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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

KRIEG UND FRIEDEN
Einsatzarmee
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.11.2004

Der Richtungswechsel von der «Ausbildungsarmee» hin zur «Einsatzarmee», den die krisengeschüttelte Schweizer Armee momentan vorantreibt, sieht auch eine Ausweitung der bewaffneten Auslandseinsätze vor. Aus friedenspolitischer Sicht drängen sich Fragen auf.

«Ich habe den Auftrag, unser Engagement im Bereich der friedenserhaltenden Dienste im Ausland in nächster Zeit zu verdoppeln.» Mit diesen Worten nahm Armeechef Keckeis Bezug auf die im September 2004 geäusserte Absicht des Bundesrates, die Auslandseinsätze der Schweizer Armee «mittelfristig bis auf Bataillonsstärke auszubauen». Schon vorher hatte der Bundesrat dem Armeechef mitgeteilt, wohin er - neben den 237 Schweizer Soldaten, die bereits heute im ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Interview zu Bosnien
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.11.2004

(db) Interview mit Fadila Memisevic, Präsidentin der bosnischen Sektion der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)

Die Schweizer Armee will Soldaten nach Bosnien-Herzegowina schicken. Braucht das Land wirklich weitere Soldaten oder vielmehr Unterstützung beim Aufbau ziviler Institutionen? Diese und andere Fragen stellte David Buchmann Fadila Memisevic, Pr ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Rekrutenguide zum 2.
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.11.2004

Unter dem Titel «Yo Kumpel Soldat» berichteten wir in der letzten GSoA-Zeitung über den Rekrutenguide, ein sexistisches und anbiederndes Machwerk, das mit Hilfe des VBS an alle Deutschschweizer Rekruten (Rekrutinnen?) verteilt wurde. Wie im Artikel angetönt, hatte die Sache ein Nachspiel.

Von Barbara Müller*

Als militaristisch, nationalistisch und sexistisch kritisierten wir von der Gruppe «Frauenstimmen gegen den Krieg» den Inhalt des «mit freundlicher Unterstützung des VBS» im letzten Frühjahr an rund 25'000 RekrutInnen verteilten «Rekrutenguides». Unsere Kritik hat einiges ausgelöst: Diverse Medien griffen das Thema auf und die SP-Nationalrätin Barbara Haering reichte beim ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Unoresolution zu Frauen und Friedensarbeit
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.11.2004

Es gibt sie, die UNO-Resolution, die sich explizit mit Frauen, Frieden und Sicherheit auseinandersetzt, die Partizipation von Frauen in Gewaltpräventions- und Friedensprozessen, die Unterstützung lokaler Friedensinitiativen von Frauen sowie den Schutz von Frauen und Kindern vor geschlechtsspezifischer Gewalt fordert.

Von Yvonne Joos*

Zum Vier-Jahre-Jubiläum der Resolution 1325 lancieren die cfd-Frauenstelle für Frie-densarbeit, Amnesty International Schweiz und Heks Hilfswerk der Evangelischen Kir-chen Schweiz eine Postkartenaktion.

«Es ist sehr wichtig und ermutigend für uns zu wissen, dass Frauen rund um die Welt ebenfalls zur Resolution 1325 arbeiten», betonen Mitarbeiterinnen der Frauen-NGO Zene Zenama in Sarajevo. Die Rede ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Sonderbund Rüstung
Krieg und Frieden | von Daniel Bachofen | 01.11.2004

Einleitung zum 2. Bund dieser Zeitung: Rüstung

Der Rüstungswahnsinn des kalten Krieges liegt hinter uns, und doch steigen die jährlichen Rüstungsausgaben weiter an. Die Ursachen liegen in George W. Bushs «Krieg gegen den Terror» in Afghanistan und Irak. Die massive Aufrüstung der USA seit dem 11. September 2001 kurbelt auch die Rüstungsmaschinerie in anderen Staaten an. Alleine im vergangenen Jahr stiegen die Rüstungsausgaben global um 11 Prozent. Die Ausgaben der hochentwickelten Staaten für militärische Zwecke zusammen liegen derzeit zehnmal so hoch wie ihre Leistungen für die Entwicklungshilfe (2001) und h ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Das Geschäft mit dem Tod
Krieg und Frieden | von Andreas Weibel | 01.11.2004

Die Geschichte ist simpel: Ein kleines Land mit besonders grossem Unabhängigkeitsdrang muss sich gegen übermächtige Feinde verteidigen. Dazu braucht es eine Armee. Und eine Rüstungsindustrie.

