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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung

ATOMWAFFEN
Forderung nach atomarer Abrüstung
Krieg und Frieden | von dr | 30.09.2014

Gemessen an den unmittelbaren, wie auch den langfristigen Konsequenzen eines Einsatzes, sind Atomwaffen in ihrer Destruktivität und Willkür mit keinen anderen Waffensystemen vergleichbar. Dennoch fallen sie als einzige Massenvernichtungswaffen nach wie vor unter kein völkerrechtliches Verbot.

Am 6. August 2015 wird es 70 Jahre her sein, seit die erste Atombombe über Hiroshima gezündet wurde. Drei Tage später wurde Nagasaki von einer Plutoniumbombe erschüttert. Die Schreie Zehntausender, verbrannte, blutige, auf gedunsene Körper, missgebildete, entstellte Menschen und auf ewig zerstörtes Erbgut sind die Folgen - das unermessliche humanitäre Leid von Generationen ist kaum fassbar ...

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BUCHBESPRECHUNG
Neuer Blick auf die Schweiz im Ersten Weltkrieg
Krieg und Frieden | von Adi Feller | 30.09.2014

Jahrzehntelang war die Geschichte des Ersten Weltkrieges in der Schweiz kein Thema in der Geschichtswissenschaft. Nachdem der Zweite Weltkrieg seit den 90er Jahren durch detaillierte Studien aufgearbeitet wurde, nähert sich die Geschichtswissenschaft 100 Jahre nach Beginn der «Urkatastrophe» der Situation in der Schweiz zu dieser Zeit.

Konzipiert als Begleitwerk für eine schweizweit gastierende Wanderausstellung zum Ersten Weltkrieg erschien kürzlich der Band «14/18 Die Schweiz und der Grosse Krieg», herausgegeben von Roman Rossfeld, Thomas Boumberger und Patrick Kury im hier + jetzt Verlag. Ausstellung und Buch wurden von einem Verein von HistorikerInnen konzipiert und umgesetzt, welche die Geschichte ...

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VERWEIGERUNG
Deserteure sind Helden
Krieg und Frieden | von Stefan Dietiker | 30.09.2014

An der GSoA-VV am 22. Juni referierte der deutsche Historiker Christoph Jahr zum Thema Kriegsdienstverweigerung im Ersten Weltkrieg. Der hundertste Jahrestag des Kriegsausbruchs sollte Anlass für Forschung und Gesellschaft sein, sich jenen zu widmen, die «Nein zum Dienst an der Waffe» gesagt haben.

Das Referat beleuchtete die Geschichte jener Männer, die von den einen als «gewissenlose Feiglinge», von den anderen hingegen als «selbstlose Helden» bezeichnet wurden. Christoph Jahr brachte den anwesenden GSoA-Mitgliedern einerseits die Motive der Deserteure näher und zeigte andererseits auf, wie es Einzelne schafften, von der Armee weg zukommen. Die Gründe der Fahnenflucht sind ...

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KRIEG UND FRIEDEN
Die Friedensbewegung stärken in Zeiten internationaler Konflikte
Krieg und Frieden | von Nikolai Prawdzic | 30.09.2014

Bürgerkrieg in der Ukraine, Syrien- und Gaza-Krieg, der Vormarsch des «Islamischen Staates» (IS) im Irak, der Bürgerkrieg in Libyen - es herrscht der Eindruck, die halbe Welt stünde in Flammen. Dauerhafter Frieden scheint in diesen Konflikten in weiter Ferne zu liegen. Eine konsequente Friedenspolitik ist gerade darum unentbehrlich.

Friedensbewegte sind verunsichert, wenn Putin scheinbar alle diplomatischen Versuche europäischer Staaten ins Leere laufen lässt, wenn Nato-Generalsekretär Rasmussen die Gunst der Stunde wahr nimmt und eine weitere Aufrüstung der westlichen Armeen fordert und wenn die deutsche Regierung aus «humanitären» Gründen Waffen in den umk ...

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MILITÄRPROPAGANDA
Zimmerwald statt Marignano!
Krieg und Frieden | von Josef Lang | 30.09.2014

Im September 2015 begeht die offizielle Schweiz den 500. Jahrestag der Schlacht von Marignano. Deren nationalistisch militärischen Symbolik soll eine humanistisch-zivile Alternative entgegengestellt werden. Dafür eignet sich der 100. Jahrestag der internationalen Antikriegs-Konferenz von Zimmerwald, die im September 1915 stattfand.

Marignano wird dargestellt als Ende eidgenössischer Grossmachtpolitik und Beginn der Neutralität. Allerdings dürfte die kurz darauf folgende Glaubensspaltung entscheidender zur Kühlung des aussenpolitischen Übermuts bei getragen haben als die verheerende Niederlage vom 14. September 1515. Und die Verknüpfung von Neutralität und Marignano wurde erst 176 Jahre später erfunden.

