Themen > Krieg und Frieden > GSoA-Zeitung

Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

PEACE BRIGADES INTERNATIONAL
Friedensheldentum? Nein, Internationalismus!
Krieg und Frieden | von Jürgen Störk | 01.06.1998

Schon mehrmals hat die GSoA-Zitig am Beispiel von Freiwilligen-Teams der Peace Brigades International über mögliche Formen von Friedensdiensteinsätzen berichtet. Ein Überblick über das Organisationsmodell dieser Friedensorganisation soll zeigen, dass es mit dem Entsenden von freiwilligen zivilen FriedensdienstlerInnen noch keineswegs getan ist.

Friedensdiensteinsätze folgen nicht einem fixen Schema, je nach Situation müssen andere Mittel der gewaltfreien Konfliktbearbeitung eingesetzt oder gar neu entwickelt werden. Alle Einsätze von Peace Brigades International (PBI) beruhen auf den gleichen Grundsätzen: Gewaltfreiheit, Nichtparteinahme und Nichteinmischung. Zudem wird PBI immer nur auf Anfrage der vom Konflikt direkt Betroffenen aktiv. Dies verhindert paternalistischen ...

weiterlesen

DA GEHT WAS: EUROPÄISCHES NETZWERK FÜR FRIEDENSDIENSTE
Ein europäisches Netzwerk für Frieden
Krieg und Frieden | von Roland Brunner | 01.06.1998

Der Zivile Friedensdienst ist keine Erfindung der GSoA. Aber die GSoA beteiligt sich intensiv an einer Initiative für ein europäisches Netzwerk Ziviler Friedensdienste.

Es war bereits das zweite Treffen, das am 15./16. Mai 1998 in Köln auf Einladung des deutschen Forums Ziviler Friedensdienst stattfand (vgl. GSoA-Zitig Nr. 72, Sept. 1997). Fünfzehn Menschen aus der BRD, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz diskutierten und planten, wie zivile Handlungsalternativen zum militärischen Sicherheitsdenken gestärkt werden könnten.

Offene Fragen

Im Zentrum der Diskussionen standen diesmal fertig ausgearbeitete Ausbildungskonzepte für zivile Friedenseinsätze von deutscher ...

weiterlesen

DIE ARMEE AN ALLEN FRONTEN
Das prangern wir an (VI): Das Konzept Mann
Krieg und Frieden | von Marco Tackenberg | 01.06.1998

Stehaufmännchen

Dem Thema «Militär Macht - Macht Männer» hat der Schweizerische Friedensrat seine diesjährige Ratstagung in Basel gewidmet.

Es ist nicht selbstverständlich, wenn an einem sonnigen Samstag nachmittag im Mai mehr als siebzig Männer und Frauen ins kühle und feuchte Interieur der Kulturwerkstatt Kaserne in Basel strömen und sich Referate über «militärische Sozialisation» und das «Konzept Mann» anhören. Und wenn nach über drei Stunden Film und Vorträgen noch eine lebhafte und kontroverse Diskussion unter den Teilnehmenden entbrennt, dann darf mit Recht von einem stimulierenden Anlass die Rede sein.

«Gemachte M ...

weiterlesen

MILITÄRISCHE ‹FRIEDENSSICHERUNG›: UM WAS GEHT ES?
Strudel der Gewalt
Krieg und Frieden | von Hans Hartmann | 01.07.1997

«Jetzt ist Brazzaville dran», betitelte der Tages-Anzeiger Anfang Juni einen Artikel über Unruhen im zentralafrikanischen Staat Kongo-Brazzaville. Nun sei auch dieser Staat «in den Strudel der Gewalt geraten», lesen wir weiter. Ein nervöses Augenzwinkern blickt hinter solchen Schlagzeilen hervor: ‹Da draussen› wütet ein gewaltiger Strudel, der eine Weltgegend nach der anderen mit sinnloser Gewalt überzieht. Kongo, Zaire, Albanien, Burundi, Ruanda, Bosnien, Somalia, Haiti, nochmals Albanien ...

Es ist dies ein einfacher Blick – ein stumpfer Reflex der ‹Domino-Theorie› aus dem Kalten Krieg. Damals wollte der freie Westen verhindern, dass ein Land nach dem anderen – Domino-Steinen gleich – in den Rachen des ...

weiterlesen

IN JAHR IFOR-TRUPPEN IN BOSNIEN
Power Games in Casablanca
Krieg und Frieden | von Jasna Bastic | 01.11.1996

Der Krieg in Bosnien ist dank der freundlichen Präsenz von Ifor-Soldaten zum Stillstand gekommen. Doch ein echter Frieden ist nicht in Sicht. Unterdessen sitzen die Kriegsverbrecher immer noch an den Schaltstellen der Macht und die ethnischen Säuberungen gehen in kleinerem Massstab weiter.

