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Zeitung 86 vom 01.06.2000:
Der Bausatz für Militärs ...

FRIEDENSRADTOUR
Strampeln für ein Europa ohne Armee(n)....
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

Die GSoA organisiert diesen Sommer mit Friedensgruppen aus Deutschland, Österreich und Frankreich eine gemeinsame Vier-Länder-Friedensradtour.


Die Radtour dauert vom 28. Juli bis am 6. August und ist in neun Etappen unterteilt. Die Etappenziele sind Lindau, Konstanz, Schaffhausen, Zurzach, Basel, Müllheim, Emmendingen und Offenburg. Am Sonntag, dem 6.August (Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima) wird die Radtour in Strasbourg enden. Die Strecken sind mit durchschnittlich 43 km pro Etappe und grösstenteils flachen Strecken leicht zu meistern. JedeR kann soweit mitfahren, wie er oder sie will.

Wir fahren an den Schweizer Stationen wie folgt los (Treffpunkt ist jeweils der ...

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DIE GSOA AN DER MUBA
Klimawechsel
Armee und Zivildienst | von Renate Schoch | 01.06.2000

"Ihr seid hier eigentlich am falschen Ort!", kommentierten mehrere Muba-BesucherInnen den kleinen GSoA-Stand in Halle 2. Die meisten hätten uns lieber in der Halle 1 bei der Armee-Ausstellung gesehen, denn <schliesslich braucht es ausgewogene Information>. Mit den 9 Quadratmetern, die uns zur Verfügung standen, wären wir wohl kaum gegen die 5000 Quadratmeter angekommen, auf denen sich die Armee für 5 Millionen Steuerfranken breitmachen durfte. Trotzdem: Wir holten mit der Gestaltung des Raumes heraus, was es zu holen gab. Mit einem Multimedia-Projektor zeigten wir auf einer grossen Leinwand unsere Argumente gegen die Armee und für einen ...

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LASTSCHRIFTVERFAHREN
97 mal danke...
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

Im vergangenen Jahr haben wir zweimal aufgerufen, uns regelmässig mit dem automatischem Lastschriftverfahren (LSV/BAD) zu unterstützen. 97 GSoA-Mitglieder und SympathisantInnen haben bisher von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Mit diesem Verfahren werden Spenden, der Mitgliederbeitrag oder das Jahresabonnement der GSoA-Zitig direkt dem Konto belastet und der GSoA gutgeschrieben - spesenfrei und mit sehr geringem administrativem Aufwand für beide Seiten. Herzlichen Dank allen, die diesen Weg schon gewählt haben.


Falls auch Sie die GSoA mit diesem Zahlungsverfahren unterstützen möchten, so rufen Sie uns an. Wir schicken Ihnen gerne Unterlagen. Telefon: 061/373 92 59, Fax ...

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DANKESCHÖN
Eine Stunde für den Frieden
Krieg und Frieden | von Jürg Wiedemann | 01.06.2000

Nach einem arbeitsintensiven und mit der Einreichung der beiden GSoA-Initiativen sehr erfolgreichen Jahr beendet die Kasse das vergangene Jahrtausend mit einem fünfstelligen Defizit: Untenstehend die Zahlen der Erfolgsrechnung 1999. Die im Vergleich zum Budget etwas höheren Kosten für die Postspesen und die Löhne/Versicherungen haben dieses Defizit verursacht.

Wir möchten an dieser Stelle allen SpenderInnen herzlich danken. Ohne Ihre Unterstützung hätten wir das Jahr 1999 politisch nicht so erfolgreich abschliessen können.

Die eingereichten Initiativen für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst und für die Abschaffung der Armee sind realistische Ziele, für ...

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FINANZIELLES
Bericht der Revision 1999
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

Als RevisorInnen der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (Deutschschweiz) haben wir die auf den 31. Dezember 1999 abgeschlossene Jahresrechnung geprüft:

 

  • Die Bilanz und die Erfolgsrechnung stimmen mit der Buchhaltung überein.
  • Die umfangreiche Buchhaltung ist ordnungsgemäss und übersichtlich geführt.
  • Die Darstellung der Vermögenslage entspricht kaufmännischen Grundsätzen und den gesetzlichen Vorschriften.
  • Der ausgewiesene Verlust beträgt 10'591.79 Franken.

