Einträge in Erster Weltkrieg

Erster Weltkrieg
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ERSTER WELTKRIEG
"Ich kann nicht einrücken, nachdem ich dieses Völkermorden miterlebt habe!"
Krieg und Frieden | von Stefan Dietiker | 01.02.2015

Während dem Ersten Weltkrieg stiegen die Zahlen jener, die den Dienst in der Armee verweigerten, markant an. Gab es vor dem Krieg nur vereinzelte Menschen, die sich gegen den Marschbefehl stellten, waren es alleine im Jahre 1917 über 50 Anklagen gegen Kriegsdienstverweigerer aus politischen und religiösen Motiven.

«Ein kleiner Saal. Etwas erhöht das Gericht, ein Bundesrichter als Vorsitzender, daneben einige Offiziere (darunter ein bekannter Sozialdemokrat!) und Soldaten. Vor den Schranken die Pulte für Ankläger und Verteidiger und dann die Angeklagten und das Häuflein Zuhörer. Zwei Schlachtreihen!» So schilderte Leonhard Ragaz die Szene vor ...

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WEIHNACHTSFRIEDEN
Überreste der menschlichen Zivilisation
Krieg und Frieden | von Andreas Weibel | 04.12.2014

Am 24. Dezember 1914 legten rund hundert tausend deutsche, britische und französische Soldaten spontan für mehrere Tage die Waffen nieder. Der «kleine Friede im grossen Krieg» ist ein Lehrstück der Humanität.

In der Psychologie ist umstritten, ob der Mensch eine angeborene Hemmung hat, seinesgleichen zu töten. Tatsache ist jedoch, dass wir uns unter normalen Umständen nicht gegenseitig um bringen. Historische Untersuchungen zeigen, dass selbst in der Extremsituation eines Krieges vier Fünftel aller Soldaten nicht auf den Gegner schiessen. Bereits römische Centurionen beklagten sich darüber, dass ihre Untergebenen auf den Schlachtfeldern nicht ...

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VERWEIGERUNG - TEIL II
Fahnenflüchtige und Kriegsdienstverweigerer – Ganz normale Soldaten?
Krieg und Frieden | von Stefan Dietiker | 04.12.2014

Wie in der letzten Ausgabe («Deserteure sind Helden» GSoA-Zitig Nr. 159) angekündigt, soll der vorliegende Artikel den Fällen der Kriegsdienstverweigerung von 1914-1918 nachgehen.

Die Schweizer Militärjustiz urteilte während des Ersten Weltkriegs in etwa 21‘000 Fällen. Eine kurze Recherche im Bundesarchiv ergab, dass dabei etwa 2‘600 Soldaten wegen Ausreisen, Dienstverweigerung oder Nichteinrücken angeklagt wurden.

Das Militärstrafgesetz, welches während des Ersten Weltkriegs zur Anwendung kam, stammte aus dem Jahre 1851. Das Gesetz wurde erst nach dem Krieg revidiert. Nötig wurde die Revision, weil selbst der Bundesrat in der Botschaft 1918 zum ...

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FRIEDEN IM KRIEG: GESTERN. HEUTE. MORGEN.
25 Jahre Initiative für eine Schweiz ohne Armee
Krieg und Frieden | von GSoA | 23.11.2014

Am 26.November 1989 stimmten 36 Prozent der Schweizer Stimmbevölkerung Ja zur Volksinitiative für eine Schweiz ohne Armee. Vor hundert Jahren fand der „Weihnachtsfrieden" im ersten Weltkrieg statt, an dem die Soldaten unerlaubterweise die Waffen niederlegten. An der heutigen Veranstaltung blickte die GSoA zurück - aber auch in die Zukunft.

Rund 80 Friedensbewegte kamen heute nach Bern, um zwei bedeutsame friedenspolitische Ereignisse zu würdigen: 25 Jahre GSoA-Initiative für eine Schweiz ohne Armee und 100 Jahre Weihnachtsfrieden*. Unter dem Titel "Frieden im Krieg: Gestern. Heute. Morgen." fand im 5ème Etage in der Berner Matte eine Veranstaltung ...

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BUCHBESPRECHUNG
Neuer Blick auf die Schweiz im Ersten Weltkrieg
Krieg und Frieden | von Adi Feller | 30.09.2014

Jahrzehntelang war die Geschichte des Ersten Weltkrieges in der Schweiz kein Thema in der Geschichtswissenschaft. Nachdem der Zweite Weltkrieg seit den 90er Jahren durch detaillierte Studien aufgearbeitet wurde, nähert sich die Geschichtswissenschaft 100 Jahre nach Beginn der «Urkatastrophe» der Situation in der Schweiz zu dieser Zeit.

Konzipiert als Begleitwerk für eine schweizweit gastierende Wanderausstellung zum Ersten Weltkrieg erschien kürzlich der Band «14/18 Die Schweiz und der Grosse Krieg», herausgegeben von Roman Rossfeld, Thomas Boumberger und Patrick Kury im hier + jetzt Verlag. Ausstellung und Buch wurden von einem Verein von HistorikerInnen konzipiert und umgesetzt, welche die Geschichte ...

