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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

ABSCHIED
Und Tschüss!
Krieg und Frieden | von Renate Schoch | 01.12.2000

Sekretärin dieses Mackervereins - wie hältst du das bloss aus? Das hat mich in den letzten zehn Jahren so manche Feministin gefragt. Tatsächlich: es waren am Schluss, das heisst Ende September 2000, exakt 10,5 Jahre, die ich als politische Sekretärin der GSoA geamtet habe. In diesem Mackerverein. Alles ist bekanntlich relativ, doch in der GSoA habe ich die fortschrittlichsten Männer kennengelernt, relativ zur männlichen Durchschnittsbevölkerung. (Auch ein paar nicht so fortschrittliche, Details auf Anfrage.) Wieder mal hat mir die Redaktion nur wenig Platz zugestanden, und so halte ich hier keinen sentimentalen Rückblick ...

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NEUE WELTORDNUNG
Humanitäre Interventionen?
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.12.2000

"Man wird sich seinen gesunden Menschenverstand nicht dadurch beweisen können, dass man seinen Nachbarn einsperrt". Auf der Schwelle zum 21. Jahrhundert tönt dieser Satz Dostojewskijs wie eine Weisheit aus einer Zeit, in der man noch Debatten über Gott und die Welt führte. Denn heute leben wir schliesslich in der Neuen Weltordnung: Alles was ist, kann auch anders sein: Gene, Kriege, Einkommen, Beziehungen, Aussehen, Unglück.

Und wie bisher jede Revolution auch Verlierer gemacht hat, so filtert auch die internetbeschleunigte Neue Weltordnung diejenigen weg, die nicht mehr mitkommen. Und die sind, wie vor ihnen alle anderen Verlierer, auch ...

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HILFSEINSÄTZE
Einsätze und Lernangebote zur Friedensarbeit Bosnien
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

Friedensfachkraft in Jajce gesucht
Der deutsche Friedenskreis Halle leistet in der bosnischen Stadt Jajce Hilfe beim Wiederaufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen. Nach dem Krieg ist diese Stadt geprägt von starken interethnischen Spannungen zwischen den bosnisch-muslimischen und den bosnisch-kroatischen EinwohnerInnen. Durch die Schaffung <neutraler Räume> wird den Menschen die Möglichkeit geboten, unabhängig von Religion oder Gruppenzugehörigkeit miteinander in Kontakt zu kommen und bestehende Vorurteile abzubauen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt bei Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche (offener Jugendtreff, Spielnachmittage, Fotokurs usw.). Darauf aufbauend soll durch multikollektive Sozialarbeit als Form ziviler Konflikt- bearbeitung ein langfristiger Versöh- nungsprozess ...

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FREIWILLIGENPROJEKT
Treffpunkt der Zukunftswilligen
Krieg und Frieden | von Roland Brunner | 01.06.2000

Militärisches Desaster und politische Unzulänglichkeiten hin oder her, der Aufbau der Dörfer und der Gesellschaft im Kosov@ muss vorangehen. Die GSoA beteiligt sich an einem internationalen Freiwilligenprojekt des Service Civil International SCI in Vushtrri/Vucitrn


Vushtrri (oder serbisch Vucitrn) liegt zwischen der Hauptstadt des Kosov@ Pristhina und der ethnisch zwischen SerbInnen und AlbanerInnen geteilten Stadt Mitrovica im Norden. Vushtrri gehört zu den am stärksten beschädigten Gemeinden in der ganzen Region. Über 6000 Häuser wurden beschädigt, rund 4200 total zerstört. Heute leben ungefähr 90'000 kosov@-albanische EinwohnerInnen in der Stadt ...

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NEUE WELTORDNUNG
Intervention und Grenzen
Krieg und Frieden | von Reto Moosmann | 01.06.2000

Das Buch <Der Geruch des Grauens> des Südosteuropa-Korrespondenten Werner van Gent (Radio und Fernsehen DRS, Wochenzeitung WoZ) ist eine Analyse der <neuen Weltordnung>. Die internationale Gemeinschaft - ein Produkt des 20. Jahrhunderts - hat sich zum Ziel gesetzt, humanitäre Werte zu verteidigen. Ein durchaus hehres Ziel, doch die Bilanz nach zehn Jahren fällt zutiefst ernüchternd aus. Die Systemgrenze zwischen Ost und West sei nach dem Kalten Krieg durch eine Vielzahl neuer Grenzen abgelöst worden, die oft mitten durch Volksgruppen gezogen wurden. Das Verhaltensmuster der <neuen Weltordnung> bei Konflikten bringt van Gent auf die Eskalations-Formel <wegschauen, panikartiger und ...