Aufgrund unserer Prüfungen beantragen wir, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen, und wir danken Jürg Wiedemann und Daniela Mitchell für die geleistete Arbeit.

Reto Moosmann und Ria Weiss

Erfolgsrechnung

Aufwand

Sekretariat
29 ...

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MILITÄRGESETZ
Bausatz für Militärinterventionen
Krieg und Frieden | von Renate Schoch und Nico Lutz | 01.06.2000

Das neue Militärgesetz kommt, kommt nicht, kommt... Noch ist nicht entschieden, ob und wann wir ein friedenspolitisches Referendum gegen die geplanten bewaffneten Auslandeinsätze ergreifen. Vielleicht wird sich die Frage des Referendums erst im Herbst stellen.

Ein Referendum gegen das geplante neue Militärgesetz? Das bedeutet: schon wieder Unterschriften sammeln, schlimmstenfalls sogar über die kalten Wintermonate. Darauf ist in der GSoA nach unseren beiden hart erarbeiteten Initiativen niemand scharf. Zudem gibt es in der friedenspolitischen Linken auch skeptische Stimmen gegen die Idee eines Referendums. Der Friedensrat etwa argumentiert, es gebe andere Prioritäten: Die Uno-Initiative, die Um- verteilungsinitiative, die ...

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AUSLANDEINSÄTZE
Stopp dem Militär-Humanismus
Krieg und Frieden | von Stefan Gisler | 01.06.2000

Die Isolationisten wehren sich laut gegen die in der Revision des Militärgesetzes geplanten bewaffneten Auslandeinsätze. Die friedenspolitischen Kräfte müssen die Diskussion zur Bewaffnungsvorlage intensivieren, damit ihr Referendum mit dem Geist einer weltoffenen, solidarischen, humanitären Schweiz besetzt werden kann.

Die laufende Revision des Militärgesetzes ist keine humanitäre Solidaritätsbekundung zu Gunsten von Menschen in Not, sondern ein Instrument schweizerischer Sicherheitspolitik. Mit der Bewaffnungsvorlage macht der Bundesrat den ersten Schritt zur Umsetzung des sicherheitspolitischen Berichts 2000 <Sicherheit durch Kooperation>. Der Nationalrat genehmigte am 14. März 2000 mit 86:49 Stimmen (bei 30 Enthaltungen!) das ...

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OGI UND DIE INITIATIVEN
AdAs ade
Armee und Zivildienst | von Peter Pilz, Peter Sigerist | 01.06.2000

Während das Friedensforschungsinstitut SIPRI weltweit sinkende Militärausgaben meldet, will Bundespräsident Ogi zwar die Armee verkleinern, nicht aber deren Kosten. <Runter mit den gesamten Armeekosten> fordern hingegen die Arbeitgeber.

Mitte März veröffentlichte der Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, Peter Hasler, in der Neuen Zürcher Zeitung NZZ einen vorsichtig formulierten Artikel, der aber substanziell an viele Tabus rührte: Er forderte den Verzicht auf Wiederholungskurse (WK), die Realisierung des <Durchdienermodells> (Rekrutenschule und alle WK an einem Stück), eine Teilprofessionalisierung und vertrat die generelle Forderung nach einer billigeren Armee und vor allem der Senkung der Kosten f ...

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CARITAS
Allianzen für den Frieden
Krieg und Frieden | von Nico Lutz | 01.06.2000

In einem 170-seitigen Positionspapier nimmt Caritas Schweiz umfassend zu Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung in der internationalen Zusammenarbeit Stellung. Unter anderem verlangt Caritas Schweiz eine strikte Trennung zwischen ziviler und militärischer Hilfe sowie klare Rahmenbedingungen für bewaffnete Auslandeinsätze.

