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Krieg und Frieden: Texte aus der GSoA-Zeitung


Editorial
Krieg und Frieden | von Adi Feller | 01.02.2015

Liebe Leserin, lieber Leser

Dieses Jahr wird uns friedenspolitisch viel abverlangen: Herausforderungen und Themen gibt es genug. 2015 wird als «Gedenkjahr» alte Fragen wieder neu aufwerfen. Allen voran die Frage der Definition der schweizerischen Neutralität im Spannungsfeld von Marignano (1515) und dem Wiener Kongress (1815). Auch die Bemühungen zur Beendigung der grossen Kriege des letzten Jahrhunderts rücken mit dem Jubiläum der Zimmerwalder Konferenz von 1915 und dem Jubiläum des Endes des 2. Weltkrieges in die Zeitungsspalten. Die Frage stellt sich: Wo bleiben vergleichbare Bemühungen um die Beendigung der aktuellen Kriege?

Ausführlich thematisieren wir ...

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WEIHNACHTSFRIEDEN
Überreste der menschlichen Zivilisation
Krieg und Frieden | von Andreas Weibel | 04.12.2014

Am 24. Dezember 1914 legten rund hundert tausend deutsche, britische und französische Soldaten spontan für mehrere Tage die Waffen nieder. Der «kleine Friede im grossen Krieg» ist ein Lehrstück der Humanität.

In der Psychologie ist umstritten, ob der Mensch eine angeborene Hemmung hat, seinesgleichen zu töten. Tatsache ist jedoch, dass wir uns unter normalen Umständen nicht gegenseitig um bringen. Historische Untersuchungen zeigen, dass selbst in der Extremsituation eines Krieges vier Fünftel aller Soldaten nicht auf den Gegner schiessen. Bereits römische Centurionen beklagten sich darüber, dass ihre Untergebenen auf den Schlachtfeldern nicht ...

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PAZIFISMUSDEBATTE
Die Nato und ihre diaboli ex machina
Krieg und Frieden | von Josef Lang | 04.12.2014

Der sunnitische Extremismus wie der gross russische Nationalismus sind die Früchte des Sieges der Nato über die UNO in den 90er Jahren.

Nach dem Kalten Krieg gab es eine UNO, die stärker war denn je, und eine Nato, deren raison d'être in Frage gestellt war. Die UNO und ihre OSZE genossen dank der friedlichen Auflösung des Ostblocks ein hohes Ansehen. Die Nato, die ihre Existenz immer mit dem Warschauer Pakt begründet hatte, ging ihrer Legitimität verlustig. Gleichzeitig bot die Implosion der Sowjetunion den USA die Chance, die militärische Macht imperial auszuweiten. Damit diese ...

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VERANSTALTUNG
Frieden im Krieg – Gestern. Heute. Morgen.
Krieg und Frieden | von Meret Schneider | 04.12.2014

Winter 2014: Es jähren sich zum 100. Mal der «Kleine Frieden im Grossen Krieg» sowie zum 25. Mal die Volksinitiative «für eine Schweiz ohne Armee». Die GSoA würdigt diese beiden friedenspolitisch bedeutsamen Ereignisse am 23. November mit einer spannenden Veranstaltung in Bern.

Der «Kleine Frieden im Grossen Krieg» kann wohl als eine der eindrücklichsten Friedensdemos bezeichnet werden, die es je gegeben hat. Am 24. Dezember 1914 entstand spontan eine von den Befehlshabern nicht autorisierte Waffenruhe an der Westfront. Die Soldaten legten ihre Waffen nieder, begruben gemein sam ihre Toten und sangen Weihnachtslieder. Erzählungen zu Folge ...

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Editorial
Krieg und Frieden | von Adi Feller | 04.12.2014

Liebe Leserin, lieber Leser

Vor 25 Jahren, am 26. November 1989 gingen die Wogen in der Schweiz hoch. Es stand fest, dass 35.6% der Stimmenden und mit Jura und Genf sogar zwei Grenzkantone für die Abschaffung der Schweizer Armee gestimmt hatten. Die GSoA feiert dieses wegweisende Ereignis mit einer Veranstaltung und Ausstellung am 23. November in Bern (siehe weiter unten auf dieser Seite). Dazu analysieren wir auf der gegenüberliegenden Seite die Auswirkungen dieser Abstimmung bis heute. Damit nicht genug, gedenken wir am selben Anlass auch des «Kleinen Friedens im Grossen Krieg» von Weihnachten 1914, welcher der Brutalit ...

