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Afghanistan

Die afghanische Bevölkerung leidet seit Jahrzehnten darunter, dass die umliegenden Staaten sowie die westlichen und östlichen Industrienationen mit gezielten kriegerischen Eskalationen ihre geopolitischen und ökonomischen Interessen im Mittleren Osten durchzusetzen suchen. Der Einmarsch der Sowjettruppen, die systematische Aufrüstung und Unterstützung der Mujahedin-Milizen und der Taliban durch die USA und schliesslich die Bombardierung Afghanistans sind Ausdruck dieser kurzfristigen Interessenpolitik. Über zwei Millionen Menschen fielen in den vergangenen zwei Jahrzehnten dieser Politik zum Opfer, rund 10 Millionen Minen sind in Afghanistan vergraben, der afghanischen Zivilbevölkerung ­ insbesondere Frauen ­ wurden die elementarsten Menschenrechte entzogen.

Notwendig wäre heute eine internationale Politik, die auf die brutale Durchsetzung von Eigeninteressen verzichtet und einer von der afghanischen Bevölkerung selbstbestimmten Perspektive eine Chance gibt. Dazu gehören die Garantie von elementaren BürgerInnenrechten, der Gleichberechtigung der Frauen sowie die Religionsfreiheit für die afghanische Zivilbevölkerung. Weder das Taliban-Regime noch das Kriegsbündnis Nordallianz verfolgen dieses Ziel.

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