Zitate aus dem Text:


- Caritas Schweiz wendet sich entschieden gegen die Militarisierung von Friedensförderung und humanitärer Hilfe und fordert vom Bundesrat, dem sich international abzeichnenden Trend, über die militärische Friedenssicherung hinaus (Massnahmen von Uno und Osze) Nothilfe und Wiederaufbau vermehrt als eine militärische Angelegenheit zu verstehen, entschieden entgegenzutreten. Rehabilitation von Nachkriegsgesellschaften und Friedenskonsolidierung in ...

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WOZU EINE ARMEE?
Basteln an der Armee
Armee und Zivildienst | von Nico Lutz | 01.06.2000

Die bürgerlichen Bundesräte streiten über Bestandeszahlen, und die SP legt sich für weniger Armeeausgaben ins Zeug. Die Armeereformer diskutieren die Frage: Welche und wieviel Armee? Wir aber wollen wissen: Wozu überhaupt eine Armee?

Im Bundesrat wird gestritten, ob die Armee 100'000 oder 200'000 Soldaten haben soll. Die Pressekonferenz nach der Verabschiedung der politischen Leitlinien zum Armeeleitbild XXI machte nur eines klar: dass noch alles unklar ist. Doch die Differenz zwischen den beiden Positionen, die an den Namen Adolf Ogi und Pascal Couchepin festgemacht werden, ist in der Sache minim. Wer hofft, es würden je ...

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VERANSTALTUNGEN RUND UM KAUKASUS
Tropfen auf den heissen Stein
Krieg und Frieden | von Josef Lang | 01.06.2000

Um über den Krieg in Tschetschenien zu informieren und um ein kleines Zeichen dagegen zu setzen, hat die GSoA im März den Kaukasus-Kenner Vicken Cheterian eingeladen. Die Veranstaltungen in Bern, Zug und Zürich waren gut besucht.

Der im Libanon geborene Armenier ging in seinem Referat zwei Hauptfragen nach: Wie ist es drei Jahre nach dem ersten Tschetschenien-Krieg zum zweiten gekommen? Warum gibt es in Russland im Unterschied zu 1995/96 keine Antikriegsbewegung?

In Tschetschenien ist in den letzten Jahren das Projekt eines unabhängigen Staates gescheitert. Der Grund liegt nicht nur in den damaligen Kriegszerstörungen. Eine ebenso ...

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ARENA-DISKUSSION
Drei grüne Männchen in der Arena vom 12.5.00
Armee und Zivildienst | von Ronny Zindel, Rahel Ruch | 01.06.2000

Drei grüne Jungs vom Mars die hockten in der Runde/der eine konnte kurz was sagen in der zweiten Stunde...

Frei nach dem Motto: Dabeisein ist alles! Hüstel! Man muss sich jedoch fragen, wie es dazu kommen konnte, dass ein paar kleine subversive Marsbewohner sich in eine hochseriöse Sendung wie die <Arena> auf dem Schweizer Fernsehen verirren konnten!?!

Die Geschichte begann am 10. Mai des christlichen Jahres 2000, als ein offiziell Befugter obengenannter Fernsehanstalt die Nummer von Nicoleftski, einem jener Marsmenschlein des Planeten XOA, wählte und ihn fragte, ob er mit ein paar GenossInnen das n ...

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KRISENMANAGEMENT
Frieden an allen Fronten
Krieg und Frieden | von Hans Hartmann | 01.06.2000

Armee, Regierung und NGO stehen auf dem Weltmarkt des Krisenmanagements in einem Verdrängungswettbewerb. Das wird nun auch in der Schweiz spürbar.

Ein Jahr nach dem Einmarsch der KFOR-Truppen in den Kosovo haben <Humanität> und <Frieden> Konjunktur. Als Top-Managerin gebärdet sich die Nato. Und die Schweiz strebt nach Beteiligungen: Sie unterstützt nach Auskunft des stellvertretenden Leiters der Schweizer Nato-Vertretung die Entwicklung von Krisenreaktionsfähigkeiten der Nato und ihrer Partnerstaaten insbesondere in den Bereichen <der friedenserhaltenden Massnahmen, der humanitären Unterstützungsmassnahmen und der Katastrophenhilfe>(.1) Was aber gibt es zu gewinnen?


Weltmarkt des Konfliktmanagements


Die Globalisierung ...

