Themen > Krieg und Frieden > GSoA-Zeitung

Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

KRIEG UND FRIEDEN
Sonderbund Rüstung
Krieg und Frieden | von Daniel Bachofen | 01.11.2004

Einleitung zum 2. Bund dieser Zeitung: Rüstung

Der Rüstungswahnsinn des kalten Krieges liegt hinter uns, und doch steigen die jährlichen Rüstungsausgaben weiter an. Die Ursachen liegen in George W. Bushs «Krieg gegen den Terror» in Afghanistan und Irak. Die massive Aufrüstung der USA seit dem 11. September 2001 kurbelt auch die Rüstungsmaschinerie in anderen Staaten an. Alleine im vergangenen Jahr stiegen die Rüstungsausgaben global um 11 Prozent. Die Ausgaben der hochentwickelten Staaten für militärische Zwecke zusammen liegen derzeit zehnmal so hoch wie ihre Leistungen für die Entwicklungshilfe (2001) und h ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Das Geschäft mit dem Tod
Krieg und Frieden | von Andreas Weibel | 01.11.2004

Die Geschichte ist simpel: Ein kleines Land mit besonders grossem Unabhängigkeitsdrang muss sich gegen übermächtige Feinde verteidigen. Dazu braucht es eine Armee. Und eine Rüstungsindustrie.

Und um eine überlebensfähige Grösse zu erhalten, muss die Rüstungsindustrie ihre Produkte auch ins Ausland verkaufen. Das ist wichtig. So wichtig, dass im Zweifelsfall die Moral hinten anstehen muss.

Noch immer dient diese Geschichte aus den Zeiten des Kalten Krieges den Rüstungs-Lobbyisten im Bundeshaus zur Legitimierung von unmoralischen Geschäften. Die PR-Verantwortlichen der Waffenkonzerne bringen diese Argumentation zur Rechtfertigung des Exports von Kleinwaffen nach Saudi-Arabien, zur Begründung ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Kleinwaffen
Krieg und Frieden | von Martin Parpan | 01.11.2004

Während sich die internationalen Rüstungskontroll- und Abrüstungsbemühungen der zurückliegenden Jahrzehnte auf schwere Waffensysteme und das Arsenal an Atomwaffen konzentrierten, sind die sogenannten Kleinwaffen spätestens in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu den eigentlichen modernen Massenvernichtungswaffen geworden.

«Es ist, als ob wir den Boden aufwischen, während der Wasserhahn läuft. Ein Kugelhagel dauert nur fünf Minuten, aber es kostet drei Stunden Zeit und enorme Ressourcen, um einen Menschen wieder herzustellen». Diese Aussage stammt von Dr. Olive Kobusingye, einem Unfallchirurgen aus Uganda. Kobusingye geht immerhin davon aus, dass sich nach dem Kugelhagel die Menschen ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
"Nicht tödliche" Waffen
Krieg und Frieden | von Daniel Bachofen | 01.11.2004

«Non lethal weapons» («nicht tödliche Waffen») und ihre härteren Verwandten «less lethal weapons» («weniger tödliche Waffen») sind ein weitgehend unerschlossenes und deshalb Profit versprechendes Feld auf dem internationalen Rüstungsmarkt.

Angesichts Situationen wie der im Irak, wo die hoch technologisierte US-Armee zwar militärische Überlegenheit, aber keine Sympathie in der Bevölkerung erlangen kann, erwecken nichttödliche Waffen immer mehr Interesse bei Militär und Polizei.

Das Bedürfnis nach «non lethal weapons» (NLW) ist im letzten Jahrzehnt bei Armeen weltweit markant angestiegen. Kein Wunder, hat sich in diesem Bereich also ein lukrativer Markt gebildet. Ein Beispiel ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
RoboCop und Cyborgs
Krieg und Frieden | von Daniel Bachofen | 01.11.2004

Die Kriegsmaschinerie hat sich im letzten Jahrhundert weiterentwickelt wie noch nie zuvor. Doch trotz High-Tech Kriegsgeräten ist auch die modernste Armee nur so stark wie ihr schwächstes Glied, und das ist das gleiche wie schon seit jeher: der Mensch. Ein amerikanisches Rüstungsprogramm will das nun ändern.

