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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

FRAUENRECHTE
Blanker Fleck
Krieg und Frieden | von Marco Tackenberg, Sandra Küttel | 01.09.1998

400 Millionen Franken betragen die ökonomischen Kosten der Gewalt gegen Frauen. Menschenrechts- oder präziser Frauenrechtsverletzungen sind auch in der Schweiz alltäglich

«Männerrechte gelten weltweit» schreibt Susanne Kappeler provozierend im neuesten Widerspruch zum Thema Menschenrechte*. Sie kritisiert, dass Menschenrechtsverletzungen immer nur in «anderen» Staaten wahrgenommen würden. Dabei werde verdrängt, dass gerade auch Frauen im Westen Opfer von «Frauenrechtsverletzungen» sind: «Westliche Frauen dürften sich also die Frage stellen, warum westlichen Männern die Freiheit und Menschenwürde von Frauen im Fall von Musliminnen und/oder Afrikanerinnen ein so grosses Anliegen sind - wenn ihnen die Würde ...

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INTERVIEW
Radikales Nein
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.09.1998

Die Erfahrung des Krieges veränderte das Leben Hansheiri Zürrers*. Welche Konsequenzen er während der letzten 54 Jahren daraus gezogen hat, erzählte er Hans Hartmann und Renate Schoch.

Hansheiri, Du hast Theologie studiert, dann aber über zehn Jahre auf dem Bau gearbeitet. Du gehörst der Religiös-Sozialistischen Vereinigung an, bist Mitglied der SP und der GBI und warst Mitglied der PdA. Wir kennen Dich vor allem als Pazifist und als prägendes Mitglied der Anfänge der GSoA Zürich. Seit wann bist friedenspolitisch aktiv?

Ich bin 1918 geboren. 1938 habe ich in der Rekrutenschule in ...

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SONST GEHT’S ABER NOCH? KRIEGSTREIBEREI IM KOSOVO
Hic Kosov@, hic salta
Krieg und Frieden | von Roland Brunner, Marcel Hänggi | 01.06.1998

In der GSoA-Zitig 74 haben wir unter dem Titel «Und wieder pennt Europa» über verschiedene Ansätze zu einer gewaltfreien Lösung des Kosov@-Konflikts berichtet. Einer dieser Ansätze ist ein «Dialog von unten» zwischen VertreterInnen der Konflikparteien. Die Ergebnisse dieses Dialogs stellen wir vor.


Auf Einladung der deutschen Bertelsmann-Stiftung fand im Oktober 1996 in Rhodos ein Treffen statt. Zu den Teilnehmenden gehörten unter anderen Veton Surroi, Chefredaktor der grössten und unabhängigen kosovarischen Tageszeitung Koha Ditore, Predrag Simic, Direktor des Instituts für Internationale Politik und Ökonomie in Belgrad, und Gazmend Pula, Präsident des Helsinki-Komitees ...

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WEIL’S ANDERS NICHT GEHT: KRIEGSTRAUMATISIERUNG WIRD ZUM ÖFFENTLICHEN THEMA
«Ganze Armeen von Psychopathen …»
Krieg und Frieden | von Jasna Bastic | 01.06.1998

Kriegstraumatisierungen überwindet man weder mit modernem psychologischem Drill, noch indem man die Schrecken des Krieges verschweigt. Sie sind nur vermeidbar, wenn man den Krieg verhindert. Ein Kongress von Kriegsveteranen aus allen Kontinenten versucht, die Weltöffentlichkeit aufzurütteln.


Kriege bringen nicht nur Tod und Vernichtung, sie bewirken auch psychologische Zerstörungen. Alpträume, Depressionen und Angstzustände, Schuldgefühle, moralische Dilemmata, unkontrollierte Aggression, Selbstmordabsichten sind nur einige Symptome dieser psychischen Störungen, die unter dem medizinischen Begriff PTSD (post-traumatic stress disorder) zusammengefasst werden. Viele der davon betroffenen Kriegsveteranen bleiben für den Rest des Lebens psychisch invalid und unfähig ...

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KOLUMNE
mondopoly
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.1998

Kindersoldaten

Nabgesachdem die Niederlande die Militärdienstpflicht chafft und eine Berufsarmee eingeführt hat, gibt es zu wenig Soldaten: In gewissen Fachbereichen fehlen 20 - 30 Prozent. Nun werden Massnahmen diskutiert, die Bestände doch noch zu füllen – unter anderem sollen dafür die «militärischen Ausbildungserfordernisse» gesenkt werden. Da dürfte von der Professionalität der neuen Profikrieger nicht mehr viel übrig bleiben. Ein anderer Vorschlag will das Mindestalter der Soldaten auf 16 Jahre herabsetzen – doch damit käme Holland mit den internationalen Bemühungen in Konflikt, die Rekrutierung von Kindersoldaten (unter 17) zu bekämpfen.

