Medienmitteilung


Kriegsmaterialexporte zum ersten Quartal 2017 veröffentlicht

Heute Morgen hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) die Kriegsmaterialexporte vom ersten Quartal 2017 veröffentlicht. Die Exporte belaufen sich auf 94,4 Millionen Franken, wobei die Lieferungen nach Südafrika 25% ausmachen. In den Nahen und Mittleren Osten verkauft die Schweiz Kriegsmaterial im Wert von 4 Millionen Franken.

Die Lieferungen von Kriegsmaterial nach Saudi-Arabien sind im Vergleich zum Vorjahresquartal von null auf knapp 2 Millionen Franken angestiegen. Auch die Türkei verzeichnet einen leichten Exportzuwachs. Insgesamt sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahresquartal aber deutlich. 

Lewin Lempert, GSoA-Sekretär, kommentiert die neusten Exportzahlen folgendermassen: „Ich bin froh, dass das Exportvolumen gesunken ist. Doch nichtsdestotrotz sind insbesondere die Lieferungen in den Nahen und Mittleren Osten höchstproblematisch. Kriegsmaterial in eine Konflikt- und Kriegszone zu liefern, ist sicherheitspolitisch brandgefährlich.“

Die GSoA fordert zudem einen dringlichen Lieferstopp von Kriegsmaterial und besonderen militärischen Gütern an die Türkei. 

Hier finden Sie die Zahlen des Seco: 
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusammenarbeit/Wirtschaftsbeziehungen/exportkontrollen-und-sanktionen/ruestungskontrolle-und-ruestungskontrollpolitik--bwrp-/zahlen-und-statistiken0/2017.html