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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

KRIEG UND FRIEDEN
Kollektive Sicherheit am Scheideweg
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.09.2005

Die Debatte um die Reform der Vereinten Nationen wurde in den letzten Monaten durch die Lobby-Anstrengungen einzelner Nationalstaaten geprägt, die um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat balgen.

Dabei ist die Reform des Sicherheitsrates nur eine von zahlreichen Herausforderungen, vor denen die Vereinten Nationen in den nächsten Monaten stehen.

Als ein «Wettpinkeln gegen den Wind» (taz, 18.4.2005) bezeichnete ein Diplomat unlängst die Versuche von Staaten, sich einen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu ergattern. Generell muss jedoch die Frage gestellt werden, ob eine Neuverteilung der Sicherheitsrat-Sitze die Demokratisierung der Uno entscheidend voranbringt. Auch mit einem Einbezug ständiger afrikanischer ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Wie Thomas von Aquin zum UN-Sonderberater wurde
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.09.2005

Unlängst verlangte Generalsekretär Kofi Annan von den Mitgliedsstaaten im Hinblick auf die im September stattfindende Uno-Vollversammlung mehr Engagement bei der Umsetzung der «Milleniumsziele». Dazu forderte er auch die Anerkennung des Prinzips der «Responsibility to Protect».

Woher kommt dieses Prinzip und was bedeutet es? Erstaunlicherweise liegt ein grosser Teil der Antworten auf diese Fragen im tiefen Mittelalter.
Von Felix Birchler

Der Scholastiker Thomas von Aquin (1225-1274) hat mit seinen Schriften zur Frage nach der möglichen Rechtfertigung von Gewalt und Krieg, ein Thema aufgegriffen, das seit jeher kontrovers diskutiert wurde. Die thomanische Lehre des gerechten Krieges ist aber wohl ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Chance für ein ziviles Europa?
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.09.2005

Der Ratifizierungsprozesses der EU-Verfassung ist ins Stocken geraten. Eine Chance für einen friedenspolitischen Kurswechsel in Europa - zum Beispiel mittels eines friedenspolitischen Gegenentwurfs?

Die Verfassung für die Europäische Union wurde von den Friedensorganisationen in zahlreichen Staaten Europas abgelehnt, weil sie den Ausbau der Union zum militärischen Akteur vorgesehen hatte.
Von Tobias Pflüger

Nach dem deutlichen Scheitern des EU-Verfassungsvertrages in Frankreich und den Niederlanden machen hilflose Erklärungsversuche die Runde. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments Elmar Brok konstatierte in einer Erklärung das «Versagen der politischen Klasse.» Den Verfassungsbefürwortern sei es ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Kein Trost für die Trostfrauen
Krieg und Frieden | von Samuel Durrer | 01.09.2005

«comfort women» wurden die Zwangsprostituierten im pazifischen Raum während dem 2. Weltkrieg genannt. Interview mit einer Aktivistin aus Korea.

Aus Anlass des 60. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges fanden zahlreiche Gedenkveranstaltungen satt und es erschienen diverse Publikationen, welche die Verbrechen in Europa ausleuchten. Fast unbekannt ist hingegen das Schicksal der «Trostfrauen» des pazifischen Krieges.

Am 10. August 2005 fanden in zahlreichen Länder Mahnwachen statt, die an das Schicksal der «comfort women» erinnerten - so auch in Bern. Die GSoA beteiligte sich an dieser Aktion, um auf die Verbindung zwischen Militarismus und Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen aufmerksam ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Ziviler Friedensdienst in Palästina
Krieg und Frieden | von Martin Parpan | 01.09.2005

Holy Land Trust ist eine palästinensische Friedensorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, mit gewaltfreiem Widerstand für die palästinensische Unabhängigkeit zu kämpfen und mit gewaltfreien Konfliktlösungsmodellen zum Aufbau einer palästinensischen Gesellschaft beizutragen.

Martin Parpan sprach mit Sami Awad, dem Geschäftführer von Holy Land Trust.

Sami Awad, kannst du mir sagen, wie und weshalb Holy Land Trust gegründet wurde?

Holy Land Trust wurde gegründet, nachdem ich aus den USA zurückkam. Ich studierte dort politische Wissenschaft und internationales Friedens- und Konfliktmanagement. Mein Wunsch war es, mit der Arbeit fortzufahren, die ...

