Zeitungen  |   Hauptseite


GSoA & Keinkrieg Zeitung September 2003
Armee im Inland, Nahost
GSoA & Keinkrieg - Zeitung September 2003

Start

Editorial

Leserbriefe

Kürzerer Zivildienst

Mit Sicherheit verunsichert

Gewalt für eine andere Welt?

Viel Grün am Genfersee

Der Krieg gegen die Uno

Beobachten, um gesehen zu werden

Deutsche Militäroptionen

Kein Ende der Gewaltspirale


2. Bund: Keinkrieg Zeitung Nr. 5

Editorial

Schlechte Karten für den Frieden

Kein Frieden ohne soziale Sicherheit

Schweizer Sozialforum

Kleinwaffen abschaffen

Der 11. September

Wer Freund, wer Feind im Nahen Osten

Am Anfang steht die Lüge

Die Uno im Koma

Frauenrechte in Gefahr

Ungewisse Zukunft

Auf dem Weg zur Militärmacht Europa

Konkreter Handlungsbedarf

Irak: Frauen im Off

Vernetzt denken - vernetzt handeln

Rapper Jurczok 1001

 
-> Druckerfreundliche Anzeige

Kürzerer Zivildienst

(db) Die im Frühjahr angenommene Änderung des Militärgesetzes wirkt sich auch auf den Zivildienst aus. Der Militärdienst wird um 40 Tage verkürzt. Da die Zivildiensttage nach wie vor 1,5 mal die Militärtage sind, wird der Zivildienst um 60 Tage reduziert und wird nun maximal 390 Tage statt wie bisher 450 Tage dauern. Diese Änderung gilt auch für Personen, die bereits zum Zivildienst zugelassen sind. Wer über 30 Jahre alt ist, dem werden alle restlichen Diensttage erlassen. Auch das Zivildienstgesetz wurde überarbeitet. Die grössten Änderungen sind bei der Einsatzplanung zu erwarten. Diese wird flexibler, die willkürlichen Vorschriften über die Dauer der Einsätze fallen weg. Endlich kann zum Beispiel der ganze Zivildienst am Stück absolviert werden. Dafür wird die bisher sehr freie Wahl der Einsatzorte beschränkt, neu soll ein Teil der Zeit in Schwerpunktprogrammen absolviert werden müssen. Als Schwerpunkte vorgesehen sind Pflegebereich, Umweltschutz, Landschaftspflege und Forstwesen. Daneben können weiterhin Einsatzorte selber ausgesucht werden, aber eher nur für kurze Dienste.

Leider fand sich im Parlament keine Mehrheit, um die grossen Probleme des Zivildienstes anzugehen. Der Faktor 1.5, mit dem die Diensttage multipliziert werden, müsste endlich reduziert werden. Auf die demütigende und abschreckende Gewissensprüfung sollte verzichtet werden.


Um die Interessen der Zivildienstleistenden in der Schweiz wirksamer zu vertreten, wurde am 4. Mai 2003 die Gemeinschaft Schweizer Zivildienstleistender (GSZ) gegründet. Die Gemeinschaft fordert, dass das Potenzial zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung durch den Zivildienst ausgebaut wird. Als obligatorischer Staatsdienst muss der Zivildienst zu einem Grundpfeiler einer friedensorientierten Sicherheitspolitik werden, welche die Gewaltprävention im Sinne des Zivildienstes ins Zentrum seiner Bemühungen stellt.


Nach oben
[ Zeitungen ] [ Hauptseite ]
© GSoA, 26.6.2003/dbu