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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

MILITÄRISCHE WELTSPIELE BLOCKIEREN
Drachenfliegen gegen Militärspiele
Krieg und Frieden | von Salvatore Pittà, Xandy Korb | 01.02.2000

Vor einem Jahr wurde bekannt, dass die zweiten militärischen Weltspiele in Kroatien stattfinden sollten. Für die antimilitaristische Opposition dort war klar: Dagegen protestieren wir! Aus den damaligen Protesten wurden inzwischen Projekte

Militärische Weltspiele in einem Staat, der noch immer zutiefst betroffen ist von seiner jüngsten kriegerischen Geschichte und der (nicht zuletzt deshalb) eine verheerende Wirtschaftskrise erlebt - das wurde in Zagreb breit kritisiert. Den ganzen Sommer 1999 hindurch fanden zahlreiche Gegenveranstaltungen statt: Spiele, Konzerte, Ausstellungen, Drachenfliegen, Strassenperformances und Volksküchen zeigten eine «real-existierende» freudige Alternative zum Geltungsdrang und Machtgeprotze der Militärs auf. Die Kriegspiele fanden selbstverst ...

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EINE BILANZ
Frieden? Sieg!
Krieg und Frieden | von Roland Brunner | 01.02.2000

Bald ein Jahr ist es her, seit die Nato unter Federführung der USA gegen Jugoslawien einen Krieg führte, um Machthaber Milosevic von seinem Vernichtungsfeldzug gegen die AlbanerInnen im Kosov@ abzubringen. Und schon zehn Jahre sind vergangen, seit die Reihe der blutigen Kriege auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien in Slowenien eröffnet wurde.

Militärische Gewalt als Mittel der Politik

  • Der Krieg stärkte auf Seiten aller Konfliktparteien die militaristischen, nationalistischen Kräfte und Strukturen. Radikal-nationalistische und militante Kräfte haben gelernt: Gewalt lohnt sich. Wer unabhängig werden will, wer die Beachtung und den Beistand der internationalen ...

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FREIWILLIG AUFBAUEN
Aus dem Osten lernen
Krieg und Frieden | von Roland Brunner | 01.02.2000

Der Verein Österreichische Friedensdienste ÖFD organisiert seit 1993 freiwillige und unentgeltliche Friedensdienste, um am Aufbau einer internationalen zivilen Friedensarbeit mitzuwirken. Die Freiwilligen sind vor allem im ehemaligen Jugoslawien aktiv

Junge Österreicherinnen und Österreicher arbeiten 6 bis 14 Monate in Wiederaufbau-, Bildungs- und interethnischen Kulturprojekten, Friedens- und Menschenrechtsgruppen sowie in der Flüchtlingsbetreuung. Österreich hat damit schon viel von dem realisiert, was die GSoA in der Schweiz mit ihrer Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst fordert. Zudem gilt in Österreich ein 14-monatiger Friedensdienst bei Männern als Ersatz für den Zivildienst.

Kroatien: Zivilgesellschaft in einem uniformierten Land

Im äussersten ...

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EINE SAMMLUNG VON EHEMALIGEN
Hybrid-Kriege
Krieg und Frieden | von Lothar Baier | 01.02.2000

Wenn es ein Terrain gibt, auf dem das ausgehende 20. Jahrhundert etwas ganz Neuartiges hervorgebracht hat, dann ist es das Gebiet der Kriegsführung. Die jüngsten Kriege haben sich einen neuen Look zugelegt. Dem Geist der Zeit entsprechend, der die Rhetorik des Multiethnischen favorisiert, präsentieren sie sich in gewissermassen multi-polemologischen Hybridformen. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts war so etwas noch nicht gesehen worden. Was Russland in Tschetschenien vorführt, schrieb die «New York Times» am 16. Januar 2000, sind «stalinistische Schlachten, die mit amerikanischen Taktiken» geschlagen werden. Von einem Krieg, der stalinistisch und zugleich amerikanisch ist, wissen ...

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AUFBAUPROJEKT
Hintergründig
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.02.2000

Was kann man angesichts ethnischer Konflikte Sinnvolles tun? Die GSoA hat sich diese Frage früh gestellt - und Ende 1992 mit der Unterstützung des Pakrac-Projektes in Kroatien begonnen, ein Projekt, das sich um sozialen Wiederaufbau in einer kriegsgeschädigten Region bemühte. Während drei Jahren haben in Zusammenarbeit mit der Antikriegskampagne Kroatien (ARK) Hunderte von Freiwilligen an der Arbeit teilgenommen. Im Rückblick auf das Pakrac-Projekt liegt nun eine umfangreiche Auswertung vor, verfasst von Astrid Astolfi, Sozialwissenschaftlerin am Institut d’études sociales (IES) in Genf. Auf beinahe 300 Seiten schildert die Autorin historische Hintergründe, eine ausführliche ...