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VERWEIGERUNG - TEIL II
Fahnenflüchtige und Kriegsdienstverweigerer – Ganz normale Soldaten?
Krieg und Frieden | von Stefan Dietiker | 04.12.2014

Wie in der letzten Ausgabe («Deserteure sind Helden» GSoA-Zitig Nr. 159) angekündigt, soll der vorliegende Artikel den Fällen der Kriegsdienstverweigerung von 1914-1918 nachgehen.

Die Schweizer Militärjustiz urteilte während des Ersten Weltkriegs in etwa 21‘000 Fällen. Eine kurze Recherche im Bundesarchiv ergab, dass dabei etwa 2‘600 Soldaten wegen Ausreisen, Dienstverweigerung oder Nichteinrücken angeklagt wurden.

Das Militärstrafgesetz, welches während des Ersten Weltkriegs zur Anwendung kam, stammte aus dem Jahre 1851. Das Gesetz wurde erst nach dem Krieg revidiert. Nötig wurde die Revision, weil selbst der Bundesrat in der Botschaft 1918 zum ...

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RÜSTUNGSINDUSTRIE
Desaströse Rüstungsprojekte
Krieg und Frieden | von Martin Parpan | 04.12.2014

In Deutschland wurde kürzlich ein externes Gutachten veröffentlicht, welches die Abwicklung von Rüstungsprojekten untersuchte.Das Urteil fiel vernichtend aus. Auffallend dabei sind die Parallelen zur Schweiz.

1200 Seiten lang ist das Expertengutachten, welches der deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ausgehändigt wurde. Auf gelistet werden nicht weniger als 140 Risiken und Probleme im Zusammenhang mit den grössten deutschen Rüstungsprojekten. Nach Erkenntnis der Experten haben sich die neun grössten Projekte zwischen zweieinhalb und zehn Jahren verzögert. Fast alle wurden im Laufe der Jahre teurer, als erwartet. Teilweise liegen die Zusatzkosten im Milliardenbereich. Als ...

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NAHER OSTEN
Schutztruppe statt Waffenlieferungen
Krieg und Frieden | von Andreas Zumach | 04.12.2014

Um den Vormarsch der IS-Milizen zu stoppen, muss nach Ansicht des Sicherheitsexperten Andreas Zumach eine internationale Schutztruppe in die Konfliktregion entsandt werden.

Frankreich, Grossbritannien, Deutschland und andere Staaten liefern Waffen an die kurdischen Peschmerga im Nordirak, damit diese die Zivilbevölkerung gegen weitere Vertreibung und Ermordung durch die Terrormilizen des «Islamischen Staat» (IS) schützen. Doch ist die Lieferung von Waffen das geeignete Mittel, um dieses Ziel zu erreichen? In der Geschichte der internationalen Konflikte seit Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es hierfür kein erfolgreiches Beispiel. Hingegen jedoch zahlreiche Fälle, in denen gelieferte Waffen zur Führung von ...

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ATOMWAFFEN
Forderung nach atomarer Abrüstung
Krieg und Frieden | von dr | 30.09.2014

Gemessen an den unmittelbaren, wie auch den langfristigen Konsequenzen eines Einsatzes, sind Atomwaffen in ihrer Destruktivität und Willkür mit keinen anderen Waffensystemen vergleichbar. Dennoch fallen sie als einzige Massenvernichtungswaffen nach wie vor unter kein völkerrechtliches Verbot.

Am 6. August 2015 wird es 70 Jahre her sein, seit die erste Atombombe über Hiroshima gezündet wurde. Drei Tage später wurde Nagasaki von einer Plutoniumbombe erschüttert. Die Schreie Zehntausender, verbrannte, blutige, auf gedunsene Körper, missgebildete, entstellte Menschen und auf ewig zerstörtes Erbgut sind die Folgen - das unermessliche humanitäre Leid von Generationen ist kaum fassbar ...

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BUCHBESPRECHUNG
Neuer Blick auf die Schweiz im Ersten Weltkrieg
Krieg und Frieden | von Adi Feller | 30.09.2014

Jahrzehntelang war die Geschichte des Ersten Weltkrieges in der Schweiz kein Thema in der Geschichtswissenschaft. Nachdem der Zweite Weltkrieg seit den 90er Jahren durch detaillierte Studien aufgearbeitet wurde, nähert sich die Geschichtswissenschaft 100 Jahre nach Beginn der «Urkatastrophe» der Situation in der Schweiz zu dieser Zeit.

Konzipiert als Begleitwerk für eine schweizweit gastierende Wanderausstellung zum Ersten Weltkrieg erschien kürzlich der Band «14/18 Die Schweiz und der Grosse Krieg», herausgegeben von Roman Rossfeld, Thomas Boumberger und Patrick Kury im hier + jetzt Verlag. Ausstellung und Buch wurden von einem Verein von HistorikerInnen konzipiert und umgesetzt, welche die Geschichte ...

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