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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

TALINN-MANUAL
Umstrittenes Nato-Handbuch gegen Cyber-Attacken
Krieg und Frieden | von Martin Parpan | 01.07.2014

Der Begriff «Cyber-War» gewinnt in aktuellen sicherheitspolitischen Diskussionen immer mehr an Gewicht. Ein offizielles Regelwerk für das Verhalten von Staaten im digitalen Krieg gibt es bislang nicht. Die Nato hat mit dem sogenannten «Tallinn Manual» aller-dings ein Handbuch erstellt, wie sie sich im «Cyber-War» positionieren will. Das Hand-buch gilt als eigentliche Nato-Cyber-Doktrin. Dies beunruhigt, denn das Handbuch enthält sehr problematische Passagen.

Kriege werden längst nicht mehr nur mit Waffen, sondern auch am Computer geführt. So könnte beispielsweise ein Angriff auf ein Atomkraftwerk gravierende und grossflächige Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Die UNO-Charta w ...

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UKRAINE
Harter Schlag gegen die Abrüstung
Krieg und Frieden | von Tobias Estermann | 01.07.2014

Die Ereignisse in der Ukraine in den letzten Monaten regen zum Denken an. Einige stellen sich beispielsweise die Frage, ob eine erneute militärische Aufrüstung von Nöten wäre, um Russland Paroli bieten zu können. Diesen Überlegungen gilt es europaweit und weltweit entschlossen entgegenzutreten.

Mit der Annexion der Krim und der aktiven und passiven Unterstützung von Separatisten in der Ost-Ukraine betritt Russland einen Weg, auf dem es der USA die Vorherrschaft in der Welt absprechen und sich selbst einen grösseren Stellenwert einräumen möchte. Das jüngste Vorgehen gleicht jenem von 2008, als Russland ...

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AEGIS DEFENCE SERVICES
Goodbye und auf Nimmerwiedersehen
Krieg und Frieden | von Andreas Weibel | 01.07.2014

Die britische Söldnerfirma Aegis Defence Services verlässt die Schweiz. Eine positive Überraschung. Die Begründung für den Wegzug lässt vermuten, dass die Firma mehr Dreck am Stecken hat als bisher angenommen.

Gäbe es ein Rating für die unbeliebteste Schweizer Firma, würde Aegis Defence Services einender allervordersten Ränge belegen. Als die Söldnerfirma im Jahr 2010 ihren Holdingsitz von London nach Basel verlegte, gingen die politischen Wellen hoch. Quer durch alle Lagerforderten Politikerinnen und Politiker gesetzgeberische Massnahmen, um das Unternehmen wieder loszuwerden. Aegis und sein Gründer Tim Spicer hatten sich als Rundum-Dienstleister ...

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BUCHREZENSION
Wo sind all die Soldaten geblieben?
Krieg und Frieden | von Andreas Weibel | 01.07.2014

Die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert war eine Auseinandersetzung zwischen Militarismus und Pazifismus - und der Pazifismus hat gewonnen, nachdem Europaaus den Schrecken der zwei Weltkriege gelernt hat.

Das Buch «Kontinent der Gewalt» (im Original «Where have all the soldiers gone?») des US-amerikanischen Historikers James J. Sheehanist schon 2008 erschienen, zum Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs ist es jedoch aktueller denn je. Sheehan, Geschichtsprofessor an der Stanford University und ehemaliger Präsident der American Historical Association ,erzählt die Geschichte Europas in den vergangenen hundert Jahren aus einer neuen Perspektive: Als Auseinandersetzung zwischen Militarismus und Pazifismus, bei welcher der Pazifismus ...

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SCHWEIZ
Kriegszustand ohne Krieg
Krieg und Frieden | von Adi Feller | 01.07.2014

Obwohl nicht selber aktiv Krieg führend, versetzte der Erste Weltkrieg auch die Schweiz in einen militarisierten Zustand. Der Aktivdienst und die Grenzbesetzung brachten Soldaten und ihre Familien an die finanziellen Grenzen. Die Versorgungslage und die Teuerung führen zu immer mehr Protesten, welche im Landesstreik von 1918 gipfelten.

Auch in der Schweiz wurden die Gräuel des Krieges mit Schrecken aufgenommen. Durch die Bedürfnisse der Kriegsführung wurden immer mehr Lebensmittel zur Mangelware. Auf einen solchen Versorgungsengpass war der Bund nicht vorbereitet, erst spät wurde eine Rationierung eingeführt. Die Teuerung nahm deshalb ein enormes Ausmass an ...

