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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

EINE PLATTFORM, EINIGE KAPRIOLEN UND VIELE EUNUCHEN
Keine Blankoschecks
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.1999

Ende Januar hat des Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) die Teilrevision des Militärgesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Mehrere politische Organisationen weisen diese Gesetzesrevision zurück und fordern eine stärkere Beteiligung der Schweiz an zivilen internationalen Aktivitäten zur Friedensförderung. Wir veröffentlichen die Zusammenfassung der „Plattform für einen verstärkten Beitrag der Schweiz zur Friedensförderung" vom März 1999.
Der vollständige Text der Plattform ist unter dem Titel „Gegen Blankoschecks für bewaffnete Auslandeinsätze - Für eine solidarische Friedenspolitik" zu lesen.


Wir weisen die vorliegende Teilrevision des Milit ...

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FLÜCHTLINGE SIND ARM ABER UNWILLKOMMEN, DIE ARMEE HILFT, UND WAS TAT DIE OSZE?
Armee-Soforthilfe
Krieg und Frieden | von Nico Lutz | 01.06.1999

Super-Pumas der Schweizer Armee leisten Hilfe im Norden Albaniens. Soforthilfe für die Armee oder für Flüchtlinge?

Auch die Schweizer Armee ist auf der „Baustelle des Friedens" in Albanien mit drei Helikoptern Marke „Superpuma" und rund 70 Personen im Einsatz. Kein Zweifel: Es ist sinnvoller, wenn Schweizer Militärhubschrauber im Norden Albaniens Hilfsgüter zu Flüchtlingslagern fliegen, als dass sie leer und zu Übungszwecken über der Schweiz kreisen.


Geld spielt bei der Armee keine Rolle
Kein Zweifel besteht aber auch darüber, dass es der Armee darum geht, sich mit sympathischen Aktionen in Szene zu setzen und ...

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FLÜCHTLINGE SIND ARM ABER UNWILLKOMMEN, DIE ARMEE HILFT, UND WAS TAT DIE OSZE?
Eine glatte Lüge
Krieg und Frieden | von Hans Hartmann | 01.06.1999

Angehörige der OSZE berichten: Die Überwachungs-Mission im Kosovo war von Anfang an als Vorwand für eine militärische Intervention geplant


Die „Wahrheit", so beklagen sich unsere von den immer gleichen Bomben- und Flüchtlingsbildern aus dem „Balkan" gelangweilten Massenmedien einhellig, sei das erste Opfer eines jeden Krieges. Das trifft in diesem Krieg in einer besonders perversen Weise zu: Milosevic wurde zum „neuen Hitler" und seine - zweifellos brutale - Kriegsführung gar zu einem „neuen Holocaust". Damit hat der Westen ein halbes Jahrhundert kritische Geschichtsschreibung dem rituellen Schlachtruf „Nie wieder Auschwitz" geopfert.


Alles Mögliche getan?
Doch so war die ...

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FLÜCHTLINGE SIND ARM ABER UNWILLKOMMEN, DIE ARMEE HILFT, UND WAS TAT DIE OSZE?
Abschreckung
Krieg und Frieden | von Marcel Hänggi | 01.06.1999

Der Nato-Krieg und die Massenvertreibungen haben den Kosovo-AlbanerInnen in der Schweiz eine Solidaritätswelle beschert. Politisch ist davon nichts zu merken


Im Juni 1998 folgten die Stadtzürcher Stimmberechtigten der SVP und lehnten einen bescheidenen Betrag der Stadt an ein Integrationsprojekt für Kosovo-AlbanerInnen ab. Damals hätte niemand gedacht, dass zehn Monate später die Glückskette ein Rekord-Sammelergebnis zugunsten von Flüchtlingen aus dem Kosovo erzielen würde. Viele SchweizerInnen verbanden mit dem Begriff „Kosovo-Albaner" bisher vor allem Kriminalität und Drogenhandel. Dass die albanische Bevölkerung im Kosovo seit Jahren unterdrückt wurde, nahm kaum jemand wahr ...

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AMNESTY INTERNATIONAL
Kolumne
Krieg und Frieden | von Alain Bovard | 01.06.1999

Wir schreiben 1999. Ein Dorf im Kosovo, in Europa. Ein Dorf wird von serbischen Truppen an einem Nachmittag Ende März umzingelt. Den albanischen BewohnerInnen wird mitgeteilt, dass sie in einer Stunde das Dorf zu verlassen hätten. Nachdem sich die Kolonne der Vertriebenen in Bewegung gesetzt hat, eröffnet ein Dutzend maskierter Männer das Feuer auf sie. Eine Mutter sieht ihren fünfzehnjährigen Sohn zusammenbrechen, ihr zweiter Sohn wird in die Schulter getroffen.
Diese Frau ist eine jener zahlreichen Flüchtlinge, die ihre Geschichte den Delegierten von Amnesty International erzählt haben. Sie lebt jetzt in einem ...

