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Zeitung 103 vom 01.06.2002:
Palästina, Zukunftsdiskussion

DIE GSOA UND DER KONFLIKT IM NAHEN OSTEN
Die GSoA und Palästina
Krieg und Frieden | von Stefan Luzi | 01.06.2002

Die GSoA hat sich in den letzten Monaten stark darum bemüht, den Konflikt in Israel/Palästina ins Bewusstsein der Schweizerinnen und Schweizer zu rücken. So haben wir viel zu einer eindrücklichen Kundgebung in Bern beigetragen, die unermüdliche Arbeit von Tobia in Genf hat viel zum Gelingen der Schweizer Mission in Palästina und zur durchgeführten ParlamentarierInnenreise ins Konfliktgebiet beigetragen.

Für unser Engagement haben wir viel Dankbarkeit und Lob erhalten. Aber auch Kritik: Mit den Forderungen, die wir zusammen mit anderen Organisationen an die Konfliktparteien und auch an die Schweiz richteten (Ende der Besatzung ...

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IM ZIVILDIENST TUT SICH WAS
Grosserfolg für Zivildienstkomitee
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.06.2002

Das Zivildienstkomitee, ein Zusammenschluss von vielen Zivildienst-interessierten Organisationen in der Schweiz, hat bei der Bundeskanzlei 18 000 Unterschriften für die Abschaffung der Gewissensprüfung eingereicht.

Die sogenannte «Gewissensprüfung» ist vielen jungen Männern in der Schweiz (mittlerweile über 6500), die nach bestandener Prüfung zum Zivildienst zugelassen wurden, noch gut in Erinnerung. Aber nicht unbedingt in guter. Denn bei der Gewissensprüfung handelt es sich um ein Verfahren, um die akzeptierten Gesuche um Umteilung in Zivildienst von denjenigen zu trennen, die der Bedingung «Gewissensnot» nicht genügen - eine Bedingung, deren Auslegung alles andere als klar ist. Konkrete Anforderungen ...

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AUS DER SERIE «RS-ERLEBNISSE»
RS-Erlebnisse
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.06.2002

Die Folge Nr. 2456 (eingesandt von Sdt.aD. F.B.)

Anlässlich einer Inspektion fragte mich Major XY, ob ich etwas zwischen «die Beine» habe. Die abschliessende Zugschule hatte er dann für gut befunden, wir sollten aber inskünftig nicht mehr so wie Schwule herumlaufen.

Major XY drohte an, wenn wir bei der morgigen Inspektion nicht alle sauber rasiert seien, werde er selber uns noch fertigrasieren; danach zeigte er uns ein dreckiges Messer. Er räumte zusätzlich noch ein, dass bei seiner Rasur auch noch ein wenig Haut mitkommen könnte.

Oberleutnant XY drohte mir an, ich solle ...

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BANANENSPLITTERZONE
«Approved by the army of Switzerland»
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.06.2002

Unter diesem Labelnamen lanciert die Schweizer Armee - immer gut für Spässe der besonderen Art - eine «EU-weit geschützte Qualitätsmarke, die gleichzeitig auch Gütesiegel» (Medienmitteilung) ist. Ursprüngliche Idee dabei war es, Bekleidung und Accessoires, die sich in der Schweizer Armee bewährt haben, durch Lizenznehmer auf dem zivilen Markt anzubieten. Für diese Lizenzvergabe hätte die Schweizer Armee dann Geld kassiert.

Diese ursprüngliche Idee wurde nach den «Drogenskandalen» der letzten Woche überarbeitet. Neu sollen auch verschiedene Hanfsorten, das Label «Approved by the army of Switzerland» erhalten, sind die Generalstabsoffiziere doch zum Schluss gekommen, dass ...

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FINANZIELLES
Jeder Beitrag ist wertvoll
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2002

Nach dem intensiven letzten Kampagnenjahr sind unsere finanziellen Mittel erschöpft. Für eine sichere Weiterführung der Arbeit sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Helfen Sie mit, dass die zivile Sicherheitspolitik in der Schweiz auch in diesem Jahr eine kräftige Stimme hat und spenden Sie mit dem beiliegenden Einzahlungsschein einen Extrabeitrag auf unser Konto (PC 40-37315-5). Herzlichen Dank für die Unterstützung!

