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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

KONZEPTIONELLE DEFIZITE HÜBEN UND DRÜBEN: EIN GESPRÄCH MIT ANDI GROSS
«Totale Verunsicherung»
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.11.1996

Befindet sich der Militarismus in einem Erosionsprozess, erlebt er einen konjunkturellen Aufschwung oder formiert er sich neu? Andi Gross erläutert seine friedenspolitischen Perspektiven, seine Einschätzung des Nato-Angebots «Partnerschaft für den Frieden» und seine Teilnahme an der «Studienkommission für strategische Fragen». Die Fragen für die GSoA-Zitig stellten Renate Schoch und Hans Hartmann.

GSoA-Zitig: Im Frühling hast du die These aufgestellt, dass der Militarismus in der Schweiz erodiere. Inzwischen hat der Bundesrat drei Verordnungen in die Vernehmlassung geschickt, mit denen die Armee neue Kompetenzen bei verschiedenen Formen innerer Einsätze erhalten soll. Wie schätzt du ...

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SEMINAR ‹INTERVENTIONEN IM NAMEN DES FRIEDENS› VOM 14. SEPTEMBER
Waffen für den Frieden?
Krieg und Frieden | von Renate Schoch | 01.11.1996

Zwar waren die Meinungen kontrovers, die Diskussion am GSoA-Seminar verlief jedoch sehr konstruktiv. Die Schweiz braucht keine Armee - aber braucht die Welt eventuell Schweizer Blauhelme? Diese Frage beantwortet der Initiativentwurf für ‹Sicherheit statt Verteidigung› verhalten positiv. Viele GSoAtInnen protestierten, rund 30 Personen nahmen an der Diskussion in Bern teil. Marco Tackenberg und Paolo Gilardi stellten dort die kontroversen Positionen vor.

Welche Antwort geben wir auf Völkermord, wenn friedliche Konfliktlösung versagt hat? So klar stellte Marco Tackenberg die Frage, deren Antwort der Punkt 4 im Initiativ-Entwurf für eine Schweiz ohne Armee ist: Auch nach einer Armeeabschaffung soll ...

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ABSTIMMUNG VOM 1. DEZEMBER: ES BLEIBT NUR EINS, SAG NEIN!
Schweizer Asylrecht in Gefahr
Krieg und Frieden | von GSoA, Anni Lanz | 01.11.1996

Wer glaubt, die SVP-Asylinitiative unter dem Titel «Gegen die illegale Einwanderung» habe keine Chance in der Abstimmung, der irrt. Die Bewegung für eine offene und demokratische Schweiz (BODS) und die Asylkoordination Schweiz fürchten, dass bei Annahme dieser Initiative das Asylrecht in der Schweiz faktisch beseitigt wird.

Menschen aus dem sogenannten 3. Kreis können nicht mehr legal einreisen, da sie kein Einreisevisum erhalten, es sei denn, sie seien hochqualifizierte ExpertInnen oder Angehörige einer sehr reichen Familie. Zudem sind politisch Verfolgte höchst selten in der Lage, einen eigenen Pass zu beschaffen. Im Gegenteil: Es ist geradezu das ...

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GLOBALE INITIATIVE FÜR ABRÜSTUNG MIT GLOBALEM SCHULSTREIK
Knock out für den Overkill
Krieg und Frieden | von Matthias Scheller | 01.09.1996

In den Horrorszenarien der Zuvielschützer in den 80er Jahren gab es die Explosion einer Nuklearwaffe über Ins. Kein Mensch vermag zu begreifen, was denn der BöFei gegen dieses Dorf gehabt haben soll, das vor allem durch den Maler Albert Anker bekannt wurde – auf jeden Fall leben wir im Jahr 1996 und von kalten Kriegern spricht nur noch, wer politische Gegner als Ewiggestrige brandmarken will.
Nichtsdestotrotz werden auf der Welt nach wie vor enorme Waffenpotentiale gelagert und entwickelt. Vorbei sind die Zeiten, als Atomkrieg, Overkill und Waldsterben Modewörter waren. Die neuen Schlagworte sind Globalisierung und Informationsgesellschaft. Gar keine ...

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PEACE BOAT
Peacetrip
Krieg und Frieden | von GSoA, Jasna Bastic | 01.09.1996

Auf einer Reise per Schiff rund um die Welt wird auch dieses Jahr ab dem 19. Dezember während dreier Monate ein Friedens-, Erziehungs- und Kulturprogramm geboten.

Das japanische Boot ist eine einmalige Angelegenheit: Während der drei Monate bis zum 19. März 1997 wird das Friedens-Schiff in 19 Ländern anlegen. Auf hoher See werden Veranstaltungen, Treffen und eine Vielzahl von Arbeitsgruppen angeboten, an denen sich die mehrheitlich japanischen Passagiere mit Gästen aus der ganzen Welt treffen. Sie diskutieren über die Chancen, die Uno zu reformieren, über die Entwicklungen hin zur Demokratie, aber auch über den Massenmord ...

