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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

FRIEDENSFÖRDERUNG
Feministische Anfrage
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.12.2000

Es gibt heute eine Tendenz, die Teilnahme an bewaffneten Missionen zum Prüfstein internationaler Solidarität zu stilisieren. Mit der ausschliesslichen Konzentration auf und der umfassenden Förderung von zivilen Mitteln der Konfliktaustragung (Ausbildung, Forschung, Aufrechterhaltung von Institutionen) durch die Einsparungen beim Militär könnte die Schweiz (und hoffentlich auch baldigst andere Länder) einen wichtigen Teil zur internationalen Friedensförderung und -sicherung beitragen. Es scheint mir friedenspolitisch unhaltbar, sich auf eine Kriegslogik einzulassen, nur weil offensichtlich niemand anders sie durchbrechen will. Oder - ich erlaube mir hier eine feministische Anfrage - geht es bei der Argumentation, man könne sich ...

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REFERENDUM
Kriegslogik
Krieg und Frieden | von Carmen Jud | 01.12.2000

Der christliche Friedensdienst cfd hat beschlossen, das friedenspolitische Referendum gegen das Militärgesetz zu unterstützen. Im Folgenden begründet Carmen Jud, Geschäftsführerin des cfd, den Entscheid.

Die Beteiligung an friedenserzwingenden Operationen geht weit über die Blauhelm-Vorlage hinaus, die der cfd 1994 noch unterstützt hatte, und stärkt die militärische Komponente der Aussen- und Sicherheitspolitik. Als feministische Friedens- und Entwicklungsorganisation wehrt sich der cfd gegen die schleichende Militarisierung der Politik. Wir lehnen militärische Konfliktlösungsstrategien grundsätzlich ab, stehen ein für politische und zivile Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention und fordern die dafür notwendige ...

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REFERENDUM
Konsens
Krieg und Frieden | von Nico Lutz | 01.12.2000

Der Entscheid für ein friedenspolitisches Referendum fiel an der gut besuchten GSoA-Voll-versammlung ohne Gegenstimme. Dieser Konsens ist das Ergebnis einer intensiven und sorgfältigen Diskussion.

Rund achtzig Personen fanden am 8. Oktober den Weg an die GSoA-Vollversammlung nach Solothurn. Auf der Traktandenliste stand ein friedenspolitisches Referendum gegen das Militärgesetz. Die Anwesenden wussten: Wenn sie der Lancierung zustimmen, dann erwarten sie drei kalte und anstrengende Sammelmonate. Sie wussten auch, dass eine Reihe von FreundInnen und Gegnern die GSoA nach einem Lancierungsentscheid ins Pfefferland wünschen würde. Dennoch fiel der Entscheid ohne Gegenstimme. Warum dieser erstaunliche Konsens? Er ist ...

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UNTERSCHRIFTENSAMMELN
Alle Bogen zurueckschicken - und bitte weitersammeln!
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.12.2000

Bis am 28. November sind mindestens 20'816 Unterschriften gesammelt worden. Das friedenspolitische Referendum ist nach wie vor auf Kurs. Es liegt aber noch viel Arbeit vor uns.

In den ersten sechs Referendumswochen wurden trotz kalter Winterzeit über 20'000 Unterschriften für das friedenspolitische Referendum gesammelt. Das ist eine beachtliche Leistung. Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben. Von verschiedenen Regionalgruppen und unterstützenden Organisationen lagen am 28. November keine aktuellen Zahlen vor, die effektive Zahl der Unterschriften dürfte daher sogar etwas höher gewesen sein. In den nächsten acht Wochen steht aber noch ein grosses ...

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REFERENDUM
Jetzt erst recht!
Krieg und Frieden | von Nico Lutz | 01.12.2000

Nach der Ablehnung der Umverteilungsinitiative ist das friedenspolitische Referendum umso dringender. Die friedenspolitischen Kräfte müssen mit eigenständigen und klaren Positionen politischen Druck erzeugen, statt auf eine "Koalition der Vernunft" mit den Armeereformern zu vertrauen.

Das Resultat der Umverteilungsinitiative ist leider alles andere als erfreulich. Der Bundesrat überzeugte eine Mehrheit der Abstimmenden, die Armee habe in den vergangenen Jahren erhebliche Sparanstrengungen unternommen und die Festlegung eines starren Budgetbetrages in der Verfassung sei nicht sinnvoll. Die wesentlichen Fragen nach der Notwendigkeit und den Aufgaben der Armee sowie nach den zukünftigen sicherheits- und friedenspolitischen Herausforderungen standen kaum zur Debatte ...