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100 JAHRE NACH DEM ERSTEN WELTKRIEG
GSoA kritisiert Air 14 als nationalistische und pietätlose Nabelschau
Krieg und Frieden | von GSoA | 29.08.2014

Vor 25 Jahren feierte die Schweiz als einziges Land den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Heute feiert sie den 100. Geburtstag der Luftwaffe, ohne der Opfer des Ersten Weltkriegs zu gedenken.

Die pietätlose Weise, mit der in Payerne eines militärischen Ereignisses von 1914 gedenkt wird, erinnert an die skandalöse Übung Diamant vom September 1989. Damals feierte die Schweiz als einziges Land auf der Welt den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, der 60 Millionen Menschen das Leben gekostet hatte. Jetzt begeht die Luftwaffe ihren 100. Geburtstag, ohne die 20 Millionen Opfer des Ersten Weltkriegs in einem Wort zu erwähnen ...

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100 JAHRE NACH DEM ERSTEN WELTKRIEG
1. August: Friedensmarsch im Dreiländereck mit Schlusskundgebung in Basel
Krieg und Frieden | von GSoA | 29.07.2014

Der 1. August 2014 fällt zusammen mit dem 100. Jahrestag der Generalmobilmachung in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland. Die Schweiz hat sich an der folgenden Massenschlächterei nicht beteiligt. Aber sie hat den Grossen Krieg mit der Lieferung von Waffen und Kapital mitgefüttert. Der Bundesrat selbst hielt 1917 fest, dass „ein grosser Teil der schweizerischen Maschinenindustrie zur eigentlichen Kriegsindustrie“ geworden sei. Gleichzeitig diente die Schweiz als Zufluchtsort für Deserteure und KriegsgegnerInnen und als Wirkungsort für Friedensbewegte.

Keine Rüstungskollaboration und Militärkooperation mit Krieg führenden Ländern
Der 100. Jahrestag der Kriegserklärungen ...

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ALLES FÜR DEN FRIEDEN, NICHTS FÜR DEN KRIEG!
Die Schweiz muss auf Gewalteskalationen reagieren!
Krieg und Frieden | von GSoA | 23.07.2014

Die Welt begeht den 100. Jahrestag des 1. Weltkriegs im Zeichen von Gewalt, Kriegen und einem drohenden neuen Kalten Krieg. Im Nahen Osten massakriert die israelische Armee Hunderte von palästinensischen Zivilisten. Und die Hamas meint, Raketenangriffe auf Tel Aviv würden Palästina einem gerechten Frieden näher bringen. Im Irak und in Afghanistan sind die Folgen des unsinnigen „War on Terror“ immer katastrophaler. In Syrien wurde die Demokratie-Bewegung gegen die Asad-Tyrannei unter saudischer Ägide in einen Konfessions-Krieg verwandelt. In der Ostukraine führen Krieg und bewaffnete Einmischung zum Abschuss eines Passagierflugzeugs. Und in Deutschland ziehen 100 Jahre nach ...

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1. WELTKRIEG
Gegen Spannungspolitik, Aufrüstung und Fremdenfeindlichkeit - Antinationalistischer Friedensmarsch am 1. August im Dreieckland
Krieg und Frieden | von GSoA | 17.07.2014

Am 1. August jährt sich die Mobilmachung in verschiedenen Ländern Europas, unter ihnen Deutschlands, Frankreichs und auch der Schweiz zum 100. Mal. In den beiden Nachbarländern folgten die gegenseitigen Kriegserklärungen und die Urkatastrophe, die 20 Millionen Menschen das Leben kostete. Die Schweiz hat sich nicht am Grossen Krieg beteiligt, aber sie hat ihn mit massiven Rüstungs-Lieferungen gefüttert. Gleichzeitig konnten sich hier Friedensbewegte versammeln und für ein Ende der Menschenschlächterei wirken. Nicht zuletzt die Aussicht, dass in den offiziellen 1. August-Reden unterschlagen wird, wie stark hiesige Industrielle, Banker, Grossbauern, Spekulanten vom Krieg profitiert ...

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SCHWEIZ
Kriegszustand ohne Krieg
Krieg und Frieden | von Adi Feller | 01.07.2014

Obwohl nicht selber aktiv Krieg führend, versetzte der Erste Weltkrieg auch die Schweiz in einen militarisierten Zustand. Der Aktivdienst und die Grenzbesetzung brachten Soldaten und ihre Familien an die finanziellen Grenzen. Die Versorgungslage und die Teuerung führen zu immer mehr Protesten, welche im Landesstreik von 1918 gipfelten.

Auch in der Schweiz wurden die Gräuel des Krieges mit Schrecken aufgenommen. Durch die Bedürfnisse der Kriegsführung wurden immer mehr Lebensmittel zur Mangelware. Auf einen solchen Versorgungsengpass war der Bund nicht vorbereitet, erst spät wurde eine Rationierung eingeführt. Die Teuerung nahm deshalb ein enormes Ausmass an ...

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