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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

HOHE ANFORDERUNGEN ABER WICHTIGE CHANCE
Zivilgesellschaftliche Prozesse fördern
Krieg und Frieden | von Barbara Müller | 01.06.2001

Als Herausgeberin des Infobulletins «Fijáte» besuchte ich im März Guatemala, um über Programme der «Wiedergutmachung» und «Versöhnung» zu recherchieren. Im Zusammenhang mit meiner Arbeit auf der cfd-Frauenstelle haben mich dabei nicht- staatliche Projekte der zivilen Konfliktbearbeitung und Prävention besonders interessiert. Amaya, meine spanische Freundin in Guatemala, koordiniert im Auftrag einer guatemaltekischen Menschenrechtsorganisation die Arbeit internationaler Friedensaktivistlnnen. Eben sucht sie dringend eine Fachperson für die Begleitung einer Gemeinde während der Exhumierung eines Massengrabes: Sie soll mit den Angehörigen der Opfer zum Gericht gehen, sich für eine korrekte Behandlung der ZeugInnen einsetzen und bei ...

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ZIVILER FRIEDENSDIENST IN EUROPA
EN.CPS-Workshop 2001, Hölstein, Switzerland
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.06.2001

Die GSoA und die IG ZFD, die Interessengemeinschaft Ziviler Friedensdienst, sind beide Träger-Organisationen des EN.CPS, des Europäischen Netzwerkes für Zivile Friedensdienste (vgl. dazu ausführlicher Artikel in GSoA- Zitig Nr. 92).VertreterInnen der EN.CPSTrägerorganisationen aus verschiedenen europäischen Ländern finden sich regelmässig zu Arbeitstreffen zusammen. Im Jahr der Abstimmung über die Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst in der Schweiz hatten die IG ZFD und die GSoA die EN.CPS-VertreterInnen vom 4.-6. Mai nach Hölstein, Basel eingeladen. Die TeilnehmerInnen kamen aus England, den Niederlanden, USA, Belgien, Italien, Deutschland und ...

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ZIVILER FRIEDENSDIENST IM KOSOV@
KIDS - eine Hoffnung für die Jugend
Krieg und Frieden | von Roland Brunner, Yvonne Joos | 01.06.2001

Seit dem 17. April 2001 arbeitet ein erstes Team von drei Langzeitfreiwilligen in Vushtrri im Kosov@ an einem Kinder- und Jugendprojekt namens KIDS. Mit wenig Geld und viel Engagement zeigen der Service Civil International SCI, die GSoA und andere Organisationen, wie Ziviler Friedensdienst in einer Nachkriegssituation konkret aussehen kann.

Vushtrri (serbisch:Vucitrn), das heisst vor allem einmal: mehr als 6000 Kinder und Jugendliche im Schulalter in einer Kleinstadt, die vom Krieg schwer zerstört wurde. Zerstört wurden nicht nur die Gebäude der Stadt, sondern vor allem die gesellschaftlichen Struktu- ren, die Familien, die Menschen.Während die offensichtliche ...

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REFERENDUM MILITÄRGESETZ
Statements
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.12.2000

SGA Zug

Die internationale Solidarität gehört zu den Grundwerten der Sozialistisch-Grünen Alternative. So haben wir uns früher engagiert gegen die Kollaboration des Zuger Finanz- und Handelsplatzes mit dem Apartheid- und dem Pinochetregime. So wehrten wir uns gegen die Vermittlung von Raketen an Saddam Hussein. So prangerten wir die Lieferung von Abhörtechnologie an den Stasi-Staat an. Und aus diesem Grund bekämpften wir ein Steuergesetz, das die weltweite Steuerflucht fördert.

Und jetzt kommen die gleichen Kräfte, welche das Apartheid- und das Pinochetregime stützten, die Saddam-Firmen deckten, die Stasi-Geschäfte rechtfertigen, ein unsolidarisches Gesetz ...

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SICHERHEITSPOLITIK UND UNO
Peace: Keeping vs. Enforcement
Krieg und Frieden | von Hans Hartmann | 01.12.2000

Wer das militärische Konfliktmanagement beherrscht, hat in der globalen Politik des 21. Jahrhunderts Gewicht. Nach dem Rückschlag in Bosnien 1994, als die Nato im Balkan militärisch und politisch das Zepter übernahm, engagiert sich die Uno heute wieder stärker im Peacekeeping. Beinahe 38'000 Soldaten und Polizisten sowie 11'700 Zivilangestellte stehen zur Zeit (am 1. Oktober 2000) in 15 Uno-Missionen im Einsatz.1 Diesen Umschwung brachte letzes Jahr die Entsendung von Uno-Einheiten nach Sierra Leone (UNAMSIL) und Ost-Timor (UNTAET) sowie der Start der zivilen UNMIK-Mission im Kosovo. Für jede dieser Operationen (und für die ...

