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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

EUROKORPS?
Atlantische Tiefausläufer
Krieg und Frieden | von Volker Böge, Valerié Garbani, Nationalrätin SP | 01.06.2000

Unter den argwöhnischen Blicken der USA sucht die Europäische Union EU nach ihrer <Verteidigungsidentität>. Wird bald ein <Eurokorps> die Nato beerben?


>Transatlantische Differenzen> rumoren zwischen der EU und den USA, seit die Staatsoberhäupter und Militärs Europas entschlossen sind, ihre eigene militärische Interventionsstreitmacht zu entwickeln. Im Dezember hatte der EU-Gipfel von Helsinki entschieden, ein Eurokorps zur Krisenreaktion aufzubauen - der bisher weitreichendste Schritt hin zu einer <Stärkung der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik> oder - im Klartext - einer Militärgrossmacht EU. Neu ist nicht die Absicht, sondern jener frische Schwung, der seit dem Krieg gegen Jugoslawien ...

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MEHR RECHTE FÜR DAS VOLK
Demokratie ausbauen
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

<Mehr Rechte für das Volk>: Das bringt die Initiative für ein konstruktives Referendum, die am 24. September 2000 zur Abstimmung kommt
von Susanne Leutenegger Oberholzer, Nationalrätin, SP Baselland


Bisher können 50‘000 Schweizerinnen und Schweizer das Referendum gegen ein Gesetz ergreifen. An der Urne entscheidet das Volk dann, ob das jeweilige Gesetz gesamthaft angenommen oder abgelehnt wird. Daran wird sich nichts ändern. Wenn die Initiative <Mehr Rechte für das Volk> am 24. September aber angenommen wird, können Referendumskräfte aber zusätzlich ein konstruktives Referendum lancieren. Wie heute schon in den Kantonen Bern und ...

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KRISENMANAGEMENT
Frieden an allen Fronten
Krieg und Frieden | von Hans Hartmann | 01.06.2000

Armee, Regierung und NGO stehen auf dem Weltmarkt des Krisenmanagements in einem Verdrängungswettbewerb. Das wird nun auch in der Schweiz spürbar.

Ein Jahr nach dem Einmarsch der KFOR-Truppen in den Kosovo haben <Humanität> und <Frieden> Konjunktur. Als Top-Managerin gebärdet sich die Nato. Und die Schweiz strebt nach Beteiligungen: Sie unterstützt nach Auskunft des stellvertretenden Leiters der Schweizer Nato-Vertretung die Entwicklung von Krisenreaktionsfähigkeiten der Nato und ihrer Partnerstaaten insbesondere in den Bereichen <der friedenserhaltenden Massnahmen, der humanitären Unterstützungsmassnahmen und der Katastrophenhilfe>(.1) Was aber gibt es zu gewinnen?


Weltmarkt des Konfliktmanagements


Die Globalisierung ...

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VERANSTALTUNGEN RUND UM KAUKASUS
Tropfen auf den heissen Stein
Krieg und Frieden | von Josef Lang | 01.06.2000

Um über den Krieg in Tschetschenien zu informieren und um ein kleines Zeichen dagegen zu setzen, hat die GSoA im März den Kaukasus-Kenner Vicken Cheterian eingeladen. Die Veranstaltungen in Bern, Zug und Zürich waren gut besucht.

Der im Libanon geborene Armenier ging in seinem Referat zwei Hauptfragen nach: Wie ist es drei Jahre nach dem ersten Tschetschenien-Krieg zum zweiten gekommen? Warum gibt es in Russland im Unterschied zu 1995/96 keine Antikriegsbewegung?

In Tschetschenien ist in den letzten Jahren das Projekt eines unabhängigen Staates gescheitert. Der Grund liegt nicht nur in den damaligen Kriegszerstörungen. Eine ebenso ...

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CARITAS
Allianzen für den Frieden
Krieg und Frieden | von Nico Lutz | 01.06.2000

In einem 170-seitigen Positionspapier nimmt Caritas Schweiz umfassend zu Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung in der internationalen Zusammenarbeit Stellung. Unter anderem verlangt Caritas Schweiz eine strikte Trennung zwischen ziviler und militärischer Hilfe sowie klare Rahmenbedingungen für bewaffnete Auslandeinsätze.

Zitate aus dem Text:


- Caritas Schweiz wendet sich entschieden gegen die Militarisierung von Friedensförderung und humanitärer Hilfe und fordert vom Bundesrat, dem sich international abzeichnenden Trend, über die militärische Friedenssicherung hinaus (Massnahmen von Uno und Osze) Nothilfe und Wiederaufbau vermehrt als eine militärische Angelegenheit zu verstehen, entschieden entgegenzutreten. Rehabilitation von Nachkriegsgesellschaften und Friedenskonsolidierung in ...