Tel Aviv einfach ...

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ES GEHT AUCH SO: FRIEDENSPROZESS IN NORDIRLAND
Blinde Flecken der Friedensarbeit
Krieg und Frieden | von Rafa Sainz de Rozas | 01.06.1998

Mitchell, Blair, Adams, Trimble, Ahern... Konventionelle Politik und ihre Führer monopolisieren die Schlagzeilen über das nordirische Friedensabkommen. Wo bleiben die Basisgruppen und Friedensbewegungen, welche seit Jahren für Frieden in Irland gekämpft haben?  Von Rafa Sainz de Rozas*


Natürlich: Das Foto des Jahres - zwei vormals unversöhnliche Feinde, welche sich die Hände schütteln - sind für die Medien attraktiver als komplexe gesellschaftliche Prozesse. Doch auch jenseits der Medien-Ignoranz: In Situationen offener Gewalt haben es Basis-Friedensbewegungen schwer, einen bedeutenden Beitrag zum Erreichen eines Friedensabkommens zu leisten. Sie konzentrieren ihre Anstrengungen oft auf peace-building-Initiativen, während die ...

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FRIEDENSPROJEKTE
Zivile Friedensprojekte im Prüfstand und im Einsatz
Krieg und Frieden | von Roland Brunner, Renate Schoch | 01.06.1998

Auf dem Prüfstand...


Was kann ein ziviles Wiederaufbauprojekt in gewalttätigen Konflikten wirklich erreichen? Eine wissenschaftliche Studie sucht nach Antworten.


Während und nach dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien sind zahlreiche Projekte ziviler Friedensdienste von lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen entstanden. In solchen Projekten wurde engagierte und professionelle Arbeit geleistet, die leider selten dokumentiert und ausgewertet worden ist.
Nun hat Astrid Astolfi, langjährige GSoA-Aktivistin im Tessin und in Genf, in ihrer Diplomarbeit für das Institut d‘Etudes Sociales in Genf ein von der GSoA mitgetragenes Projekt wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Das Wiederaufbauprojkt, das in ihrer 170 Seiten starken ...

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150 JAHRE EIDGENOSSENSCHAFT
Weltfremde Armeen
Krieg und Frieden | von Roland Brunner, Nico Lutz | 01.06.1998

Die Schweiz feiert im ausgehenden zweiten Jahrtausend ihren 150-jährigen Geburtstag als Bundesstaat. In welche Richtung geht die Reise weiter? Welche Schweiz in welcher Welt wollen wir? Und vor allem: Wie bringen wir unsere Vorstellung einer zukünftigen Schweiz ein?

Die Welt und vor allem Europa haben sich in den letzten zehn Jahren stark verändert. Der Fall der Berliner Mauer, der Zerfall der Sowjetunion und von Jugoslawien, die Kriege in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Kosov@ sind einige Stationen dieses Umbruchs. Die westlichen Armeen haben ihre alte Ideologie – Sicherheit durch Abschrekkung gegen den Feind im Osten – über Bord geworfen. Sie versuchen ...

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EIN INTERNATIONALES FESTIVAL FÜR EIN EUROPA OHNE ARMEEN MIT ZIVILEN ALTERNATIVEN
Yourope for Peace
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.1998

am 31. Juli und 1. August 1998 in Bern

* Was ist U4P?
* Programm: Konzerte Diskussionen Party Austausch
* Organisatorisches
* Anmeldung für internationale Gäste

Weltweit rüsten die (k)alten Kriegsarmeen um: Was früher "Verteidigung" hiess, wird heute "Peacekeeping" genannt. Was früher an den eigenen Grenzen halt machte ...

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FRIEDENSKONGRESS IN OSNABRÜCK
Osnabrückenschlag
Krieg und Frieden | von Hansheiri Zürrer, Adrian Moser, Renate Schoch, Michel Monod | 01.06.1998

Wer geglaubt hatte, die Friedensbewegung sei tot, sah sich am Osnabrücker Friedenskongress eines besseren belehrt: TeilnehmerInnen aus über dreissig Ländern fanden zusammen. Vier davon waren von der GSoA.

Aktuelle und ehemalige Grössen der deutschen Friedensbewegung und Fachfrauen und -männer aus vielen Teilen der Welt machten den Osnabrücker Kongress (29. bis 31.5.98) zu einer Begegnungsstätte für alles, was in der Friedens-NGO-Szene kreucht und fleucht.

Die OrganisatorInnen hatten den Westfälischen Friedensschluss nach dem Dreissigjährigen Krieg, der 1648 in Osnabrück verkündet worden war, zum Anlass für die Veranstaltung genommen ...

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