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BÜNDNIS
Wir unterstützen das friedenspolitische Referendum
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.12.2000

Organisationen:

Attac; Alternative Liste, Zürich; Basels starke Alternative, BastA!; Christlicher Friedensdienst cfd; C.E.D.R.I; Centre Martin Luther King CMLK; Centrale Sanitaire Suisse CSS; Grüne St. Gallen, Grüne Stadt Zürich, Grünes Bündnis Bern; Grünes Bündnis Luzern; Junge Alternative JA!, Juso Basel; Juso Schaffhausen; Juso Thun; Juso Zürich; Partei der Arbeit Schweiz; phase 1; Schweizerische Friedensbewegung; SGA Zug; SoAL/Solidarität Basel; solidaritéS Genf, Waadt und Neuenburg; Solidarietà Ticino; SP Kanton Genf; SP Kanton Waadt, terre des hommes Schweiz; Theologische Bewegung für Solidarität und Befreiung; Verband der ...

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MILITÄRGESETZ UND REFERENDUM
Zivile Konfliktbearbeitung hat Priorität
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.12.2000

Verschiedene kantonale Sektionen der Grünen haben beschlossen, das friedenspolitische Referendum zu unterstützen. Nationalrätin Pia Hollenstein legt ihre Argumente dar. Parlament und Bundesrat haben seit Beginn der Diskussion um die Teilrevision des Militärgesetzes gewusst, dass die friedenspolitischen Kreise klare Minimalbedingungen an ihre Zustimmung knüpfen werden. Das Parlament hat wiederholt darauf verzichtet, diese Minimalbedingungen zu berücksichtigen, deshalb bleibt uns gar nichts anderes übrig, als gegen das Gesetz ein friedenspolitisches Referendum zu ergreifen.

Vom Ja zu den Blauhelmen zum Nein zum Militärgesetz

Ich habe mich 1994 aktiv für eine Annahme der Blauhelmvorlage eingesetzt und habe ...

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ATTAC UND DAS REFERENDUM
Kapital für Friedenspolitik
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.12.2000

An der attac*-Jahresversammlung vom 21.Oktober 2000 beschlossen die 150 Anwesenden, das friedenspolitische Referendum zu unterstützen und verabschiedeten die folgende Resolution.

Die Globalisierung des Kapitals führt auf weltweiter Ebene zu einer beispiellosen Konzentration des Reichtums und der Kontrolle über die Produktion und die Verteilung von Gütern und Dienstleistungen in den Händen weniger transnationaler Konzerne und Grossinvestoren. Sie ist die Quelle vielfältiger und schwerwiegender Konflikte in allen Regionen der Welt.

Solche Konflikte werden vermehrt durch direkte militärische Interventionen der Industrieländer unter der operativen Leitung der einzigen militärischen Weltmacht, der Vereinigten Staaten von ...

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FRIEDENSFÖRDERUNG
Feministische Anfrage
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.12.2000

Es gibt heute eine Tendenz, die Teilnahme an bewaffneten Missionen zum Prüfstein internationaler Solidarität zu stilisieren. Mit der ausschliesslichen Konzentration auf und der umfassenden Förderung von zivilen Mitteln der Konfliktaustragung (Ausbildung, Forschung, Aufrechterhaltung von Institutionen) durch die Einsparungen beim Militär könnte die Schweiz (und hoffentlich auch baldigst andere Länder) einen wichtigen Teil zur internationalen Friedensförderung und -sicherung beitragen. Es scheint mir friedenspolitisch unhaltbar, sich auf eine Kriegslogik einzulassen, nur weil offensichtlich niemand anders sie durchbrechen will. Oder - ich erlaube mir hier eine feministische Anfrage - geht es bei der Argumentation, man könne sich ...

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REFERENDUM
Kriegslogik
Krieg und Frieden | von Carmen Jud | 01.12.2000

Der christliche Friedensdienst cfd hat beschlossen, das friedenspolitische Referendum gegen das Militärgesetz zu unterstützen. Im Folgenden begründet Carmen Jud, Geschäftsführerin des cfd, den Entscheid.

Die Beteiligung an friedenserzwingenden Operationen geht weit über die Blauhelm-Vorlage hinaus, die der cfd 1994 noch unterstützt hatte, und stärkt die militärische Komponente der Aussen- und Sicherheitspolitik. Als feministische Friedens- und Entwicklungsorganisation wehrt sich der cfd gegen die schleichende Militarisierung der Politik. Wir lehnen militärische Konfliktlösungsstrategien grundsätzlich ab, stehen ein für politische und zivile Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention und fordern die dafür notwendige ...

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