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AUSBILDUNG ZUM FRIEDEN
ZFD konkret
Krieg und Frieden | von Renate Schoch | 01.02.2000

Friedensausbildung ist ein zentraler Punkt unserer Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst. Das Schweizerische Ökumenische Friedensprogramm (SÖF) macht vor, wie es gehen könnte.

Oft ist die Rede von zunehmender Gewalt – und von der Suche nach gewaltfreier Konfliktregelung. Das SÖF, ein Netzwerk von christlichen Gemeinschaften, Hilfswerken und unabhängigen Friedensorganisationen, bietet dazu einen Bildungslehrgang an. Die Ausbildung will praxisorientiert zum aktiven Eingreifen in Konflikt- und Gewaltsituationen ermutigen und befähigen.

Vor kurzem konnten die ersten AbsolventInnen des Pilotkurses der Ausbildung für Friedensarbeit und Konfliktlösung ihr Zertifikat entgegennehmen. Die Themenbereiche der vier Blockwochen und drei Begleitwochenenden ...

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REPUBLIK DES FRIEDENS
Città aperta
Krieg und Frieden | von Sébastien L'haire | 01.02.2000

Am 12. März kommt die Genfer Initiative «Genève République de Paix» vors Volk. Die GSoA Genf fordert damit eine aktive Friedenspolitik des Kantons

Im Frühling 1996 hat die GSoA Genf eine kantonale Initiative lanciert, die die Anwendung von friedlichen Mitteln zur Konfliktbearbeitung und die Entwicklung einer Kultur des Friedens verlangt. Damit möchten wir den Genfer Behörden Anregungen für eine aktive Friedenspolitik geben. Gemäss dem Text der Initiative wird der Kanton Genf verpflichtet, Schritte auf dem Weg zur weltweiten Abrüstung zu unternehmen, die Solidarität zwischen den Völkern und den Respekt ...

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UNTERSCHIEDLICHE POSITIONEN
Putin und der Pazifist
Krieg und Frieden | von Josef Lang | 01.02.2000

Vom pazifistischen Armeeabschaffer zum Verteidiger eines Kriegsherrn. Eine Auseinandersetzung mit den Stellungnahmen von Andreas Gross

«Putin wollte den Krieg» (Sergei Kowaljow, russischer Menschenrechtskämpfer, in: NZZ 29./30. Januar 2000)

«Und dann hat er jede unserer Fragen beantwortet, weit über die Zeit hinaus. Und in einer verbindlich engagierten, aber auch selbstkritischen und dialogischen Art, wie es für viele auch westliche Staatsmänner nicht üblich ist, und schon gar nicht für russische Politiker. "Ich habe in Putin tatsächlich einen anderen Menschen getroffen als den, der uns jeden Tag gezeichnet wird von Journalisten, die ihn noch nie getroffen haben ...

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GEGEN DIE LEGITIMIERUNG DES KRIEGES
Gegen Bomben aus Ost und West
Krieg und Frieden | von Roland Brunner, Nico Lutz | 01.02.2000

Russland führt Krieg in Tschetschenien. Russland darf das, die Nato hats ja schliesslich auch gemacht. Und nach dem Kosov@-Feldzug fehlt den westlichen PolitikerInnen die moralische Legitimation für lautstarken Protest. In verschiedenen Schweizer Städten war die GSoA an Kundgebungen gegen den Krieg beteiligt

Seit Ende September 1999 führt die russische Armee einen verbrecherischen Krieg gegen die Bevölkerung der Tschetschenischen Republik Itschkeria. Wie schon zwischen 1994 und 1996, als der Krieg gegen Tschetschenien mindestens 30’000 zivile Opfer forderte, wird diese Aggression im Westen weitgehend emotionslos hingenommen. Wo bleibt die internationale Verantwortung und die Solidarität ...

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UNO-INITIATIVE
Uno? Due, tre cento mila!
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.02.2000

Auch die Uno-Initiative braucht 100’000 gültige Unterschriften - 5’800 davon hat die GSoA gesammelt. Warum?

In Erinnerung an die erste GSoA-Abstimmung von 1989 tönt vieles, was heute aus der Armee und ihr nahestehenden Kreisen kommt, wie eine unfreiwillige Selbstparodie: Die NZZ lobt den «Abschied von der Igelmentalität» und VBS-Chef Ogi sagt am Morgen zu seiner Frau anstatt «Guten Morgen» nur noch «Sicherheit durch Kooperation». Fehlt nur noch, dass das Armeespiel angewiesen wird, die «Internationale» zu üben. Was hier in Wirklichkeit geschieht - und dies ist durchaus ernstzunehmen -, ist der Versuch, der Armeereform das Deckmäntelchen einer aussenpolitischen ...

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