Eine der wichtigsten ...

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VOLLVERSAMMLUNG
Ein erfreulicher Rückblick
Krieg und Frieden | von Adi Feller | 30.09.2014

In Solothurn feierten am 22. Juni die versammelten GSoA-AktivistInnen den historischen Sieg in der Gripen-Abstimmung. Drei ReferentInnen thematisierten die Friedensbewegungen und die Kriegsdienstverweigerung während des Ersten Weltkrieges. Die Abstimmungskampagne für das Gripen- Nein erforderte viel Energie. Dank der tatkräftigen Mithilfe vieler AktivistInnen konnte die GSoA am 18. Mai einen historischen Sieg feiern. Sechs Jahre haben wir auf diesen Sieg hingearbeitet: Wir haben über 100'000 Unterschriften für eine Initiative gesammelt. Diese Initiative ermöglichte eine referendumsfähige Vorlage, wofür wir wiederum einen grossen Teil der Unterschriften sammelten. Doch auf diesen Lorbeeren können wir uns ...

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DREILÄNDERECK
Friedensmarsch gegen Nationalismus und Militarismus
Krieg und Frieden | von Daniela Fischer | 30.09.2014

Am diesjährigen 1. August organisierte die GSoA zusammen mit anderen Organisationen einen Friedensmarsch im Basler Dreiländereck. Rund 500 Personen erinnerten gemeinsam an den Beginn des Ersten Weltkrieges und setzten ein Zeichen gegen Nationalismus und Militarismus - Ideologien, die auch heute noch für Kriege und Konflikte rund um den Erdball verantwortlich sind.

Jedes Jahr weckt der 1. August in vielen Schweizer Innen patriotische Gefühle und den damit verbundenen Wunsch «ihre» Nation zu feiern. Die GSoA öffnete dieses Jahr zusammen mit anderen Organisationen den Blick auf die internationale Gemeinschaft. Mit einem Friedensmarsch wies sie darauf hin, dass vor rund ...

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Editorial
Krieg und Frieden | von Adi Feller | 30.09.2014

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Welt scheint in Flammen - ob in der Ukraine, in Syrien, im Irak oder in Gaza - der
Krieg zeigt wieder sein hässlichstes Gesicht. Entflammt ist auch die Kriegsrhetorik.
Die lauteste Forderung ist im Moment nämlich nicht die nach Frieden, sondern nach Waf-
fenlieferungen in die Krisenregionen. Dabei ist vielfach gerade die Hochrüstung zur
vermeintlichen Stabilisierung eines Regimes oder zur Unterstützung einer Rebellen-
bewegung eine der Hauptursachen dafür, dass Jahre und Jahrzehnte später politische
Konflikte zu blutigen Kriegen eskalieren. Bei den wenigen vorhandenen Bemühungen
zur Konfliktlösung wird die Uno ...

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GRASWURZELBEWEGUNGEN
Internationale Konferenz gegen Gewalt
Krieg und Frieden | von Nikolai Prawdzic | 01.07.2014

Alle vier Jahre lädt die antimilitaristische und pazifistische Organisation War Resisters International (WRI) zu einer Internationalen Konferenz der Friedensbewegungen ein. Das diesjährige Treffen vom 4.- 8. Juli ist besonderer Natur. Erstmals findet das Treffen gegen Gewalt auf dem kriegsgeplagten Kontinent Afrika statt.

Im südafrikanischen Kapstadt diskutieren über200 FriedensaktivistInnen aus Asien, Lateinamerika, Nordamerika, Europa und Afrikaüber Formen der Gewalt. Zur Eröffnung der Konferenz treten neben GegnerInnen desfrüheren Apartheidregimes, RednerInnen aus Paläs tina, Israel und Zimbabwe auf. Die Themen der Veranstaltung reichen von militärischen Konflikten und ihren schrecklichen Konsequenzen bis zu den alltäglichen ...

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TALINN-MANUAL
Umstrittenes Nato-Handbuch gegen Cyber-Attacken
Krieg und Frieden | von Martin Parpan | 01.07.2014

Der Begriff «Cyber-War» gewinnt in aktuellen sicherheitspolitischen Diskussionen immer mehr an Gewicht. Ein offizielles Regelwerk für das Verhalten von Staaten im digitalen Krieg gibt es bislang nicht. Die Nato hat mit dem sogenannten «Tallinn Manual» aller-dings ein Handbuch erstellt, wie sie sich im «Cyber-War» positionieren will. Das Hand-buch gilt als eigentliche Nato-Cyber-Doktrin. Dies beunruhigt, denn das Handbuch enthält sehr problematische Passagen.

Kriege werden längst nicht mehr nur mit Waffen, sondern auch am Computer geführt. So könnte beispielsweise ein Angriff auf ein Atomkraftwerk gravierende und grossflächige Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Die UNO-Charta w ...

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