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DER ARMEESAUSTALL
Die beste Armee der Welt
von GSoA | 10.05.12.

Heute berichten die Zeitungen, dass jemand einen WK für einen Kollegen absolviert hat. Erstaunt? Dieser Fall reiht sich in eine Vielzahl von Unfähigkeitsbeweisen der Armee ein. Noch immer wird die abgegebene Munition nur lasch kontrolliert und erst vor kurzem hat die Armee gemerkt, dass jemand dummerweise eine ganze Datenbank mit Informationen über den Verbleib von Dienstwaffen per „DELETE-Taste" zum Verschwinden gebracht hat.

Der GSoA sind viele Fälle bekannt, in denen sich Armeeangehörige an einem Wiederholungskurs durch einen Kollegen vertreten liessen. Dies erstaunt auch nicht. Der WK ist ein mühsamer Zwang, verschwendete Zeit und sinnlose Geldverschwendung. Gründe, warum sich jemand an einem WK vertreten lässt, gibt es viele: So können der blanke "Anschiss", eine verlorene Wette oder Schulden zu einer Vertretung führen. Vertretungen werden aber nicht nur an WKs gemacht. Viel häufiger kommt dies beim jährlichen "obligatorischen Schiessen" vor. Die Armeeführung hat lange gebraucht, um auf die Idee zu kommen, diesem Verhalten den Riegel zu schieben. Mit der Kontrolle von zivilen Ausweisen mit Foto soll jetzt sichergestellt werden, dass immer die richtige Person antritt. Die GSoA sieht die Forderungen der Initiative "Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht" mehr als bestätigt. Machen wir endlich Schluss mit dem sinnlosen Zwang.

Auch wenn wir nur wenig weiter in die Vergangenheit blicken, finden sich enorme Lücken und Missstände in der Organisation der Armee. Auf Druck der GSoA-Initiative "Ja zum Schutz vor Waffengewalt" wurde die Regelung eingeführt, dass keine Taschenmunition mehr an die Soldaten abgegeben werden darf und die schon abgegebene Taschenmunition wieder eingezogen werden soll. Interessant wäre die Frage, wie viel Munition noch als "vermisst" gilt. Natürlich nützt die Massnahme nichts, wenn nach dem Schiessen die Taschen der Rekruten oder Soldaten nicht kontrolliert werden. Auch sinnvolle beschlossene Massnahmen werden so durch die zu lasche Umsetzung wertlos. Es wird erzählt, dass nach tagelangem Munitionvernichten jeweils gefragt wird, ob noch jemand Munition in den Taschen hat. Meldet sich niemand, ist die Sache erledigt.

Bei den 27'000 Datensätzen, die verloren wurden, sieht die "beste Armee der Welt" etwa ähnlich schlecht aus. Von 27'000 ehemaligen Angehörigen der Armee weiss niemand mehr, ob sie die Dienstwaffe abgegeben haben oder nicht. 27'000 ehemalige Soldaten werden also jetzt freundlich aufgefordert, doch bitte ihr Dienstbüchlein einzuschicken, damit die Armee wieder weiss, wo diese Waffen sind.

Die Unfähigkeit der Armee zeigt sich selbst bei einfachen Aufgaben. Um zu wissen, ob die Personenkontrolle bei Antritt des WKs funktionieren wird, muss man nicht hellseherische Fähigkeiten besitzen - denn mit der Larifari-Mentalität der Armee wird sich gar nichts ändern.

 

 

Thema: Wehrpflicht aufheben!
Typ: Blog
Kategorien: Wehrpflicht

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