Ifor aus Bosnien abzieht, werden die Kämpfe am darauffolgenden Tag wieder beginnen! - mit diesem Satz kommentieren ganz gewöhnliche BosnierInnen den instabilen Frieden in ihrem Land. Die meisten von ihnen glauben, dass nur die Ifor-Soldaten wenigstens ihre physische Sicherheit garantieren. Die Leute sehen Ifor als Besatzungsmacht, aber sie freuen sich darüber - nur eine der ...

weiterlesen

JUBELPARADE GEGEN DIE ARMEE IN BERLIN
Dr. Seltsam
Krieg und Frieden | von GSoA, Frank Richter, Potsdam | 01.11.1996

 

oder wie ich einen Feiertag lieben lernte

Bis zur Wende war Berlin offiziell entmilitarisiert. Die Opposition gegen die Militarisierung durch die Deutsche Bundeswehr hat sich nach 1989 wiederholt zu Wort gemeldet. Die Jubelparade unter dem Motto «Das Volk lacht die Armee aus» war der neuste Streich der Berliner AntimilitaristInnen.

Am 3. Oktober jährte sich zum 6. mal der Tag der deutschen Einheit. Wieder hätte es ein schier unerträglicher Tag werden können, wäre da nicht diese ‹merkwürdige› Veranstaltung gewesen. Diese Veranstaltung war eine ‹Jubelparade› unter dem Titel: «Das Volk lacht das Militär aus». Die ...

weiterlesen

NATO-OSTERWEITERUNG
Ergänzende Sinnstiftung
Krieg und Frieden | von GSoA, Reinhard Mutz | 01.11.1996

Die Nato expandiert gegen Osten. Gleichzeitig wandelt sie sich vom Verteidigungs- zum Interventionsbündnis. Die Uno gerät ins Hintertreffen und Russland fühlt sich brüskiert. Ein Stabilitätsgewinn für Europa

Pünktlich zum 50. Jahrestag des Nordatlantikvertrages sollen die ersten osteuropäischen Länder Mitglieder der Nato werden. Unklar ist, ob es sich um einen Aufbruch in ein neues Zeitalter oder doch nur um die Restauration einer untergegangenen Weltordnung handelt.
Weshalb das westliche Bündnis überhaupt gen Osten expandieren - in korrektem Nato-Deutsch: sich öffnen - soll, hat noch niemand schlüssig zu erklären vermocht. Das Standardargument lautet ...

weiterlesen

KONZEPTIONELLE DEFIZITE HÜBEN UND DRÜBEN: EIN GESPRÄCH MIT ANDI GROSS
«Totale Verunsicherung»
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.11.1996

Befindet sich der Militarismus in einem Erosionsprozess, erlebt er einen konjunkturellen Aufschwung oder formiert er sich neu? Andi Gross erläutert seine friedenspolitischen Perspektiven, seine Einschätzung des Nato-Angebots «Partnerschaft für den Frieden» und seine Teilnahme an der «Studienkommission für strategische Fragen». Die Fragen für die GSoA-Zitig stellten Renate Schoch und Hans Hartmann.

GSoA-Zitig: Im Frühling hast du die These aufgestellt, dass der Militarismus in der Schweiz erodiere. Inzwischen hat der Bundesrat drei Verordnungen in die Vernehmlassung geschickt, mit denen die Armee neue Kompetenzen bei verschiedenen Formen innerer Einsätze erhalten soll. Wie schätzt du ...

weiterlesen

SEMINAR ‹INTERVENTIONEN IM NAMEN DES FRIEDENS› VOM 14. SEPTEMBER
Waffen für den Frieden?
Krieg und Frieden | von Renate Schoch | 01.11.1996

Zwar waren die Meinungen kontrovers, die Diskussion am GSoA-Seminar verlief jedoch sehr konstruktiv. Die Schweiz braucht keine Armee - aber braucht die Welt eventuell Schweizer Blauhelme? Diese Frage beantwortet der Initiativentwurf für ‹Sicherheit statt Verteidigung› verhalten positiv. Viele GSoAtInnen protestierten, rund 30 Personen nahmen an der Diskussion in Bern teil. Marco Tackenberg und Paolo Gilardi stellten dort die kontroversen Positionen vor.

Welche Antwort geben wir auf Völkermord, wenn friedliche Konfliktlösung versagt hat? So klar stellte Marco Tackenberg die Frage, deren Antwort der Punkt 4 im Initiativ-Entwurf für eine Schweiz ohne Armee ist: Auch nach einer Armeeabschaffung soll ...

weiterlesen

ABSTIMMUNG VOM 1. DEZEMBER: ES BLEIBT NUR EINS, SAG NEIN!
Schweizer Asylrecht in Gefahr
Krieg und Frieden | von GSoA, Anni Lanz | 01.11.1996

Wer glaubt, die SVP-Asylinitiative unter dem Titel «Gegen die illegale Einwanderung» habe keine Chance in der Abstimmung, der irrt. Die Bewegung für eine offene und demokratische Schweiz (BODS) und die Asylkoordination Schweiz fürchten, dass bei Annahme dieser Initiative das Asylrecht in der Schweiz faktisch beseitigt wird.

Menschen aus dem sogenannten 3. Kreis können nicht mehr legal einreisen, da sie kein Einreisevisum erhalten, es sei denn, sie seien hochqualifizierte ExpertInnen oder Angehörige einer sehr reichen Familie. Zudem sind politisch Verfolgte höchst selten in der Lage, einen eigenen Pass zu beschaffen. Im Gegenteil: Es ist geradezu das ...

weiterlesen

<  1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64  >