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AUSLANDEINSÄTZE
Stopp dem Militär-Humanismus
Krieg und Frieden | von Stefan Gisler | 01.06.2000

Die Isolationisten wehren sich laut gegen die in der Revision des Militärgesetzes geplanten bewaffneten Auslandeinsätze. Die friedenspolitischen Kräfte müssen die Diskussion zur Bewaffnungsvorlage intensivieren, damit ihr Referendum mit dem Geist einer weltoffenen, solidarischen, humanitären Schweiz besetzt werden kann.

Die laufende Revision des Militärgesetzes ist keine humanitäre Solidaritätsbekundung zu Gunsten von Menschen in Not, sondern ein Instrument schweizerischer Sicherheitspolitik. Mit der Bewaffnungsvorlage macht der Bundesrat den ersten Schritt zur Umsetzung des sicherheitspolitischen Berichts 2000 <Sicherheit durch Kooperation>. Der Nationalrat genehmigte am 14. März 2000 mit 86:49 Stimmen (bei 30 Enthaltungen!) das ...

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MILITÄRGESETZ
Bausatz für Militärinterventionen
Krieg und Frieden | von Renate Schoch und Nico Lutz | 01.06.2000

Das neue Militärgesetz kommt, kommt nicht, kommt... Noch ist nicht entschieden, ob und wann wir ein friedenspolitisches Referendum gegen die geplanten bewaffneten Auslandeinsätze ergreifen. Vielleicht wird sich die Frage des Referendums erst im Herbst stellen.

Ein Referendum gegen das geplante neue Militärgesetz? Das bedeutet: schon wieder Unterschriften sammeln, schlimmstenfalls sogar über die kalten Wintermonate. Darauf ist in der GSoA nach unseren beiden hart erarbeiteten Initiativen niemand scharf. Zudem gibt es in der friedenspolitischen Linken auch skeptische Stimmen gegen die Idee eines Referendums. Der Friedensrat etwa argumentiert, es gebe andere Prioritäten: Die Uno-Initiative, die Um- verteilungsinitiative, die ...

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FINANZIELLES
Bericht der Revision 1999
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

Als RevisorInnen der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (Deutschschweiz) haben wir die auf den 31. Dezember 1999 abgeschlossene Jahresrechnung geprüft:

 

  • Die Bilanz und die Erfolgsrechnung stimmen mit der Buchhaltung überein.
  • Die umfangreiche Buchhaltung ist ordnungsgemäss und übersichtlich geführt.
  • Die Darstellung der Vermögenslage entspricht kaufmännischen Grundsätzen und den gesetzlichen Vorschriften.
  • Der ausgewiesene Verlust beträgt 10'591.79 Franken.

Aufgrund unserer Prüfungen beantragen wir, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen, und wir danken Jürg Wiedemann und Daniela Mitchell für die geleistete Arbeit.

Reto Moosmann und Ria Weiss

Erfolgsrechnung

Aufwand

Sekretariat
29 ...

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DANKESCHÖN
Eine Stunde für den Frieden
Krieg und Frieden | von Jürg Wiedemann | 01.06.2000

Nach einem arbeitsintensiven und mit der Einreichung der beiden GSoA-Initiativen sehr erfolgreichen Jahr beendet die Kasse das vergangene Jahrtausend mit einem fünfstelligen Defizit: Untenstehend die Zahlen der Erfolgsrechnung 1999. Die im Vergleich zum Budget etwas höheren Kosten für die Postspesen und die Löhne/Versicherungen haben dieses Defizit verursacht.

Wir möchten an dieser Stelle allen SpenderInnen herzlich danken. Ohne Ihre Unterstützung hätten wir das Jahr 1999 politisch nicht so erfolgreich abschliessen können.

Die eingereichten Initiativen für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst und für die Abschaffung der Armee sind realistische Ziele, für ...

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LASTSCHRIFTVERFAHREN
97 mal danke...
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

Im vergangenen Jahr haben wir zweimal aufgerufen, uns regelmässig mit dem automatischem Lastschriftverfahren (LSV/BAD) zu unterstützen. 97 GSoA-Mitglieder und SympathisantInnen haben bisher von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Mit diesem Verfahren werden Spenden, der Mitgliederbeitrag oder das Jahresabonnement der GSoA-Zitig direkt dem Konto belastet und der GSoA gutgeschrieben - spesenfrei und mit sehr geringem administrativem Aufwand für beide Seiten. Herzlichen Dank allen, die diesen Weg schon gewählt haben.


Falls auch Sie die GSoA mit diesem Zahlungsverfahren unterstützen möchten, so rufen Sie uns an. Wir schicken Ihnen gerne Unterlagen. Telefon: 061/373 92 59, Fax ...

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