Und um eine überlebensfähige Grösse zu erhalten, muss die Rüstungsindustrie ihre Produkte auch ins Ausland verkaufen. Das ist wichtig. So wichtig, dass im Zweifelsfall die Moral hinten anstehen muss.

Noch immer dient diese Geschichte aus den Zeiten des Kalten Krieges den Rüstungs-Lobbyisten im Bundeshaus zur Legitimierung von unmoralischen Geschäften. Die PR-Verantwortlichen der Waffenkonzerne bringen diese Argumentation zur Rechtfertigung des Exports von Kleinwaffen nach Saudi-Arabien, zur Begründung ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Kleinwaffen
Krieg und Frieden | von Martin Parpan | 01.11.2004

Während sich die internationalen Rüstungskontroll- und Abrüstungsbemühungen der zurückliegenden Jahrzehnte auf schwere Waffensysteme und das Arsenal an Atomwaffen konzentrierten, sind die sogenannten Kleinwaffen spätestens in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu den eigentlichen modernen Massenvernichtungswaffen geworden.

«Es ist, als ob wir den Boden aufwischen, während der Wasserhahn läuft. Ein Kugelhagel dauert nur fünf Minuten, aber es kostet drei Stunden Zeit und enorme Ressourcen, um einen Menschen wieder herzustellen». Diese Aussage stammt von Dr. Olive Kobusingye, einem Unfallchirurgen aus Uganda. Kobusingye geht immerhin davon aus, dass sich nach dem Kugelhagel die Menschen ...

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KRIEG UND FRIEDEN
"Nicht tödliche" Waffen
Krieg und Frieden | von Daniel Bachofen | 01.11.2004

«Non lethal weapons» («nicht tödliche Waffen») und ihre härteren Verwandten «less lethal weapons» («weniger tödliche Waffen») sind ein weitgehend unerschlossenes und deshalb Profit versprechendes Feld auf dem internationalen Rüstungsmarkt.

Angesichts Situationen wie der im Irak, wo die hoch technologisierte US-Armee zwar militärische Überlegenheit, aber keine Sympathie in der Bevölkerung erlangen kann, erwecken nichttödliche Waffen immer mehr Interesse bei Militär und Polizei.

Das Bedürfnis nach «non lethal weapons» (NLW) ist im letzten Jahrzehnt bei Armeen weltweit markant angestiegen. Kein Wunder, hat sich in diesem Bereich also ein lukrativer Markt gebildet. Ein Beispiel ...

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KRIEG UND FRIEDEN
RoboCop und Cyborgs
Krieg und Frieden | von Daniel Bachofen | 01.11.2004

Die Kriegsmaschinerie hat sich im letzten Jahrhundert weiterentwickelt wie noch nie zuvor. Doch trotz High-Tech Kriegsgeräten ist auch die modernste Armee nur so stark wie ihr schwächstes Glied, und das ist das gleiche wie schon seit jeher: der Mensch. Ein amerikanisches Rüstungsprogramm will das nun ändern.

Das Forschungszentrum «Defense Advanced Research Projects Agency» (DARPA), welches direkt dem Pentagon unterstellt ist, soll dieses schwächste Glied in der Kriegsführung nun weiterentwickeln zu einer schwerbewaffneten Tötungsmaschine, welche tagelang ohne Schlaf auskommt, kaum Schmerzen kennt und dazu auch noch ferngesteuert werden kann. Was bisher nur Arnold Schwarzenegger und ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Andreas Zumach zu Bosnien
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.11.2004

Meinung des Genfer Uno-Experten zur geplanten schweizer Beteiligung am Eufor-Einsatz.

Herr Zumach, was halten Sie von der geplanten Beteiligung der Schweizer Armee an der EUFOR-Truppe der EU in Bosnien?

Die kleine Zahl von 20 Soldaten, die nach Bosnien geschickt werden sollen, macht klar, dass es sich bei diesem geplanten Einsatz ...

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