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EX-JUGOSLAWIEN
Montenegro im Visier
Krieg und Frieden | von Nena Skopljanac | 01.06.2000

Ein Jahr ist es her, seit der letzte Krieg im ehemaligen Jugoslawien zu Ende ging. Noch herrscht längst kein Frieden und schon droht der nächste Feldzug

Milosevics Regime hält Serbien mit eiserner Faust im Griff. Der Alltag der BürgerInnen ist geprägt von der desolaten wirtschaftlichen Lage und einem Klima der Gewalt. Wer öffentlich Kritik übt, wartet schnell noch länger auf den Lohn oder die Pension, verliert den Job, wird von der Polizei schikaniert und vor Gericht wegen <kriminieller Handlungen> angeklagt - oder einfach mal auf der Strasse verprügelt oder gar niedergeschossen. Dutzende von unabh ...

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VERANSTALTUNG
Ziviles Europa-Forum Luzern
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

Am 27./28. März trafen sich in Luzern <Spitzenvertreter aus Politik, Wirschaft und Militär>, um über eine <Sichere Schweiz im sicheren Europa> zu diskutieren. Mit dabei waren unter anderen Bundespräsident Adolf Ogi, der deutsche Innenminister Otto Schily, die österreichische Aussenministerin Benita Ferrero-Waldner sowie der ehemalige Vorsitzende des Nato-Militärausschusses Klaus Naumann.

Sicherheit wurde an dieser Tagung praktisch ausschliesslich militärisch unter den Vorzeichen der Abschottung behandelt und mit militärischen Abwehrkonzepten gegen Menschen auf der Flucht beantwortet, lautete die Kritik der GSoA und des Grünen Bündnis Luzern. Sie organisierten - unterstützt von zahlreichen friedenspolitischen Organisationen ...

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EUROKORPS?
Atlantische Tiefausläufer
Krieg und Frieden | von Volker Böge, Valerié Garbani, Nationalrätin SP | 01.06.2000

Unter den argwöhnischen Blicken der USA sucht die Europäische Union EU nach ihrer <Verteidigungsidentität>. Wird bald ein <Eurokorps> die Nato beerben?


>Transatlantische Differenzen> rumoren zwischen der EU und den USA, seit die Staatsoberhäupter und Militärs Europas entschlossen sind, ihre eigene militärische Interventionsstreitmacht zu entwickeln. Im Dezember hatte der EU-Gipfel von Helsinki entschieden, ein Eurokorps zur Krisenreaktion aufzubauen - der bisher weitreichendste Schritt hin zu einer <Stärkung der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik> oder - im Klartext - einer Militärgrossmacht EU. Neu ist nicht die Absicht, sondern jener frische Schwung, der seit dem Krieg gegen Jugoslawien ...

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MEHR RECHTE FÜR DAS VOLK
Demokratie ausbauen
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

<Mehr Rechte für das Volk>: Das bringt die Initiative für ein konstruktives Referendum, die am 24. September 2000 zur Abstimmung kommt
von Susanne Leutenegger Oberholzer, Nationalrätin, SP Baselland


Bisher können 50‘000 Schweizerinnen und Schweizer das Referendum gegen ein Gesetz ergreifen. An der Urne entscheidet das Volk dann, ob das jeweilige Gesetz gesamthaft angenommen oder abgelehnt wird. Daran wird sich nichts ändern. Wenn die Initiative <Mehr Rechte für das Volk> am 24. September aber angenommen wird, können Referendumskräfte aber zusätzlich ein konstruktives Referendum lancieren. Wie heute schon in den Kantonen Bern und ...

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KRISENMANAGEMENT
Frieden an allen Fronten
Krieg und Frieden | von Hans Hartmann | 01.06.2000

Armee, Regierung und NGO stehen auf dem Weltmarkt des Krisenmanagements in einem Verdrängungswettbewerb. Das wird nun auch in der Schweiz spürbar.

Ein Jahr nach dem Einmarsch der KFOR-Truppen in den Kosovo haben <Humanität> und <Frieden> Konjunktur. Als Top-Managerin gebärdet sich die Nato. Und die Schweiz strebt nach Beteiligungen: Sie unterstützt nach Auskunft des stellvertretenden Leiters der Schweizer Nato-Vertretung die Entwicklung von Krisenreaktionsfähigkeiten der Nato und ihrer Partnerstaaten insbesondere in den Bereichen <der friedenserhaltenden Massnahmen, der humanitären Unterstützungsmassnahmen und der Katastrophenhilfe>(.1) Was aber gibt es zu gewinnen?


Weltmarkt des Konfliktmanagements


Die Globalisierung ...

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