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ANTIMILITARISMUS UND PAZIFISMUS
Was tun gegen den Krieg
Krieg und Frieden | von Adi Feller | 01.07.2014

Seit jeher haben sich Menschen gegenkriegerische Gewalt gewehrt sei es auspersönlicher Betroffenheit oder ausgrundlegenden Überzeugungen. Mit dem «Grossen Krieg» von 1914 bis 1918 und seiner neuen Dimension des millionenfachen, industriellen Tötens und Getötet-werdens bekam auch das Engagement gegen den Krieg eine neue Dynamik.

Mit der Entstehung und Stärkung der National -staaten im langen 19. Jahrhundert waren in vielen Ländern auch der Ausbau der Armeen und (in Kontinentaleuropa) die Einführung der Wehrpflicht verbunden. Dieser Ausbau des Militärischen zur zentralen Säule des Staates und die Deklaration der Armee zur «Schule der Nation» begründeten ...

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GLOSSE
Krieg der Geschlechter
Krieg und Frieden | von Daniela Fischer | 01.07.2014

Die Propaganda im Ersten Weltkrieg war derart erfolgreich, dass es nichtverwundert, wenn sich das «starke Geschlecht» massenweise in die Salventreiben liess. Währenddessen unterwarfen sich die Frauen unreflektiert und besinnungslos der von Männern dominierten Politik. Sie reisten zu Hauf als Kriegskrankenschwestern an die Front, um die Verwundeten zu pflegen, richteten sogenannte «Labedienste» für die vorbeiziehenden Soldaten ein und boten Kochkurse für die von Verzicht geprägte Kriegsküche an. Dabei waren vor allem die Suffragetten doch tatsächlich der Überzeugung, aus freien Stücken zu handeln, wenn sie «selbstbestimmt» ihre Arbeit in der Waffenindustrie annahmen und T ...

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ANTIKRIEGSBEWEGUNG
Frauen zwischen Krieg und Frieden
Krieg und Frieden | von Daniela Fischer | 01.07.2014

Während die Krieg führenden Staaten zwischen 1914 und 1918 ihre Bürger an die Waffe zwangen und in die Schützengräben entsandten, erwarteten sie von den Frauenebenfalls einen gebührenden Einsatz fürs Vaterland, allerdings mehrheitlich an der «Heimatfront». Viele Frauen folgten dieser Weisung. Daneben gab es aber auch viele, die sich gegen den Krieg auflehnten und sich gemeinsam für Frieden einsetzten.

Vor rund hundert Jahren war es für die Frauenfast unmöglich, ihre Meinungen und Forderungen zur weltweiten Aufrüstung und Kriegstreiberei kundzutun. Ihnen fehlte schlicht die politische Stimme. Hinzu kam, dass sie ohnm ...

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SCHULDFRAGE
Ursachen der Urkatastrophe
Krieg und Frieden | von Josef Lang | 01.07.2014

«Wir können aus der Geschichte des neun -zehnten Jahrhunderts den Ersten Weltkrieg nicht ‚erklären‘; aber wir können gar nichtanders, als im Lichte dieser Katastrophe das Jahrhundert verstehen, das in ihr sein Ende fand.» (Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft)

Es geht hier um einen Versuch, die Urkatastrophe aus der sozialen Interessenlage und der kulturellen Ideenwelt jener Kreise, die über Krieg und Frieden entschieden haben, zu er-klären. Zuerst aber sollen die beiden Thesen, welche in der Rechten beziehungsweise in der Linken vorherrschen, kurz hinterfragt werden. Die Behauptung, die Verantwortungsträgerseien nach dem Attentat von Sarajewo ...

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SONDERBUND
Der Grosse Krieg – die grosse Bestätigung für den Pazifismus
Krieg und Frieden | von Nora Komposch, Josef Lang | 01.07.2014

Mit dem 28. Juli 1914 begann wohl das barbarischste Drittel eines Jahrhunderts in der uns bekannten Menschheitsgeschichte. Ohne den Ersten Weltkrieg sind weder der Faschismus noch der Zweite Weltkrieg noch der Stalinismus erklärbar. Die GSoA beschäftigt sich heute, hundert Jahre nach dem Ausbruch, intensiv mit dem «Grossen Krieg».

Der Erste Weltkrieg und seine Folgen sind eine mächtige Bestätigung für die Notwendigkeit des Pazifismus. Friedensbewegungen, insbesondere die sozialistische Arbeiter-Internationale, wären die einzige Chance gewesen, den Krieg zu verhindern. Stattdessen führte militärische Aufrüstung kombiniert mit chauvinistischer Hetze zur Jahrhundertkatastrophe.

Thesen zur Erklärung ...

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