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ZIVILDIENSTEINSÄTZE
Zivis ins Ausland!
Armee und Zivildienst | von Ruedi Winet | 01.06.2000

Zivildiensteinsätze finden heute in der Regel in der Schweiz statt. Nur wer eine entsprechende Ausbildung und spezifische Erfahrungen vorzeigen kann, hat die Chance, auch im Ausland seinen Einsatz zu leisten. 1999 waren von den 4733 Zivildienstleistenden ganze 27 im Ausland tätig. Vier Personen leisteten ihren Zivildienst bei Médecins sans Frontières.

Bei der Ausarbeitung des Zivildienstgesetzes tat das Parlament alles, um Auslandeinsätze zu verhindern. Befürchtet wurden damals <Ferien unter Palmenstränden> auf Kosten des Bundes. Zivildiensteinsätze im Ausland blieben die seltene Ausnahme. Während seitdem aber die Auslandeinsätze der Armee massiv ausgeweitet wurden ...

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AUSBAU DER KASERNE LIESTAL
Referendum gegen Kaserne Liestal
Armee und Zivildienst | von Daniella Mitchell | 01.06.2000

Für 37,4 Millionen Franken soll die Kaserne Liestal um- und ausgebaut werden - so will es die Regierung Baselland und so hat auch der Landrat am 8. Juni entschieden. Anders will es die GSoA- Regionalgruppe Basel/Baselland. Sie hat an ihrer Sitzung einstimmig beschlossen, das Referendum zu ergreifen


Das von der Regierung abgesegnete Projekt verlangt unter dem Deckmantel eines Küchenneubaus einen massiven Neu- und Ausbau der Kaserne Liestal. Selbst wenn man eine reduzierte Armee von 120'000 Soldaten (so will es der bundesrätliche Vorschlag im Hinblick auf die Armeereform XXI) befürwortet, wäre dieser Ausbau noch ...

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MEHR RECHTE FÜR DAS VOLK
Demokratie ausbauen
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

<Mehr Rechte für das Volk>: Das bringt die Initiative für ein konstruktives Referendum, die am 24. September 2000 zur Abstimmung kommt
von Susanne Leutenegger Oberholzer, Nationalrätin, SP Baselland


Bisher können 50‘000 Schweizerinnen und Schweizer das Referendum gegen ein Gesetz ergreifen. An der Urne entscheidet das Volk dann, ob das jeweilige Gesetz gesamthaft angenommen oder abgelehnt wird. Daran wird sich nichts ändern. Wenn die Initiative <Mehr Rechte für das Volk> am 24. September aber angenommen wird, können Referendumskräfte aber zusätzlich ein konstruktives Referendum lancieren. Wie heute schon in den Kantonen Bern und ...

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KOMMENTAR
Lieber keine Klischees...
Armee und Zivildienst | von Stephan Marti, Sibylle Mathis, Bianca Miglioretto, Barbara Müller | 01.06.2000

Vier Männer, je zwei Offiziere und Zivildienstleistende, diskutierten in der GSoA-Zitig Nr. 84 über ihr Gewissen, Frauen am Gewehr und Krieg (Lieber ein Boxkampf). Die Redaktion hat die cfd-Frauenstelle für Friedensarbeit um einen Kommentar gebeten: ein wenig schonungsvoller Beitrag.


Unter uns gefragt: (Re-)produzieren wir nicht ein bekanntes Rollenspiel in der Linken, wenn die GSoA für ihren Gender-Diskurs den Segen einer feministischen Organisation einholt? Trotzdem, gern geschehen! Die Runde mit den Zivildienstleistenden und den Offizieren versprach spannend zu werden. Aber als das Thema <Frauen und Militär> angeschnitten wurde, sank das Diskussionsniveau rasant. Muss es denn immer ...

