Gruppe für eine Schweiz ohne Armee

Bundeswehr abschaffen

 

- und der Weg dorthin

Beschluß des Bundeskongresses der DFG-VK am 5. Oktober 1997 in Berlin

"Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten."

Die Bundeswehr ist eine Kriegsursache. Deshalb verpflichten sich die bundesweiten Gremien der DFG-VK, die Abschaffung der Bundeswehr zu einem wichtigen Schwerpunkt ihrer Arbeit zu machen und die Abschaffung der Bundeswehr zu thematisieren.

Auf dem Weg zu Abschaffung der Bundeswehr ist die Abrüstungsinitiative "FÜNF für Frieden" ein notwendiger Impuls, konkrete und nachhaltige Abrüstung in Europa und anderen Teilen der Welt voranzubringen und unumkehrbar zu machen. Angesichts der stattfindenden Militarisierung der deutschen Außenpolitik, einer unverhohlenen Militarisierung der Innenpolitik, dem Festhalten am überholten Denken in militärischen Kategorien und dem Primat militärischer Gewaltandrohung und Gewalteinsatzes bei der Konfliktlösung und im Hinblick auf die von Hardthöhe und Industrie geplanten und z.T. bereits eingeleiteten gigantischen Aufrüstungsvorhaben in einem Gesamtvolumen von ca. 150 Milliarden Mark bis zum Jahr 2015 erkennt die DFG-VK die dringende Notwendigkeit einer realistischen, parteiübergreifenden und breit konsensfähigen internationalen Abrüstungsinitiative, wie sie der Vorschlag "FÜNF für Frieden" darstellt.

Die DFG-VK sieht in "FÜNF für Frieden" keine Konkurrenz zur B.o.A.Kampagne zur Abschaffung der Bundeswehr; vielmehr ergänzen sich FÜNF und B.o.A. in Weg und Ziel.

Die DFG-VK unterzeichnet als Organisation den FÜNF-Appell, entsendet einen Sprecher in den FUNF-Arbeitsausschuß, unterrichtet ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit über ihre Verbandsmedien ("Zivi1courage" u.a.) über die Initiative und ihren Fortgang und unterstützt den Aufbau der Initiative und einzelne Aktionen/Kampagnen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, auch finanziell.

Als Alternative zu militärischen Konzepten unterstützt und betreibt die DFG-VK die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten der Zivilen Konfliktbearbeitung. Zu diesen gehören sowohl staatliche Elemente (wirtschaftliche und politische Maßnahmen der Prävention, der Deeskalation und der Nachsorge), deren Realisierung wir von der deutschen und anderen Regierungen einfordern, als auch nicht-staaliche Elemente (Einflußnahme auf zwischenstaatliche Einrichtungen durch Nicht-Regierungs-Organisationen, "Außenpolitik von unten", direktes Engagement in Krisenregionen), die wir gemeinsam mit anderen Organisationen und Einzelpersonen selbst in die Tat umsetzen. Das Eintreten für eine Zivile Konfliktbearbeitung wird entsprechend in die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes aufgenommen.

DVG-VK Landesverband Baden-Württemberg, Haussmannstrasse 6, 70188 Stuttgart
http://www.dfg-vk.de

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