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01.05.2010 19:30

1. Mai – Veranstaltung: Aufhebung der Wehrpflicht

Die Sinnkrise der Armee ruft nach Antworten - Aufhebung der Wehrpflicht!

Die Schweizer Armee erlebt ihre grösste Krise seit Jahrzehnten. Am deutlichsten äussert sich diese Krise am Zustand der allgemeinen Wehrpflicht: Nur noch 40% der Stellungspflichtigen absolvieren den Militärdienst bis zum Schluss. Gleichzeitig haben sich in den letzten Monaten, seit Abschaffung der Gewissensprüfung, vermehrt junge Menschen für den Zivildienst anstelle des «blauen Weges» entschieden. Damit wird klar: Junge Leute sind nicht mehr bereit, ihre Zeit für die überholte und sinnentleerte Institution Armee zu opfern. Hingegen sind sie sehr interessiert daran, mit dem Zivildienst einen wichtigen Dienst an der Gemeinschaft zu leisten. Bürgerliche PolitikerInnen versuchen, den Zivildienst und die Abschaffung der Gewissensprüfung als Sündenbock für die Krise der Wehrpflicht zu missbrauchen. Für die GSoA ist klar: Das Problem liegt nicht beim Zivildienst, sondern bei der Armee.

Der staatliche Zwang zur Wehrpflicht ist undemokratisch – er widerspricht den Persönlichkeitsrechten jedes Einzelnen, wie auch den tatsächlichen Herausforderungen, vor denen die Schweiz und die Welt stehen. Mit der Aufhebung der Wehrpflicht, die direkt eine massive Reduktion der Truppen zur Folge hätte, würden finanzielle und personelle Ressourcen frei. Diese könnten im zivilen Bereich viel besser und zielgerichteter genutzt werden, beispielsweise durch die Einführung eines freiwilligen zivilen Friedens-, Sozial- und Umweltdienstes. Einen solchen könnte man auch für alle in der Schweiz wohnhaften Männer und Frauen öffnen. Ebenfalls hätte die Schweiz die Möglichkeit, statt der Erhaltung einer riesigen Wehrpflicht-Armee ihre Prioritäten auf zivile Friedensförderung und Entwicklungszusammenarbeit zu legen.

Die Veranstaltung findet statt im Zeughaus 5, auf dem Festgelände des Zürcher 1. Mai-Festes.