Gruppe für eine Schweiz ohne Armee

GSoA Vollversammlung 2005 - Begrüssung

 

"Die Armee schafft sich ab!", konnte man vor zwei Wochen im Beobachter lesen. Der Nationalrat weigerte sich - zum ersten Mal in der Geschichte der Eidgenossenschaft - das Rüstungsprogramm anzunehmen. Dazu kam es, weil neben der Ratslinken auch viele Rechtsaussen gegen das Programm stimmten. Zankapfel war der Kauf von zwei Transportflugzeugen für Auslandeinsätze. Dass das VBS sogar von der Stahlhelmfraktion im Stich gelassen wurde, ist ein Zeichen für die tiefe Sinnkrise der Armee. Aber machen wir uns keine Illusionen: Die Armee wird sich nicht selber abschaffen, dazu braucht es weiterhin unser Engagement in der GSoA.

Ich möchte euch im folgenden - anstelle eines formellen Jahresberichtes - einige Punkte der Arbeit der GSoA im Jahr 2004 in Erinnerung rufen. Dieser persönliche Bericht aus der Koordination hat daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das wäre bei der Vielzahl von Aktivitäten, die von Menschen in der GSoA geleistet werden, auch kaum möglich.

Zu den Aktivitäten der GSoA-Koordination:

In der Koordination diskutieren wir alle wesentlichen Entscheide und beschliessen Aktivitäten. Wir treffen uns regelmässig einmal im Monat. Hier bereiteten wir Auftritte der GSoA vor, etwa die Pressekonferenzen gegen die Ausweitung der inneren Einsätze, zum WEF-Verweigerungsaufruf und gegen die Beteiligung an der EU-Truppe in Bosnien. Oder auch die zahlreichen Aktionen, etwa gegen die RUAG oder vor dem Bundeshaus. Die Koordination ist auch der Ort, an dem wir unsere Positionen zu sicherheitspolitischen Fragen diskutieren - aktuell beispielsweise zur Frage der Wehrpflicht, die im Sommer 2004 einigen Wirbel verursachte. Diese Absprache in der Koordination war auch Voraussetzung für die gute Zusammenarbeit mit Jo Lang, der die Interessen und Ideale der GSoA seit 2003 auch im Nationalrat vertritt. Aus dieser Zusammenarbeit sind unter anderem Vorstösse entstanden, die Jo im Parlament einreichen konnte. Über Jo hat die Koordination auch die Möglichkeit bekommen, schneller Informationen aus dem VBS zu erhalten.

Im Sommer 2004 fand neben der monatlichen Koordination auch noch jeden Monat eine Kampagnensitzung statt, zur Vorbereitung der Aktivitäten gegen den Kauf neuer Kampfflugzeuge. Das mittlerweile gegründete Organisationen-Bündnis gegen neue Kampfflugzeuge ist ein direkter Erfolg dieser Arbeiten.


Die Koordination hat im letzten Jahr zu einem grossen Teil aus Mitgliedern der Sekretariatsgruppe bestanden. Hier möchten wir längerfristig wieder eine grössere Breite schaffen, denn die Diskussionsbeiträge von Freiwilligen sind ein unersetzlicher Beitrag an das Funktionieren der GSoA-Koordination. Ihr seid also eingeladen, euch auf die Koordinationsliste einzutragen.

Erfreulich war, dass sich im letzten Jahr fast immer alle Regionalgruppen an der Koordination beteiligen konnten.

Zu den Arbeiten der Sekretariatsgruppe:

Die Sekretariatsgruppe der GSoA, im Jahr 2004 aus ca. 150 Lohnprozenten zusammengesetzt, hat einen Grossteil der administrativen Arbeiten, die im Rahmen von Koordinationssitzungen beschlossen wurden, ausgeführt. Letztes Jahr erlebten wir einige Wechsel: In Basel hat Barbara Heer schnell und mit grosser Zuverlässigkeit einen Grossteil der Arbeiten übernommen, die vorher von Reto Leuenberger ausgeführt worden waren. Reto, momentan in Genf im Zivildienst, bleibt weiterhin Mitglied der Koordination. Wir sind froh darüber und möchten uns bei ihm für die tolle Arbeit, die er in den letzten Jahren in Basel geleistet hat, ganz herzlich bedanken. Nico Lutz, stolzer Vater von Florian geworden und mit neuer Stelle bei der unia, musste in der GSoA Bern kürzer treten, steht uns aber mit Rat und Tat weiterhin zur Seite. Nicos Verdienste um die GSoA müssen wohl kaum hervorgehoben werden, sein Arbeitseifer hat die GSoA in den letzten Jahren geprägt. Nico, ganz herzlichen Dank für deinen bisherigen Einsatz in unserer Organisation!

Zur Verstärkung des nationalen Sekretariats können wir seit Herbst 2004 auf Tom Cassee zählen. Tom war in den letzten Jahren für die Juso massgeblich an der Kritik gegen das World Economic Forum in Davos beteiligt; wir freuen uns sehr, dass er mit uns weiterdenkt, wie wir auf eine zivilere Schweiz in einer friedlicheren Welt hinarbeiten können.

Die anderen im Jahr 2004 angestellten Mitglieder der Sekretariatsgrupppe - Giancarlo, Tobia und Gaetan in Genf. Lena und Luzia in Basel, David, Sämi und Maja in Bern sowie Stefan in Zürich - müssen an dieser Stelle unerwähnt bleiben, doch wir bedanken uns auch für ihren grossen Einsatz.

Zum Schluss:

Die grössten Verdienste um die GSoA haben aber diejenigen tausende Menschen in der Schweiz und im Ausland, die unsere Arbeit finanziell unterstützen und uns mit Telefonanrufen, Emails, Zuschriften und Leserbriefen kritisch und anregend begleiten. Ihnen gebührt der grösste Verdienst dafür, dass die GSoA zukünftige Aufgaben zuversichtlich angehen kann.

David Buchmann, Sekretär und Koordinationsmitglied GSoA

© Gruppe für eine Schweiz ohne Armee, 10.03.2006, Webdesign dbu