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TERMINE
Termine
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2002

Seminarreihe in Basel: «Friede den Menschen auf Erden»

Zusammen mit der neuen PdA und der Nord-Süd-Koordination hat die GSoA BS/BL eine Seminarreihe in Basel lanciert, die Ende August 2002 startet. Jedes der vier zweitägigen Seminare wird zu Beginn durch die ReferentInnen von verschiedenen Standpunkten her beleuchtet, um eine breite Diskussionsbasis zu erhalten. Folgende Schwerpunktthemen werden behandelt:
23./24. August: Imperialismus / Patriarchat
27./28. September: Repression / Migration
25./26. Oktober: Friedenspolitik
29./30. November: Palästina / Israel

Bei Interesse wenden Sie sich bitte für weitere Informationen an: GSoA, Postfach 330, 4127 Birsfelden, 061 373 92 59, basel ...

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TERMINE
GSoA- Sommer-Fitamin 2002
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2002

Der nebenstehende Artikel zeigt: Die Arbeit geht der GSoA so schnell nicht aus. Welche Aufgaben wir zukünftig in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten stellen wollen, diese Frage wollen wir am Sommerfitamin 2002 vom 17./18. August 2002 (weiter-) diskutieren. Und weil Diskutieren in schöner Natur noch schöner ist, findet das Fitamin dieses Jahr im idyllischen Ort Hölstein bei Basel statt. Alle GSoAtInnen - auch solche, die bisher noch nicht an Fitamin-Treffen teilgenommen haben - sind herzlich willkommen. Anmeldung und weitere Auskunft auf dem Sekretariat (Tel. 01 273 01 00 oder gsoa@gsoa.ch)

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PALÄSTINA-KONFLIKT
Schluss mit Besatzung und Krieg in Palästina
Krieg und Frieden | von Nico Lutz | 01.06.2002

Die GSoA hat sich in den vergangenen Monaten stark gegen den Krieg in Palästina engagiert. Sie hat eine Kundgebung in Bern mitorganisiert und sich für einen Stopp der Rüstungszusammenarbeit mit Israel eingesetzt.

10'000 Menschen kam am 6. April an die kurzfristig angesetzten Kundgebung nach Bern, zu ...

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PALÄSTINA-KONFLIKT
Ein anderes Palästina ist möglich!
Krieg und Frieden | von Tobia Schnebli | 01.06.2002

Am 27. März dieses Jahres sind dreissig Friedensaktivisten aus Genf, darunter auch mehrere der GSoA, zu einer Zivilen Mission in Israel/Palästina aufgebrochen. Tobia Schnebli berichtet nach der Rückkehr über seine Erlebnisse.

Wir haben viel gesehen, in dieser Woche: Die Tatorte der Attentate, wo auf beiden Seiten ...

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GSOA-VOLLVERSAMMLUNG
Richtige Frage, schwieriges Umfeld
Krieg und Frieden | von Hans Hartmann | 01.06.2002

An ihrer Vollversammlung im März 2002 zog die GSoA in einer offenen Diskussion Bilanz aus den vergangenen Kampagnenjahren. Die GSoA-Zitig druckt einen Auszug aus dem Referat von Hans Hartmann ab.

Die GSoA war und ist keine Interessengruppe und keine professionelle Lobbyorganisation - das können andere besser. Die GSoA war und ist keine Partei - zum Glück. Die GSoA ist keine soziale Bewegung - dafür sind wir zu schwach und zu intellektuell.
Die GSoA war und ist ein ideologiekritisches Polit-Projekt, das im Rahmen des direktdemokratischen, institutionellen Systems der Schweiz einerseits das vorherrschende Denken in Begriffen und Bildern legitimer Gewalt kritisiert ...

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AUSBLICK
Zukunftsgedanken
Krieg und Frieden | von Martin Parpan | 01.06.2002

Ein halbes Jahr nach der Abstimmung über die GSoA-Initiativen fasst Martin Parpan die wesentlichen Fragen zusammen, mit deren Beantwortung viele GSoAtInnen im Moment beschäftigt sind. Einige Antworten wurden auch schon gefunden...