Das Forschungszentrum «Defense Advanced Research Projects Agency» (DARPA), welches direkt dem Pentagon unterstellt ist, soll dieses schwächste Glied in der Kriegsführung nun weiterentwickeln zu einer schwerbewaffneten Tötungsmaschine, welche tagelang ohne Schlaf auskommt, kaum Schmerzen kennt und dazu auch noch ferngesteuert werden kann. Was bisher nur Arnold Schwarzenegger und ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Andreas Zumach zu Bosnien
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.11.2004

Meinung des Genfer Uno-Experten zur geplanten schweizer Beteiligung am Eufor-Einsatz.

Herr Zumach, was halten Sie von der geplanten Beteiligung der Schweizer Armee an der EUFOR-Truppe der EU in Bosnien?

Die kleine Zahl von 20 Soldaten, die nach Bosnien geschickt werden sollen, macht klar, dass es sich bei diesem geplanten Einsatz ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
GSoA - Sommerfitamin
Krieg und Frieden | von Martin Parpan | 01.09.2004

17 GsoAtInnen, darunter drei neue Gesichter, trafen sich am 21./22. August in Nidau bei Biel zum halbjährlich statt findenden «Fitamin»-Wochenende.

Es wurde diskutiert, zugehört, argumentiert und überlegt, wie und mit welchen Mitteln sich die GSoA in den aktuellen und zukünftigen Debatten einbringen will.

Den Auftakt ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Kurs für feministische Friedenspolitik
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.09.2004

ProFF! - Kurs für junge Promotorinnen feministischer Friedenspolitik

«Mann = aggressiv / Frau = friedfertig». Diese Erklärung musste jahrelang herhalten, um die Geschlechterrollen von Männern und Frauen in Krieg und Frieden, in der Berufswelt und im Privaten zu begründen und zu zementieren. Im Kurs für junge Promotorinnen feministischer Friedenspolitik zerpflücken wir dieses Stereotyp. Wir entwerfen vielfältige Bilder von Frauen und Männern sowie eigene Visionen von Frieden. Wir analysieren die Auswirkungen von Militarisierung und Krieg auf unseren Alltag und lernen Möglichkeiten ziviler Konfliktbearbeitung kennen.

Der 5-tägige Kurs richtet sich an Frauen im Alter von 18 ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Militärisches Durcheinandertal
Krieg und Frieden | von Josef Lang | 01.09.2004

Das Verteidigungsdepartement unter Samuel Schmid und die Schweizer Armee sind zum Dauerthema des Sommers 2004 geworden. Hinter den Schlagzeilen steht aber nicht ein mediales Sommerloch, sondern die existenzielle Sinnkrise der Armee.

«Keine Feinde, keine Freunde. Die Armee am Ende.»
(Facts, 8. Juli 2004)

Die Schweizer Armee befindet sich in ihrer tiefsten Sinn-Krise seit hundert Jahren. Ihre Situation entspricht dem Titel von Dürrenmatts armeekritischen Roman «Durcheinandertal» aus dem historischen Jahr 1989. Der Hauptgrund für die Armeekrise ist nicht das Bundesdefizit: Die einstmals heilige Kuh leidet unter dem eigenen Legitimitätsdefizit. Den New Public Managern (NPM), die es ernst meinen ...

weiterlesen

KRIEG UND FRIEDEN
Miliärmacht Europa?
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.09.2004

Die europäische Union, während Jahrzehnten Sinnbild für die Überwindung der durch die beiden Weltkriege aufgeworfenen Gräben in Europa, rüstet zum Krieg.

Dieser Schluss muss aus den Entwicklungen gezogen werden, die in den letzten Jahren zu beobachten waren. Ein Jahr nach dem Irak-Krieg ist auch klar: Das unilaterale Vorgehen der USA hat die europäischen Regierungen nicht dazu geführt, die Uno wieder als zentralen Bezugspunkt einzusetzen und verstärkt nach zivilen Lösungen zur Konfliktbeilegung zu suchen, sondern - als «Gegenmacht» zu den USA angepriesen - den Ausbau des «militärischen Kerneuropa» voranzutreiben. Dies stellt auch die ...

weiterlesen

<  1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  >