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LESERBRIEF
Gegenteiliges
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.06.2000

Leserbrief zu "Putin und der Pazifist", GSoA-Zitig Nr. 84

Mehr und mehr dämmert mir auf, dass Politiker, wenn sie mit schönen Begriffen um sich werfen (wie z.B. Frieden, Wohlstand, Frieden erhalten, Schutz von Menschenrechten usw.), meist etwas anderes, oft ziemlich Gegenteiliges meinen. Was wohl soll es bedeuten, wenn Andreas Gross davon sprach, er sei froh, "die Kraft gefunden" zu haben, "meine damalige Heimat zu verlassen"? Meinte er statt "Kraft" die Charakterlosigkeit, nicht mehr zu seiner früheren Ablehnung von mörderischen Unheilsarmeen zu stehen und dafür die legalisierte Schwerstkriminalität, so wie sie Armeen, Misswirtschaftler und ...

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EUROKORPS?
Atlantische Tiefausläufer
Krieg und Frieden | von Volker Böge, Valerié Garbani, Nationalrätin SP | 01.06.2000

Unter den argwöhnischen Blicken der USA sucht die Europäische Union EU nach ihrer <Verteidigungsidentität>. Wird bald ein <Eurokorps> die Nato beerben?


>Transatlantische Differenzen> rumoren zwischen der EU und den USA, seit die Staatsoberhäupter und Militärs Europas entschlossen sind, ihre eigene militärische Interventionsstreitmacht zu entwickeln. Im Dezember hatte der EU-Gipfel von Helsinki entschieden, ein Eurokorps zur Krisenreaktion aufzubauen - der bisher weitreichendste Schritt hin zu einer <Stärkung der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik> oder - im Klartext - einer Militärgrossmacht EU. Neu ist nicht die Absicht, sondern jener frische Schwung, der seit dem Krieg gegen Jugoslawien ...

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VERANSTALTUNG
Ziviles Europa-Forum Luzern
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

Am 27./28. März trafen sich in Luzern <Spitzenvertreter aus Politik, Wirschaft und Militär>, um über eine <Sichere Schweiz im sicheren Europa> zu diskutieren. Mit dabei waren unter anderen Bundespräsident Adolf Ogi, der deutsche Innenminister Otto Schily, die österreichische Aussenministerin Benita Ferrero-Waldner sowie der ehemalige Vorsitzende des Nato-Militärausschusses Klaus Naumann.

Sicherheit wurde an dieser Tagung praktisch ausschliesslich militärisch unter den Vorzeichen der Abschottung behandelt und mit militärischen Abwehrkonzepten gegen Menschen auf der Flucht beantwortet, lautete die Kritik der GSoA und des Grünen Bündnis Luzern. Sie organisierten - unterstützt von zahlreichen friedenspolitischen Organisationen ...

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DEUTSCHE BUNDESWEHR
Die neue Internationale
Armee und Zivildienst | von GSoA | 01.06.2000

Die rot-grüne Regierung in Deutschland hat eine Kommission eingesetzt, um Zukunftsstudien über die deutsche Armee anzufertigen. Die Empfehlungen dieser Weizsäcker-Kommission läuten unter dem Titel <Gemeinsame Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr> eine historische Zäsur in der deutschen Militärpolitik ein.*


Die Empfehlungen der Kommission unter dem Vorsitz von Altbundespräsident Weizsäcker unterscheiden sich in einigen Punkten von denen, welche die von Verteidigungsminister Scharping eingesetzte Arbeitsgruppe unter Generalinspekteur von Kirchbach erarbeitet hat. In der wesentlichen Zielbestimmung der Bundeswehr herrscht aber völlige Übereinstimmung: An die Stelle der Landesverteidigung tritt die Interventionsfähigkeit.
Die Bundeswehr erlangt durch die ...

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EX-JUGOSLAWIEN
Montenegro im Visier
Krieg und Frieden | von Nena Skopljanac | 01.06.2000

Ein Jahr ist es her, seit der letzte Krieg im ehemaligen Jugoslawien zu Ende ging. Noch herrscht längst kein Frieden und schon droht der nächste Feldzug

Milosevics Regime hält Serbien mit eiserner Faust im Griff. Der Alltag der BürgerInnen ist geprägt von der desolaten wirtschaftlichen Lage und einem Klima der Gewalt. Wer öffentlich Kritik übt, wartet schnell noch länger auf den Lohn oder die Pension, verliert den Job, wird von der Polizei schikaniert und vor Gericht wegen <kriminieller Handlungen> angeklagt - oder einfach mal auf der Strasse verprügelt oder gar niedergeschossen. Dutzende von unabh ...

