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Newsletter Ukraine 18

Liebe Leser*innen

Nach einer kurzen Pause sind wir mit dem Newsletter zurück und möchten auf die vergangene Woche zurückblicken.

Der Krieg hält weiterhin an und so langsam entsteht der Eindruck einer gewissen “Kriegsnormalität”. Und in all dem scheint die brennendste Frage in den Medien die nach der moralischen Legitimation von Waffenlieferungen, obwohl diese bereits geschehen und wir in der Schweiz ein viel effektiveres Mittel haben: den Rohstoffhandel. Rund 80 Prozent der Russischen Rohstoffe werden über die Schweiz gehandelt und die Erträge daraus finanzieren direkt oder indirekt den russischen Angriffskrieg. Statt sich also mit sanktionierten Privatpersonen zu profilieren könnten wir den Handel einschränken und die Geldflüsse stoppen. Zudem könnte auch die Schweiz endlich ein Importverbot für Öl und Gas aus Russland erlassen.

Unmittelbare Hilfe können wir bereits jetzt Geflüchteten anbieten. Laut Bund treffen täglich 700 bis 800 Asylgesuche ein, was bisher insgesamt etwa 43’000 Asylgesuche macht. Weiterhin ist es schwierig diesen Menschen Unterschlupf zu bieten und man ist bei den Kantonen und Gemeinden froh um freiwillige Helfer*innen. 

Wir müssen darum weiterhin alles machen, um diesen Krieg zu beenden. Ein Mittel ist es, russischen Männern die Möglichkeit zu bieten, sich diesem grausamen Krieg zu entziehen und zu desertieren. Darum  unterstützen wir die Forderung nach einem  Botschaftsasyl für russische Deserteure und Kriegsgegner*innen, denn die Repressionen sind brutal und der Kampf unmenschlich. Wenn Sie dieses Anliegen auch unterstützen möchten unterschreiben Sie doch diese Petition auf Campax.