GSoA-Zeitung


Edition Nr.185

Aktion gegen die blutigen Geschäfte der Schweiz

Am 17. Dezember haben wir den Eingang von Socar Trading SA, einer Filiale von Socar in Genf, blockier t. Diese Firma erzielt den grössten Teil ihres Umsatzes in der Schweiz. Ziel der Aktion war es, die aktive und negative Rolle von Socar im Konflikt in Berg-Karabach, wo sich Aserbaidschan und Armenien bekämpften, an den Pranger zu stellen.

Während mehrerer Monate beherrschte ein blutiger Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien die Region Berg-Karabach. Es kamen Tausende Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Zivilist*innen und viele weitere sahen sich zur Flucht gezwungen. Die Region wurde ebenfalls zum Schauplatz mehrerer Kriegsverbrechen. Die Schweiz ist daran nicht unbeteiligt.

ZUM BEISPIEL SOCAR

Seit vielen Jahren hilft die Schweiz Socar dabei, seine wirtschaftliche Präsenz auf ihrem Boden zu stärken, sodass das Unternehmen heute mehr als 76 Prozent seines Gesamtumsatzes hier erzielt. Die staatliche Öl- und Gasfirma, eine der grössten des Landes, bringt Aserbaidschan viel Geld ein. Dadurch konnte der ehemalige Sowjetstaat massiv in Rüstungsgüter investieren und eine moderne Armee finanzieren, die ihm, zusammen mit der materiellen Hilfe von Mächten wie Israel oder der Türkei, schliesslich den Sieg gegen Armenien ermöglicht hat.

MILITÄRPROPAGANDA AUF DEN SOZIALEN MEDIEN

Doch Socar beteiligt sich nicht nur aktiv in der masslosen Rüstungspolitik des aserbaidschanischen Regimes. Es hat sich auch auf eine andere Weise in diesen Konflikt eingebracht. Während der ganzen Dauer der Auseinandersetzung hat das Unternehmen Hass gegen Armenier geschürt und Militär- und Kriegspropaganda auf den sozialen Medien verbreitet. Deshalb haben wir vor dem Eingang von Socar Trading SA gegen diese Situation protestiert. Denn diese ist inakzeptabel. Die Schweiz als Depositarstaat der Genfer Konventionen darf nicht zulassen, dass eine solche Firma sich auf ihrem Boden bereichert.