegen Terror» ist gescheitert. Wenn sich in den folgenden Wochen herausstellen sollte, dass die schrecklichen Anschläge in Madrid auf das Konto der Terrororganisation Al-Kaida gehen, bestätigt das diese Feststellung ...

weiterlesen

UNSERE WUT IST GRENZENLOS: ÜBER DEN ANTIAMERIKANISMUS ALS IDEOLOGIE
Wie man einen Krieg verkauft
Krieg und Frieden | von GSoA | 02.10.2002

Jene, die in den letzten Wochen Kritik an der amerikanischen Regierung geübt haben, wurden des Antiamerikanismus bezichtigt. Dieser Begriff erhält gegenwärtig die Weihen einer Ideologie. Gewöhnlich verwendet das amerikanische Establishment diese Bezeichnung, um seine Kritiker zu diskreditieren und ihnen ein (nicht völlig falsches, eher: ungenaues) Etikett zu verpassen. Sobald jemand als Antiamerikaner abgestempelt ist, kann der Betreffende damit rechnen, umstandslos verurteilt zu werden, und sein Argument wird im Aufschrei eines verletzten Nationalstolzes untergehen.

Was bedeutet Antiamerikanismus? Dass man nicht gern Jazz hört? Dass man gegen Meinungsfreiheit ist? Dass man nicht für Toni Morrison ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Verena Tobler - Plädoyer für einen fruchtbaren Umgang mit Extremisten
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.01.2002

Die Taliban verstehen

Verena Tobler

Es gibt derzeit wohl wenige Gruppierungen in der Welt, die derart diabolisiert werden wie die Taliban in Afghanistan. Wer sich unmöglich machen will, muss nur ein Wort für diese verfemten Gottesstreiter einlegen. Und doch bin ich überzeugt: Wer die Taliban versteht, hat einen ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Demo vom 10.11.2001
Krieg und Frieden | von GSoA | 10.11.2001

Vom 9. bis 13. November findet die vierte Ministertagung der World Trade Organization (WTO) in Qatar statt. Millionen von Menschen, vor allem aus armen Ländern, kämpfen für eine gerechte und gesicherte Zukunft, gegen die Globalisierung im Dienste der transnationalen Konzerne und Finanzholdings. Seit der 2. Tagung der ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Brief an die Abgeordneten des deutschen Bundestags
Krieg und Frieden | von GSoA | 08.11.2001

Krieg ist keine Lösung. Die Gewaltspirale durchbrechen!

Sehr geehrte Frau Abgeordnete,
sehr geehrter Herr Abgeordneter,

Die Regierung mutet Ihnen mit dem Antrag auf Bereitstellung (und der folgenden Entsendung) der Bundeswehr für den Kriegseinsatz in Afghanistan eine schwere Entscheidung zu, die je nach dem Ausgang der Abstimmung verhängnisvolle Folgen haben kann. Sie sollen die Bundeswehr in einen Krieg senden, der sich bereits als das gefährliche militärische Abenteuer herausgestellt hat, das selbst bei uneingeschränkter Solidarität mit den USA laut Kanzler Schröder angeblich nicht eingegangen werden sollte.

Wir erinnern an die bisherigen fatalen Folgen des ...

weiterlesen

2  >

Alle Beiträge zum Schlagwort "Afghanistan"