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NUR RECHTSNORMEN KÖNNEN POLITISCHE MACHT DOMESTIZIEREN
Legal, illegal, scheissegal?
Krieg und Frieden | von Ingeborg Maus, Ingrid Rusterholz | 01.06.1999

Wer das Völkerrecht relativiert, um den Nato-Angriff auf Jugoslawien zu rechtfertigen, erweist den Menschenrechten einen Bärendienst. Die Frankfurter Politologie-Professorin Ingeborg Maus antwortet auf die Fragen von Hans Hartmann.

Die Nato hat mit ihrem Angriff auf die Bundesrepublik Jugoslawien geltendes Völkerrecht verletzt. Dennoch halten viele diesen Krieg für gerecht, da er im Namen der Menschenrechte geführt wird. Völkerrecht ist für sie graue Theorie.
Ingeborg Maus: Der Main-Stream des öffentlichen Diskurses, der heute moralische Überlegungen an die Stelle des Rechts setzt, ist über die Funktion konkreter Rechtssysteme zu wenig informiert. Rechtsfragen sind keineswegs theoretischer Natur ...

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"DER WESTEN" VERPASST SEINE CHANCEN NICHT ERST SEIT GESTERN
Keine Alternative? - Eine Chronik verpasster Chancen
Krieg und Frieden | von Nena Skopljanac | 01.06.1999

Zum Krieg der Nato gegen Jugoslawien habe es keine Alternative gegeben, so die offizielle Position und der Glaube vieler Menschen. Jahrelang habe man alles versucht, eine friedliche, politische Lösung zu erreichen, aber alle Bemühungen seien an Slobodan Milosevic gescheitert. Eine Betrachtung der anderen Art


Für die meisten PolitikerInnen in nationalen und internationalen Gremien begann der Konflikt im Kosovo im Frühling 1998, als der Krieg ausbrach. Weiter reichen das Wissen und das Gedächtnis selten. Und verdrängt werden die zahlreichen verpassten Chancen zur politischen und zivilen Konfliktbearbeitung.


Die Krise Anfang der 80er-Jahre
In den 80er-Jahren schlitterte ...

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DIE POLITISCHE SZENE IM KOSOV@ IST GELÄHMT - VERSÖHNUNG MUSS JETZT BEGINNEN
Was kann man tun?
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.1999

Der service civil international (sci) arbeitet gemeinsam mit lokalen albanischen und mazedonischen Organisationen an verschiedenen Projekten für die Gestaltung von Freitzeitaktivitäten, insbesondere für Kinder und Jugendliche, in Flüchtlingslagern. Ab September werden erste Einsätze von Freiwilligen möglich sein. Die Voraussetzungen für einen Einsatz sind: Mindestalter von 21 Jahren, Teilnahme am sci-Vorbereitungswochenende (voraussichtlich am 21./22. August 1999), SCI-Camperfahrung, die Übernahme der Reisekosten und Beteiligung an den Unterbringungs- sowie Verpflegungskosten. Weitere Infos bei: sci, Gerberngasse 21a, 3000 Bern 13, Tel. 031 311 77 27, zuberling@bluewin.ch, www.balkansunflowers.org.


Wer in der Schweiz helfen ...

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DIE POLITISCHE SZENE IM KOSOV@ IST GELÄHMT - VERSÖHNUNG MUSS JETZT BEGINNEN
Appell zur Versöhnung
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.1999

Ist ein Zusammenleben von SerbInnen und AlbanerInnen nach allem, was geschehen ist, noch denkbar? Wir veröffentlichen leicht gekürzt einen Appell serbischer Organisationen vom 30. April 1999 an die „albanischen Freunde".


Liebe albanische Freunde, wir schreiben euch in diesen Zeiten gemeinsamen Leids. Züge von AlbanerInnen und anderen BürgerInnen des Kosovo wurden aus ihren Häusern vertrieben. Tote und Vertreibungen, zerstörte und niedergebrannte Häuser, vernichtete Brücken, Strassen und Fabriken scheinen zeigen zu wollen, dass ein gemeinsames Leben nicht länger möglich ist. Aber wir glauben, dass es notwendig und möglich ist.
Eine bessere ...

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DIE POLITISCHE SZENE IM KOSOVO IST GELÄHMT - VERSÖHNUNG MUSS JETZT BEGINNEN
Politik im Koma
Krieg und Frieden | von Shkelzen Maliqi | 01.06.1999

Die Suche nach einem Ende des Krieges im Kosovo stellt auch die Frage nach der Politik der albanischen Kräfte. Je näher ein Ende der Kämpfe kommt, um so offener tritt der inneralbanische Konflikt um die Macht in der Nachkriegsordnung zutage

Die Internationalisierung des Krieges im Kosovo hat unerwartete Folgen gezeigt: Die kosovoalbanische Politszene ist völlig zusammengebrochen. Repression, die Liquidierung prominenter Intellektueller und politischer Aktivisten sowie die Massendeportation ethnischer Albaner in Nachbarländer zerstörten die Kommunikationszusammenhänge unter den Leuten und verhinderten die Weiterführung aller "parallelen" Institutionen und Organisationen der albanischen Gesellschaft im Kosovo Es ...

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