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UNTERSTÜTZUNGSARBEIT DER GSOA-ANTIKRIEGSKAMPAGNE
Inseln des Friedens
Krieg und Frieden | von GSoA, Marcel Hänggi | 01.09.1996

Der Krieg in Bosnien und der Herzegowina ist zumindest unterbrochen – soweit mit Krieg nur Kämpfe mit schweren Waffen gemeint sind. Von Friede freilich kann noch nicht oder nur lokal die Rede sein. Die GSoA-Antikriegskampagne unterstützt darum weiterhin friedensfördernde Projekte im ehemaligen Jugoslawien. Marcel Hänggi überbrachte im Frühjahr GSoA-Spendengelder an drei Projekte: Die Zeitung «Novi Prelom» in Banja Luka, das Menschenrechtsbüro in Tuzla und das internationale Projekt für sozialen Wiederaufbau in Gornji Vakuf.

Gornji Vakuf in Zentralbosnien ist laut Statistik die am stärksten zerstörte Gemeinde in Bosnien-Herzegowina: 80 Prozent der Häuser ...

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EX-JUGOSLAWIEN: WIE AUS MILITARISTISCHER MYTHOLOGIE KRIEG WURDE
Eine Volksarmee gegen ihr Volk
Krieg und Frieden | von Nena Skopljanac | 01.09.1996

Im ehemaligen Jugoslawien hat eine sogenannte Volksarmee ihr eigenes Volk angegriffen. Heute, nach fünf Kriegsjahren und nach dem Dayton-Abkommen, sind drei hochgerüstete Armeen zu Hauptakteuren im immer noch bestehenden Konfliktfeld geworden.

Die Jugoslawische Volksarmee (JNA) trat 1951 die Nachfolge der «Volksbefreiungsarmee» (PLA) an, also der Partisaneneinheiten, die seit 1941 für die Befreiung des Landes von der faschistischen Besatzung kämpften. Die JNA erbte die Aura der Mythen, welche die PLA aus der Zeit dieses Krieges umgab. Sorgfältig ausgewählte Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg wurden in die kommunistische Ideologie aufgenommen, mythologisiert und zusammen mit emotional aufgeladenen ...

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DAS MODELL DER EUROPÄISCHEN SICHERHEITSGEMEINSCHAFT
Ciao Nato!
Krieg und Frieden | von Hans-Joachim Giessmann | 01.09.1996

Die gegenwärtig in Europa bestehenden Verteidigungsbündnisse bilden kein verlässliches Sicherheitssystem. Das «Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg» hat einen Gegenentwurf erarbeitet, der die bestehenden Mängel beheben will. Hans-Joachim Giessmann, Politologe und Mitautor der Studie, stellte das Modell am GSoA-Seminar in Le Bémont vor.

Wer unmittelbar nach dem Ende des Ost-West-Konflikts erwartet hatte, das Zeitalter bewaffneter Konflikte neige sich in Europa endlich dem Ende zu, sieht sich wenige Jahre später bitter enttäuscht. Anstelle einer höheren Berechenbarkeit der sicherheitspolitischen Stabilität, welche sich auf die in der Pariser Charta ...

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REFERAT AM GSOA-SEMINAR IN LE BÉMONT
Erneuerung des militärischen Denkens?
Krieg und Frieden | von Andreas Zumach | 01.09.1996

Die Kontinuität der NATO-Strategien über den immer wieder beschworenen Umbruch von 1989 hinaus wird unterschätzt. Umgekehrt wird – selbst innerhalb der Friedensbewegung – der Bruch im pazifistischen Denken überbetont. Andreas Zumach, in den 80er Jahren Aktivist in der deutschen Friedensbewegung und seit 1988 Korrespondent für verschiedene deutsche und schweizerische Zeitungen bei der UNO in Genf, analysierte in Le Bémont den Erfolg der NATO, der auf Kosten der UNO, der OSZE und ziviler Friedensintervention geht.

Für meinen Vortrag wurde mir ein Thema vorgegeben: die Erneuerung des militärischen Denkens. Ich halte diesen Begriff für problematisch, weil ich ...

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EINE EINFÜHRUNG ZUM GSOA-SEMINAR VOM 29. JUNI IN ZÜRICH
Friedenspolitische Lernprozesse sind notwendig.
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.1996

 

Menschenrechte und Demokratie bedingen sich gegenseitig und sind Grundpfeiler einer radikalen Friedenspolitik. Wolf-Dieter Narr reflektiert in seinem Beitrag zum Buch «Friedenspolitik mitten im Krieg» von Klaus Vack über die Konsequenzen, die radikale PazifistInnen aus den Kriegserfahrungen in Ex- Jugoslawien ziehen müssen. Dabei erteilt er der Meinung , dass Friede durch Krieg geschaffen werden könne, eine klare Absage. Wolf-Dieter Narr ist Gast an der GSoA-Veranstaltung vom 29. Juni in Zürich.
Nachstehend veröffentlichen wir Auszüge aus dem Buch <Friedenspolitik mitten im Krieg; Das Exempel Ex-Jugoslawien> von Klaus Vack, herausgegeben vom «Komitee für Grundrechte und Demokratie», D-64759 Sensbachtal ...

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