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NEUE WELTORDNUNG
Intervention und Grenzen
Krieg und Frieden | von Reto Moosmann | 01.06.2000

Das Buch <Der Geruch des Grauens> des Südosteuropa-Korrespondenten Werner van Gent (Radio und Fernsehen DRS, Wochenzeitung WoZ) ist eine Analyse der <neuen Weltordnung>. Die internationale Gemeinschaft - ein Produkt des 20. Jahrhunderts - hat sich zum Ziel gesetzt, humanitäre Werte zu verteidigen. Ein durchaus hehres Ziel, doch die Bilanz nach zehn Jahren fällt zutiefst ernüchternd aus. Die Systemgrenze zwischen Ost und West sei nach dem Kalten Krieg durch eine Vielzahl neuer Grenzen abgelöst worden, die oft mitten durch Volksgruppen gezogen wurden. Das Verhaltensmuster der <neuen Weltordnung> bei Konflikten bringt van Gent auf die Eskalations-Formel <wegschauen, panikartiger und ...

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ZIVILER FRIEDENSDIENST
Das Pflänzchen gedeiht
Armee und Zivildienst | von Jochen Neumann, Josef Lang | 01.06.2000

In Deutschland ist der Zivile Friedensdienst bereits Realität. Die Debatte über den Aufbau einer Infrastruktur für den Frieden führte zu einer intensiven Zusammenarbeit von Friedens- und Entwicklungsdiensten

1998 übernahm in Deutschland eine rot-grüne Koalition die Regierung. Im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen verpflichteten sich die beiden Regierungsparteien, den Aufbau einer Infrastruktur zur Krisenprävention und zivilen Konfliktbearbeitung zur Regierungspolitik zu erheben. Der Einsatz von Friedensfachkräften und -diensten sollte Teil dieses Programmes sein. Im Staatsbudget 1999 wurden für diese Zwecke 5 Millionen Mark bewilligt, für das Jahr 2000 17,5 Millionen.

Im Zuge ...

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FREIWILLIGENPROJEKT
Treffpunkt der Zukunftswilligen
Krieg und Frieden | von Roland Brunner | 01.06.2000

Militärisches Desaster und politische Unzulänglichkeiten hin oder her, der Aufbau der Dörfer und der Gesellschaft im Kosov@ muss vorangehen. Die GSoA beteiligt sich an einem internationalen Freiwilligenprojekt des Service Civil International SCI in Vushtrri/Vucitrn


Vushtrri (oder serbisch Vucitrn) liegt zwischen der Hauptstadt des Kosov@ Pristhina und der ethnisch zwischen SerbInnen und AlbanerInnen geteilten Stadt Mitrovica im Norden. Vushtrri gehört zu den am stärksten beschädigten Gemeinden in der ganzen Region. Über 6000 Häuser wurden beschädigt, rund 4200 total zerstört. Heute leben ungefähr 90'000 kosov@-albanische EinwohnerInnen in der Stadt ...

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HILFSEINSÄTZE
Einsätze und Lernangebote zur Friedensarbeit Bosnien
Krieg und Frieden | von GSoA | 01.06.2000

Friedensfachkraft in Jajce gesucht
Der deutsche Friedenskreis Halle leistet in der bosnischen Stadt Jajce Hilfe beim Wiederaufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen. Nach dem Krieg ist diese Stadt geprägt von starken interethnischen Spannungen zwischen den bosnisch-muslimischen und den bosnisch-kroatischen EinwohnerInnen. Durch die Schaffung <neutraler Räume> wird den Menschen die Möglichkeit geboten, unabhängig von Religion oder Gruppenzugehörigkeit miteinander in Kontakt zu kommen und bestehende Vorurteile abzubauen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt bei Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche (offener Jugendtreff, Spielnachmittage, Fotokurs usw.). Darauf aufbauend soll durch multikollektive Sozialarbeit als Form ziviler Konflikt- bearbeitung ein langfristiger Versöh- nungsprozess ...

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