Das Abstimmungswochenende vom 2. Dezember liegt bereits ein halbes Jahr hinter uns. Während die ersten Tage Zeit und Raum boten, sich - je nach den persönlichen Erwartungen - von der Ernüchterung, oder auch vom Eintreten des erwarteten Ergebnisses zu erholen, so können wir heute bereits auf eine erste Phase der Reflexion zurückblicken. Viele von uns haben in dieser Phase analysiert, diskutiert, kritisiert, gelobt oder ganz ...

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AUSBLICK
Zukunftsperspektiven
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2002

Die GSoA-Koordination hat ausgehend vom Frühlingsfitamin vier GSoAtInnen gebeten, eine mögliche Perspektive für die GSoA genauer anzuschauen und sich weitere Gedanken zu machen. Diese vier Überlegungen (die nicht mit den Ansichten der Autoren übereinstimmen müssen) dienten an der GSoA-Vollversammlung als Diskussionsinputs.


Bewegung für Zivile Lösungen - Für ein verstärktes friedenspolitisches Engagement der Schweiz

Die Schweizer Armee wird von den SchweizerInnen nicht mehr als für die Schweiz/Welt relevantes Problem angesehen, die Fokussierung darauf wird nicht mehr verstanden. Ein Engagement für den Ausbau der Zivilen Konfliktbearbeitung ist bei breiteren Teilen der Bev ...

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ZIVILER FRIEDENSDIENST
Ziviler Friedensdienst - die Arbeit geht weiter!
Armee und Zivildienst | von Stefan Luzi | 01.06.2002

Die Schweizer StimmbürgerInnen haben sich letztes Jahr gegen die Schaffung eines Zivilen Friedensdienstes entschieden. Die konkrete Arbeit in den Projekten, die durch die Einführung des Friedensdienstes unterstützt worden wäre, geht - zum Glück - weiter!

Das Jugendprojekt KIDS feiert den ersten Geburtstag!


Einen konkreten Beitrag zum zivilen Wiederaufbau in Kosov@ leisten, und sich gleichzeitig in der Schweiz für den Abbau bestehender Vorurteile gegen Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien engagieren ˆ aus dieser Idee der Friedensorganisation Service Civil International (SCI) ist, mit Mitarbeit der GSoA, das Jugendprojekt KIDS entstanden, das junge Leute aus der Schweiz und aus Kosov ...

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NACHRUF
Nachruf auf Vre Karrer
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2002

Ermordet am 22. Februar 02 in Somalia


Als Vre Karrer, Hebamme, Krankenschwester und Dozentin für Krankenpflege, 1993 im Alter von 65 Jahren erstmals ihren Fuss auf somalischen Boden setzte, gab es in Merka keine Krankenstation. Damals herrschte in der 100 Kilometer südlich von Mogadischu gelegenen Stadt Bürgerkrieg - wie im übrigen Somalia auch. Diktator Barre war vertrieben; nun stritten die Kriegsfürsten rücksichtslos um die Macht im verfallenen Staat. Vre gründete zusammen mit Einwohnern Merkas die Krankenstation «Neue Wege», benannt nach der schweizerischen Geberorganisation. Die Krankenstation war lang die einzige medizinische Versorgung in diesem Gebiet. Neben ...

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REGIONALGRUPPEN
Berichte aus den Regionalgruppen
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2002

GSoA Basel


Ende Feuer am «Allschwiler Weiher»


(jw) Die Waffe als Instrument von Gewalt hat in unserer Gesellschaft leider ihren unangefochtenen Stellenwert. Die Tragödie in Erfurt hat dies einmal mehr verdeutlicht. Warum sollen Schiessanlagen ausgebaut und der Schützensport gefördert werden? Vor über zehn Jahren hat sich die GSoA zum Ziel gesetzt, die Schliessung der Schiessanlage «Allschwiler Weiher» zu erreichen. Die Schliessung in drei Akten:


Erster Akt:
Am 28. Juni 1990 bewilligt die Basler Regierung 23 Mio. für den Bau einer unterirdischen Schiessanlage. Am folgenden Tag ergreift die GSoA das Referendum und sammelt innert kürzester Zeit ...

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