Krieg und Frieden

Die GSoA setzt sich ein für ein Ende von Gewalt und Besatzung im Nahen Osten. Ein gerechter Frieden zwischen Israel und Palästina ist die Voraussetzung für Stabilität in der ganzen Region. Von der Schweiz fordert die GSoA ein Ende der Rüstungsexporte in alle Länder des Nahen Ostens sowie die Einstellung der intensiven rüstungsindustriellen Zusammenarbeit mit Israel.

Irak

Am 20. März 2003 begannen die USA und ihre Verbündeten eine Grossoffensive gegen den Irak. Unter dem Vorwand, nach Massenvernichtungswaffen zu suchen, besetzte die „Koalition der Willigen“ den erdölreichen Staat.

Gegen den Irak-Krieg formierte sich die grösste weltweite Friedensbewegung seit Vietnam (1955 bis 1975). Die GSoA war an der Organisation der Proteste in der Schweiz massgeblich beteiligt. Ein ausführliches Dossier aus dem Jahr 2004 findet sich hier.

Am 20. März 2003 begannen die USA mit einigen Verbündeten eine Grossoffensive gegen den Irak. Millionen von Menschen, unzählige Organisationen und auch einige Regierungen wehrten sich gegen diesen Krieg. Seit dem ersten Irakkrieg von 1991 – damals noch von der UNO erlaubt – haben sich die USA nie wirklich aus der Region zurückgezogen, geschweige denn die Bombardierungen eingestellt. 2003 aber folgte die offizielle militärische Besetzung des Landes. Die US-Amerikanische Armee, unterstützt von England, Australien, Spanien und Ungarn führte diesen Krieg ungeachtet der weltweiten Proteste und der grossmehrheitlichen Ablehnung der Intervention im UNO-Sicherheitsrat.

Als Vorwand für den Krieg diente den USA die Behauptung, im Irak gebe es Lager von Massenvernichtungswaffen, welche zerstört werden müssten, um den Weltfrieden nicht zu gefährden. Nur: Der Irak hat solche Lager nie besessen. Das hat sich mittlerweile unabstreitbar als Lüge erwiesen, wurde aber schon vor Kriegsbeginn etwa von ehemaligen Uno-Inspektoren vorausgesagt. Aber auch wenn sich die Annahme bestätigt hätte, dass der Irak solche Waffen besässe, bleibt dieser Angriffsgrund dennoch absurd. Die USA besitzen das weltweit grösste Arsenal an Waffen aller Art und schliessen atomare Erstschläge nicht prinzipiell aus, womit die USA selbst eine potentielle Gefährdung für den Weltfrieden darstellen.

Die GSoA stellt sich ganz klar gegen autoritäre Regimes und war nie ein Freund des irakischen Ex-Diktators Saddam Hussein. Die demokratische Opposition im Irak verdient unsere Unterstützung. Aber dieser Krieg war keine Familienfehde zwischen Bush und Hussein, wie uns die US-Propaganda weismachen will, sondern ein Angriffskrieg gegen ein Land mit desaströsen und unverzeilichen Folgen für die Zivilbevölkerung. Die amerikanische Militärverwaltung bringt der irakischen Bevölkerung nicht die Selbstbestimmung. Frieden und Demokratie lassen sich nicht mit Bomben verbreiten.

Widerstand gegen den Krieg

Die GSoA organisierte Proteste und ruft auf, sich weiterhin an Antikriegsdemonstrationen zu beteiligen. Die riesigen Proteste haben gezeigt, dass unzählige Menschen den Krieg abgelehnt haben. Unser Protest muss und wird weitergehen, weil ein Krieg nicht mit dem Truppenabzug endet: Der Irakkrieg gilt offiziell als beendet, die Besetzung des Landes als aufgehoben. Die Invasion der USA und ihren Verbündeten hat eine ganze Region destabilisiert, Millionen von Menschen vertrieben und Bürgerkrieg-ähnliche Konflikte hervor gebracht

Friedensfahnen

Die farbigen PACE-Fahnen sind ein häufig gesehenes Zeichen für den gewaltfreien Widerstand gegen Krieg und bewaffnete Konflikte. Ihren Ursprung fand das berühmte Design in den 60er Jahren in Italien. Auch andere Länder griffen die Idee der Friedensfahnen auf, z.B. in Deutschland und eben auch wir hier in der Schweiz. Die GSoA verteilte über 50’000 Fahnen, insgesamt dürften es noch einige mehr sein. 
Die Friedensfahnen können immer noch bestellt werden, auf italienisch wie auch auf arabisch und hebräisch. Lassen wir von allen Häusern Fahnen flattern, um jeden Tag unseren Willen für einen gerechten Frieden zu bekräftigen!

Rückblick auf Antikriegsproteste

Wir haben einen ausführlichen Rückblick auf Demonstrationen seit September 2001 zusammengestellt. Zu den wichtigsten Demonstrationen gegen den Irak Krieg gibt es ausführliche Informationen und Photos:

  • Unter dem Motto „Schluss mit den Besatzungen“ fand am 25. Oktober 2003 eine Kundgebung statt, an der die Verbindung von Irak und dem Palästina-Konflikt aufgezeigt wurde.
  • Am 22. März 2003 2 Tage nach Kriegsbeginn, demonstrierten fast 50’000 Leute in Bern.
  • 15. Februar 2003: 40’000 Menschen kamen nach Bern, Millionen demonstrierten weltweit.

Zivile Lösungen!

Viele Konflikte könnten ohne Gewalt gelöst werden. Das Problem ist, dass die Weltgemeinschaft – falls überhaupt – oft erst dann auf Schwelherde aufmerksam wird, wenn es Tote gibt. Während Milliarden in Krieg und Rüstung investiert werden, fehlt für zivile Friedensprojekte häufig das Geld. Wir kämpfen weiterhin dafür, dass zivile Friedensprojekte gestärkt werden und stehen ein für eine weltweite Abrüstung.

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