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SPENDEN
Dringende Bitte um finanzielle Unterstützung
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.12.2000

Zusätzliche politische Aktivitäten bedeuten zusätzliche Kosten. In der GSoA sammeln die Frauen und Männer zwar alle aus Überzeugung und nicht für Geld Unterschriften und der riesige zeitliche Aufwand für die Beglaubigung der Unterschriften wird aus Engagement geleistet.

Dennoch: Wir sind auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Dieses Jahr zeichnet sich derzeit wieder ein Defizit von rund 60'000 Franken ab - falls wir die Einnahmen nicht erhöhen können. Dieser Zeitung liegt ein Unterschriftenbogen mit einem Einzahlungsschein des Friedenspolitischen Referendums bei. Bitte benutzen Sie diesen. Je geringer das Defizit des Friedenspolitischen Referendums, desto geringer ...

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ABSCHIED
Und Tschüss!
Krieg und Frieden | von Renate Schoch | 01.12.2000

Sekretärin dieses Mackervereins - wie hältst du das bloss aus? Das hat mich in den letzten zehn Jahren so manche Feministin gefragt. Tatsächlich: es waren am Schluss, das heisst Ende September 2000, exakt 10,5 Jahre, die ich als politische Sekretärin der GSoA geamtet habe. In diesem Mackerverein. Alles ist bekanntlich relativ, doch in der GSoA habe ich die fortschrittlichsten Männer kennengelernt, relativ zur männlichen Durchschnittsbevölkerung. (Auch ein paar nicht so fortschrittliche, Details auf Anfrage.) Wieder mal hat mir die Redaktion nur wenig Platz zugestanden, und so halte ich hier keinen sentimentalen Rückblick ...

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NEUE WELTORDNUNG
Humanitäre Interventionen?
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.12.2000

"Man wird sich seinen gesunden Menschenverstand nicht dadurch beweisen können, dass man seinen Nachbarn einsperrt". Auf der Schwelle zum 21. Jahrhundert tönt dieser Satz Dostojewskijs wie eine Weisheit aus einer Zeit, in der man noch Debatten über Gott und die Welt führte. Denn heute leben wir schliesslich in der Neuen Weltordnung: Alles was ist, kann auch anders sein: Gene, Kriege, Einkommen, Beziehungen, Aussehen, Unglück.

Und wie bisher jede Revolution auch Verlierer gemacht hat, so filtert auch die internetbeschleunigte Neue Weltordnung diejenigen weg, die nicht mehr mitkommen. Und die sind, wie vor ihnen alle anderen Verlierer, auch ...

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HILFSEINSÄTZE
Einsätze und Lernangebote zur Friedensarbeit Bosnien
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

Friedensfachkraft in Jajce gesucht
Der deutsche Friedenskreis Halle leistet in der bosnischen Stadt Jajce Hilfe beim Wiederaufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen. Nach dem Krieg ist diese Stadt geprägt von starken interethnischen Spannungen zwischen den bosnisch-muslimischen und den bosnisch-kroatischen EinwohnerInnen. Durch die Schaffung <neutraler Räume> wird den Menschen die Möglichkeit geboten, unabhängig von Religion oder Gruppenzugehörigkeit miteinander in Kontakt zu kommen und bestehende Vorurteile abzubauen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt bei Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche (offener Jugendtreff, Spielnachmittage, Fotokurs usw.). Darauf aufbauend soll durch multikollektive Sozialarbeit als Form ziviler Konflikt- bearbeitung ein langfristiger Versöh- nungsprozess ...

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FREIWILLIGENPROJEKT
Treffpunkt der Zukunftswilligen
Krieg und Frieden | von Roland Brunner | 01.06.2000

Militärisches Desaster und politische Unzulänglichkeiten hin oder her, der Aufbau der Dörfer und der Gesellschaft im Kosov@ muss vorangehen. Die GSoA beteiligt sich an einem internationalen Freiwilligenprojekt des Service Civil International SCI in Vushtrri/Vucitrn


Vushtrri (oder serbisch Vucitrn) liegt zwischen der Hauptstadt des Kosov@ Pristhina und der ethnisch zwischen SerbInnen und AlbanerInnen geteilten Stadt Mitrovica im Norden. Vushtrri gehört zu den am stärksten beschädigten Gemeinden in der ganzen Region. Über 6000 Häuser wurden beschädigt, rund 4200 total zerstört. Heute leben ungefähr 90'000 kosov@-albanische EinwohnerInnen in der Stadt ...

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