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SPITZEL-AFFÄRE
Protestnote überreicht - Farner schweigt weiter
von GSoA | 20.08.09.

Um gegen die Bespitzelung der GSoA (WOZ | GSoA-Blog) durch Farner PR zu protestieren, hat sich ein gutes Dutzend AktivistInnen heute Nachmittag zum Hauptsitz der PR-Agentur in Zürich begeben. Eigentlich hätten wir gerne mit den Verantwortlichen gesprochen und ihnen ein paar Fragen gestellt. Leider gelang es uns aber nur mit Mühe, überhaupt den Protestbrief zu überreichen. Darin fordert die GSoA die Offenlegung folgender Informationen:

  1. Sämtliche Informationen, welche über die GSoA, ihre Abstimmungskampagne und ihre Aktivistinnen und Aktivisten zusammengetragen wurden.
  2. Ob und wann weitere Leute im Auftrag von Farner PR an internen GSoA-Sitzungen teilgenommen haben.
  3. Ob die gesammelten Informationen über die GSoA, ihre Abstimmungskampagne und ihre Aktivistinnen und Aktivisten weiterverbreitet wurden und wohin diese verteilt wurden.
  4. Wer Farner PR mit der Kampagne gegen die GSoA beauftragt hat und wie diese finanziert wird.
Protestschreiben der GSoA an Farner (pdf)

Farner selbst verbreitet unter dessen folgendes Communiqué:

Es ist bekannt und zutreffend, dass die Agentur Farner sich regelmässig für die Belange der Schweizerischen Landesverteidigung einsetzt, aktuell im Abstimmungskampf gegen die GSoA-Initiative, die am 29. November 2009 zur Abstimmung kommt. Wir empfehlen, die GSoA-Initiative abzulehnen. Die von der GSoA konstruierte und in der WOZ vom 20.8.09 publizierte Geschichte ist vor diesem Hintergrund zu beurteilen. Wir betrachten sie als politisch motivierten Versuch der Verunglimpfung der Agentur im Vorfeld des Abstimmungskampfes. Den von der WOZ erhobenen Verdacht der verdeckten Ermittlung weisen wir in aller Form zurück.

Kurzum: Die PR-Profis haben beschlossen, sich in Schweigen zu Hüllen und die Sache auszusitzen. Was an der Bespitzelung "von der GSoA konstruiert" sein soll, bleibt offen. Will Farner plötzlich bestreiten, dass C.S. bei ihnen arbeitet? Will die Firma uns glauben machen, C.S. habe auf eigene Faust gehandelt, nachdem ihr Freund gegenüber der WOZ das Gegenteil sagte? Will Farner weiterhin behaupten, das Weekend sei öffentlich gewesen? Weshalb hat uns C.S dann belogen, wenn sie doch gedacht hatte, es seien auch Mitarbeiterinnen der Rüstungslobby eingeladen? Fragen über Fragen, auf die es heute leider keine Antwort gab. Wir bleiben dran!

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