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KRIEG UND FRIEDEN
"Wir greifen ein!"
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.09.2005

Am 5. August sind sieben Tamilen und Tamilinnen nach Sri Lanka gereist, um sich in friedensfördernden Projekten zu engagieren. Sie bilden das Pionierteam des «Diaspora Internship Projects» des Service Civil International.


Von Martin Leschhorn

Die Ermordung des srilankischen Aussenministers Lakshman Kadirgamar am vergangenen 12. August zeigt, dass es starke Kräfte gibt, die den labilen Friedensprozess in Sri Lanka torpedieren und zur offenen Gewalt zurückkehren wollen. Dieser militärische Weg hat den Konflikt zwischen TamilInnen und SinghalesInnen einer politischen Lösung um nichts näher gebracht, sondern nur Leid, traumatisierte Menschen und eine daniederliegende Wirtschaft hinterlassen.

Der Friedensprozess ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Seid kriminell!
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.09.2005

Ida Kuklina vom «Komitee der russischen Soldatenmütter» aus Moskau hat im Juni 2005 in Europa die Arbeit der Soldatenmütter beschrieben. Insbesondere wurde die Friedens- und Menschenrechtsarbeit in Tschetschenien thematisiert.

Die russischen Soldatenmütter gibt es bereits seit 1990, das Komitee hat sich 1993 konstituiert.
Rosalia Krenn hat den Bericht der Soldatenmütter in Stichworten aufgezeichnet.

Selbstverständnis

Nach eigenem Selbstverständnis repräsentieren die Soldatenmütter all jene Menschen, die ausserhalb der Machtstrukturen angesiedelt sind. Ida Kuklina beschreibt das Komitee als Organisation zur Verteidigung der Menschenrechte; einige Soldatenmütter arbeiten an der Gründung einer Partei, wobei Komitee ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Nahost-Petition
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2005

Für die Anwendung der Genfer Konventionen und des internationalen Rechts im Nahost-Konflikt! Keine Rüstungszusammenarbeit und kein Handel mit Rüstungsgütern zwischen der Schweiz und den Ländern im Nahen Osten!

Aktuelle Informationen zur Petition unter http://www.gsoa.ch/aktuell/nahost/.

Für die Anwendung der Genfer Konventionen und des internationalen Rechts im Nahost-Konflikt

Keine Rüstungszusammenarbeit und kein Handel mit Rüstungsgütern zwischen der Schweiz und den Ländern im Nahen Osten

Gravierende Verletzungen der Menschenrechte und Verstösse gegen das Völkerrecht Die in der letzten Zeit eingetretene Abnahme der Gewaltakte und der angek ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Bericht Fitamin
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2005

Bericht vom GSoA-Fitamin vom 21./22. Mai im Lago Lodge.

(sl) Die Sonne schien, der See lockte zum Bade - doch Mitte Mai sind halt die Wassertemperaturen selbst am schönen Bieler See erst hoch genug für wirklich mutige Menschen. So machten sich die gegen 20 GSoAtInnen aus der ganzen Schweiz - darunter auch einige neue Gesichter - am Wochenende vom 21./22. Mai daran, sich gsoa- und friedenspolitisch weiterzubilden. In den Fokus nehmen wollten wir diesmal die Rolle der Schweizer Privatindustrie in Bezug auf internationale Kriege und Konflikte. Tom Cassee erklärte uns ausführlich, in welchen Bereichen überhaupt problematische Gesch ...

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KRIEG UND FRIEDEN
VBS schreibt Geschichte
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.06.2005

Wer behauptet hat, dass die Schlagzeilen zur Armee vom Sommer 2004 in erster Linie auf das «journalistische Sommerloch» zurückzuführen seien, sieht sich zu Beginn des diesjährigen Sommers deutlich widerlegt: Auch heute sorgt die tiefe Krise der Armee fast täglich für Schlagzeilen.

Und das VBS schreibt dabei Geschichte: Mit seinem Beharren auf dem Kauf von Transportflugzeugen, begleitet von massiven Druckversuchen auf die eidgenössischen ParlamentarierInnen, hat das Departement Schmid dafür gesorgt, dass erstmals in der Schweizer Geschichte am 17. März 2005 mit 97 zu 82 Stimmen ein ganzes Rüstungsprogramm bachab ging.

Die Schweizer ...

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